Viele Fragen zu einer, bereits, gekauften Drechselbank

Eure Fragen, Hilfestellung zur Kaufentscheidung, Tipps & Tricks zu Drechselmaschinen.

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beross
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Viele Fragen zu einer, bereits, gekauften Drechselbank

Beitrag von beross » 29.01.2014 - 17:14:16

Hallo zusammen,

ich bin als Thread Ersteller neu hier, doch habe ich nach vielem Lesen hier im Forum, nun eine Entscheidung getroffen und mir eine Drechselbank gekauft.

Eine stabile, schwere Bank ist es geworden mit Gussbett, 33er Gewinde,
23cm Spitzenhöhe und max. 140cm Spitzenweite....
Ein großes (200mm) Dreibackenfutter war auch noch mit dabei, dafür brauche ich allerdings noch
eine "Adapterscheibe". Falls das Futter überhaupt für die Bank ist... das Futter sieht so massig aus,
das ich Angst um die Welle habe.
Der Hersteller ist mir leider Unbekannt (auf dem Motor steht Bergmann Berlin), vielleicht kann mir ja hier jemand etwas dazu sagen.

Natürlich muss auch etwas daran gemacht werden. Und da fängt es an....... :??

Also ich möchte gerne neue Riemenscheiben haben, die alten sind aus Holz gefertigt, da sollte schon
etwas aus Metall dran ;-) .
Daher meine Frage: Kann ich diese einfach so kaufen ( Durchmesser und Übersetzung), oder soll
ich Sie mir lieber in einer Schlosserei anhand des Orginals drehen lassen?
Oder würde es noch mehr Sinn machen (falls das überhaupt beim Alter des Motors geht) nur
einzelne Riemenscheiben zu verbauen und dann das ganze mittels FU zu steuern?

Das nächste ist, Sie hat noch alte Lager die geschmiert werden müssen, ein Gleitlager (so hiessen
die glaube ich), soll auch noch folgen.... ist das auch "Stangenware"?
Wenn ja, wo bekommt man so etwas?

Der Reitstock hat eine feste Pinole, nun wollte ich ein gelagerte habe, aber ich habe bisher keine
mit einem Schraubgewinde gefunden. Werden die gelagerten Pinolen eingeklebt?

Und zu guter letzt:

Könnte man den Motor auch so schalten das er einen Rechts/Links Lauf bekommt?
Ich habe was Elektrik angeht nicht viel Ahnung, aber bisher dachte ich immer für 400Volt braucht
man immer 5 Kabel ? Dann ginge das glaube ich auch Problemlos...
Aber bei meiner Bank wird das mit Drei Kabeln gemacht, wie geht das ?

Schöne Grüße und vielen Dank im voraus

Benni


So nun Noch ein paar Bilder.....
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p.s. : Falls für die Beantwortung meiner Fragen noch weitere Bilder und/oder Informationen
gebraucht werden, bitte hier schreiben. Ich antworte dann schnellstmöglich.
Danke

holtdreier
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Beitrag von holtdreier » 29.01.2014 - 17:42:08

Nur mal so meine drei Cents.

Warum müssen es unbedingt Scheiben aus Metall sein? Sofern die aus Holz rund laufen und die Kraft vernünftig übertragen werden kann, schadet es absolut nicht, wenn die aus Holz sind.

Mehrere Übersetzungen schaden auch bei einem Betrieb mit FU nicht, bzw. sind meiner Erfahrung nach nötig!

FU ist aus meiner Sicht unverzichtbar. Mehr Sicherheit, mehr Leistung, höhere Effektivität - und Du hast den Rechts-Links-Lauf mit einen kleinen Umpolschalter erledigt... (Kostet vielleicht 150 Euro)

Das Dreibackenfutter in 200 D ist murks zum Drechseln. Würde ich aber auch nicht verscherbeln.
Zum Drechseln unbedingt ein Vierbackenfutter mit irgendwas bei 50-70er Backen, damit gehen Schalen und so manches Längsholz.

Feste Pinole? Hab' ich nicht verstanden. Üblicherweise wird die Pinole mittels Drehung des Handrades aus dem Reitstock herausgeschoben. Wenn das nicht geht (alle Teile sind offensichtlich vorhanden) dann sitzt es einfach nur fest. Wenn damit gemeint ist, dass sich die Pinole nicht der Welle mitdrehte, dann ist das richtig so denn dazu bedürfte es einer mitlaufenden Körnerspitze. Die Pinole hat innen ein Gewinde? Welches? Hierein würde vielleicht direkt eine entsprechende Spitze eingesetzt werden können, viel eher sollte es dort aber auf einen Morsekegel (MK) gehen. Vielleicht findet oder macht man einen Adapter.

Wie sieht es mit einer Handauflage und dessen Unterteil aus? Ohne die ist Drechseln nur schwer möglich.

Drehstrom: drei Phasen (braun schwarz), ein Neutralleiter (blau) und ein Schutzleiter (grüngelb)
Zum Drehen des Drehstrom-Motors braucht es theoretisch nur die drei Phasen, allerdigns willst Du freiwillig auch den Schutzleiter verwenden. Und wenn Du 220V brauchst, brauchst Du auch den Blauen.
Wenn diese Basics Dir aber nicht klar sind, dann solltest Du mit der Manipulation sehr bedacht vorgehen!
Ansich aber ist das keine große Wissenschaft.

Gruß
Holtdreier

kubik
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Beitrag von kubik » 29.01.2014 - 19:02:34

Moin Kollege

zum El Anschluß des E- Motor 23o / 400V AC werden Braun, Schwarz, Grau und Grün Gelb nach neuer Zählweise benötigt. Früher Scharz, Braun, Schwarz und Grün Gelb. Bei noch anderen Farben ist die Anschlüßltg schon sehr alt und sollte ausgetauscht werden. Als Anschlußleitung bis 3600W / Phase ist H07 RnF 5G 1,5mm2 ausreichend bis zur nächten CEE 3N PE 16A Steckdose. Die Blaueader wir bei einem Drehstrommotor nicht benötigt.

L1 Braun Motor R
L2 Schwarz Motor S
L3 Grau Motor T

SL Grün/ gelb Motor Gehäuse

Lieber Kollege wenn Du nicht vom Fach bist bitte lass die Finger davon und rufe den Elektriker deines Vertrauens.

Das Leben ist einmalig.


Elektromeister JK

beross
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Beitrag von beross » 29.01.2014 - 19:22:40

Ui, das ging ja schnell :-)

@ kubik

Ok, wie sich das anhört lass ich am besten mal einen Elektriker auf den Anschluß schauen.
Ich glaube einlesen bringt mir da nicht soviel. :-A
Der kann mir dann auch sicherlich etwas zu dem FU sagen.

Aber eine weitere Frage habe ich da noch....
Da der Motor ja älter ist, ist es da kein Problem wenn er auf einmal auch in die andere Richtung
drehen soll?
Und was für ein Öl nimmt man für so einen alten Motor zur Schmierung?[/list]

@ holtdreier

Zu den Scheiben: Ich möchte Sie austauschen da Sie schon sehr stark eingelaufen sind, und etwas porös aussehen.

Zu dem Futter: Schade, aber ich hab es mir sachon fast gedacht

Zur Pinole: Ja, habe mich da vielleicht etwas undeutlich ausgerückt, gemeint war so eine
mitlaufende Körnerspitze. Habe bisher nur diese Körnerspitzen gefunden die konisch zulaufen und
kein Gewinde haben.


Schon mal vielen Dank Euch zweien

Gruß Benni

beross
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Beitrag von beross » 29.01.2014 - 19:42:45

Bezüglich des Öls....

ich habe nochmal den Öleinfüllstutzen am Motor (roter Kreis) eingekreist. Davon sind insgesamt 2 vorhanden einer auf der Seite der Welle und eben der markierte.

Bild

Weiterhin habe ich am am Spindelstock zum einen ja eine Fettschmierung, und zum anderen noch
einen kleinen Einfüllstutzen (grüner Kreis ) ist der ebenfalls für Öl?

Bild



Vielen Dank Euch

Gruß Benni

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Stefan
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Beitrag von Stefan » 29.01.2014 - 21:48:50

Servus,

schöne Beine

:prost:
Gruß, Stefan

Alle Tage sind gleich lang, jedoch verschieden breit

Reinhold-S
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Beitrag von Reinhold-S » 29.01.2014 - 22:36:33

Hallo Benni,

es ist immer schwierig, anhand von Bildern den Gang einer Restaurantin zu bestimmen. Als erstes, Motoranschluß einem Fachmann überlassen, wenn man nicht genau weiß, was man tun soll.

Zweitens vom Motor läßt sich nicht auf den Hersteller der Bank schließen. Füße und Bankbett sind soweit ok!
In den Reitstock gehört eigentlich eine sogen. "mitlaufende Spitze" auf einem Morsekonus. Je nach Durchmesser des Pinoleninnengewindes, läßt sich evtl. noch ein Morsekonus eindrehen.

Drittens 3-Backenfutter. Solche Futter waren früher sowohl für die Eisendreherei als auch für die Drechslerei Standard.
Heute würde ich ein solches Futter zum Einspannen von Bohrern, einer Tellerschleifscheibe (solche mit Klettbelag für Schleifpapierscheiben) oder anderen ähnlichen Zubehörteilen mit geringem Durchmesser benutzen. Die Klopfer Futter sind eigentlich sehr gute Futter, habe auch eines, das ich nur für die oben genannten Zwecke benutze.

Viertens Spindelstock. Ein modernes Futter mit M33 passt da kaum drauf. Es fehlt der Zentrierbund. Du wirst das neue Futter nicht bis zum Anschlag aufschrauben können. Deshalb solltest Du Dir überlegen, Dir eine neue Welle drehen zu lassen, zusammen mit Aufnahmebuchsen für Kugellager. Am besten fragst Du nicht den Schlosser um die Ecke, sondern unsere Forenmitglieder "Drehspan", "Manfred Kellerhals" und Wälder. Die kennen sich mit Deinem Problem aus und helfen Dir weiter. In der Mitgliedsliste findest Du Kontaktmöglichkeiten und kannst eine PN (persönl. Nachricht) schreiben. Mit den alten Bronze-Gleitlagern kann man zwar arbeiten, aber nur im relativ niedrigen Umdrehungsbereich.
Gruß und "Gut Holz"
Reinhold

HarriHackbrett
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Beitrag von HarriHackbrett » 30.01.2014 - 00:36:00

Hallo Benni,

Mein Eindruck: Du hast eine sehr gute Basis erworben, aus der sich eine hochwertige Holzdrehbank machen lässt.
Meine Empfehlung: Sieh Dir entsprechende Beispiele für die Restaurierung alter Schätze in der Ü50 - Sparte an. Dort findest Du auch die Namen unserer Forumsexperten für die notwendigen Arbeiten.
Meine Vermutung: Du wirst zu dem vermutlich günstigen Kaufpreis Deiner Drehbank noch Einiges drauflegen müssen - aber es wird sich lohnen.

Gruß
Gorch
"Frag das Holz, was es sein möchte!" Louis I. Khan

holtdreier
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Beitrag von holtdreier » 30.01.2014 - 10:55:58

Nochmal kurz

Je nach Restaurations-, Um- oder Aufbaukonzept variiert das Vorgehen.
Ich könnte mir z.B. vorstellen, der Maschine einen neuen (gebrauchten) Motor zu verpassen, ein Anderer meint, so ein altes Schätzchen von Motor muss man erhalten...

Ich finde den Vorschlag Dich in der Ü50-Rubrik ein wenig umzusehen sehr weise! Mach' das, versuche die Denke, die den Handlungen zu grunde liegt, zu verstehen und wende das dann auf Deine Maschine und Deine Fähigkeiten und Möglichkeiten an.

Für den Fall, dass für's Erste nicht gleich eine neue Welle angeschafft, die Lagerung auf modern umgefräst und der Motor getauscht werden sollte/kann, kann man sicher auch mit einer (elektrisch sicher) wieder in Betrieb genommenen Maschine, so wie sie ist und einem M33-Vierbackenfutter UND - darüber haben wir hier naturgemäß nicht gesprochen - zwei oder drei vernünftigen Werkzeugen seine ersten Erfahrungen machen und dann schrittweise entscheiden, wie's weitergeht.
(Ich hab' am Anfang auf einem aus Holz improvisiertem Bankbett mit Teilen aus dem Schrott die ersten Schalen gedrechselt. Warum nicht?)

Und vielleicht findet sich jemand in Deiner Nähe, der Dir parallel die Basics in Sachen sicherem Vorgehen/Drechseln vermitteln kann.

Gruß
Holtdreier

Reinhold-S
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Beitrag von Reinhold-S » 30.01.2014 - 16:23:06

.....und einem M33-Vierbackenfutter
So wie das Spindelgewinde aussieht, kriegt man da kein M33 (DIN 800) Futter drauf. Ansonsten gebe ich Holtdreier Recht! Ob man unbedingt die Lagerböcke, die die Gleithalter beherbergen, ausfräsen muss, weiß ich nicht. Einfacher wäre da, Lagerbuchsen zu drehen und und aufzuschrauben, so wie Drehspan es schon häufig hier gezeigt hat. Dazu müssten dann die Lagerböcke plangefräst und ggf. mit Bohrung für die Lagerbuchsen versehen werden.
Gruß und "Gut Holz"
Reinhold

eibchen
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gekauften Drechselbank

Beitrag von eibchen » 30.01.2014 - 23:02:26

Hallo Benni,
lass der Elektriker seine Arbeit machen, Motor überprüfen u. anschließen, vll. noch einen Fu montieren.
Dann versuch mal nach dem Schmieren der Lager die Maschine zu testen. Übrigens Gleitlager sind auch modern, siehe VB 36. Wenn kein Spiel ist und die Temperatur gering bleibt sollte alles stimmen. Ansonsten Fehlerursachen ermitteln u. abstellen.
Die Riemenscheiben sind in Ehren ergraut u. machens weiter, leicht nachdrehen vor Ort. Das Geld lieber für nötigere Ausgaben einsetzen.
Mach mal aussagefähige Fotos damit man was erkennen kann, Beleuchtung u. Detailaufnahmen sind hilfreich.
Teste mit einem Futter M33 DIN 800 ob es passt (anderenfalls Spindeladapter verwenden), wenn die Planfläche läft sollte es reichen. Damit Rundlauf u. Planlauf prüfen. Der Zentrierbund wächst halt nicht nach, wird bei einen gut rundlaufenden Gewinde aber nicht nötig sein.
Was ist mit Zubehör, Handauflagen, Werkzeug mit der Maschine zu Dir gelangt, eine feste Spitze scheint es zu geben. Die Pinole ist mit Gewinde statt dem üblichen Morsekegel u. sicher zu kurz zum umarbeiten. ist das Spindel u. Pinolengewinde identisch? Vorschlag Pinolenadapter mit Gewinde zum Einschrauben mit Morsekegel und Austreiberschlitz machen. Dazu die Pinole stirnseitig plandrehen ohne zu viel Materialabtrag. Welchen Ø hat die Pinole?
Gruß eibchen

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Uwe
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Beitrag von Uwe » 31.01.2014 - 00:20:00

Hallo Benni,

in einem Punkt muss ich Eibchen widersprechen den

Vorschlag Pinolenadapter mit Gewinde zum Einschrauben mit Morsekegel und Austreiberschlitz machen. Dazu die Pinole stirnseitig plandrehen ohne zu viel Materialabtrag.

wenn ich die Pinole überarbeiten muss dann würde ich gleich einen MK eindrehen lassen oder
die Pinole komplett ersetzen

ist mit Sicherheit billiger und genauer

Uwe
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gekaufte Drechselbank

Beitrag von eibchen » 31.01.2014 - 09:20:01

Hallo Benni,
das Futter z.B. für Bohrarbeiten nutzen ist ok, aber nicht auf der Drechselbank.
Wenn M33 DIN 800 nicht auf die Spindel passt, einen passenden Futterflansch herstellen, z.B. ein Zentra 100 drauf und schon passt alles Zubehör der Axminsterfutter.

Welchen Ø hat die Pinole?

@ Uwe, Widerspruch abgelehnt, schau das Foto an. Geschätzt wird das nur mit MK 3, evtl. 4 durch die Gewindegröße möglich, dafür ist aber die Pinole eindeutig zu kurz. Neue Pinole erfordert voraussichtlich neue Gewindespindel, uam... , wo ist da was mit Sicherheit billiger und genauer ?
Das muß ich nicht ausprobieren, das kann man wissen ... :-(

Weitere Aussagen kann ich erst machen, wenn der Ø der Pinole eindeutig feststeht.

Gruß eibchen

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jockel
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Beitrag von jockel » 31.01.2014 - 09:34:28

Hi,
nur so als Tipp, der Motor ist NICHT für einen FU geeignet.
Und meiner bescheidenen Meinung nach auch nicht für eine Drechselbank, da innenbelüftet.
Gruß Jockel
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Beitrag von Drehspan » 31.01.2014 - 12:38:58

@eibchen

Vergiß den Mk3 oder Mk4, dazu ist der Durchmesser zu schwach!
Der beträgt höchstens 30 mm, sie ist also nicht zu kurz sondern zu dünne.
Neue Pinole erfordert voraussichtlich neue Gewindespindel
Das Gewinde ist an der Pinole schon drann, ist praktisch ein Stück.
Einen Adapter zu drehen braucht genau soviel Zeit wie die Anfertigung einer
neuen Pinole.
Das muß ich nicht ausprobieren, das weiß ich! :mrgreen:

Gruß
Drehspan
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Maintor
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Beitrag von Maintor » 31.01.2014 - 12:50:43

Hallo Benni,

hier meine Meinung

eine sinnvolle Aufarbeitung der Maschine erfordert
einigen finanziellen und zeitlichen Aufwand und bleibt immer ein Kompromis.

Wenn du selbst nicht über einsprechende Sachkenntnis und geeignete
Bearbeitungsmöglichkeiten verfügst wird das Ganze sehr, schnell sehr teuer
und sehr zeitaufwändig.

Ich sehe folgende Arbeiten auf dich zukommen:

1. Neue Spindelwelle mit Gewindeanschluß z.B. M33 DIN 800 und Mk -Bohrung
2. Neue Lagerung der Spindelwelle ( Entsprechende Bearbeitungen des Spindelstockes)
3. Riemenscheiben ( fach Riemenscheibe)
4. Motor mit Mehrfachriemenscheibe und entsprechender Motoraufhängung
5. Reitstock überarbeiten ( Pinole mit MK -Bohrung)
6. Handauflage überarbeiten
7. Elektrische Ausrüstung FU usw.

Zeit ; Zeit Zeit

Es ist zu bedenken, ob du diese Zeit nicht lieber für das Drechseln verwenden möchtest.

Gruß Ludwig

Drehspan
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Beitrag von Drehspan » 31.01.2014 - 14:09:10

Genau wie Ludwig es schreibt, ist es.
Dem ist nix hinzuzufügen.

Gruß
Drehspan
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Beitrag von beross » 31.01.2014 - 21:12:22

Hallo zusammen,
ich bin immer wieder beeindruckt wie schnell und wie viele hilfreiche Antworten man hier bekommt :-)

Gestern habe ich den Motor demontiert und ihn zu einem Elektriker zwecks Durchsicht gebracht,
mit dem Ergebnis das das alte Schätzchen wohl noch weitere 30 Jahre laufen könnte.
Er war ziemlich verstaubt und verharzt, aber nachdem er nun gereinigt ist sieht das Innenleben wieder recht gut aus.
Tja, leider hat jockel recht und ein FU ist nicht machbar. Nachdem nun das Anschlußkabel und Verbindungskabel zum Schalter erneuert wurde,
sowie innen irgendwelche "Brücken", schnurt er mit Öl wieder wie ein Kätzchen. Das mit der Innenbelüftung scheint wohl er ein
sekundäres Problem zu sein, der größte Nachteil ich muss Ihn wohl öfters reinigen sagt der Elektriker.
Naja, vielleicht kann ich da auch etwas mit eiern Absaugung regeln ;-) , man wird sehen.
Werde ihn also vorerst behalten und mir neue Riemenscheiben bei einem befreundeten Dreher machen lassen,
das kostet mich erstmal ne schmale Mark und ich kann mit dem drechseln loslegen :mrgreen:

Die Lager scheinen wohl in Ordnung zu sein, ich habe beim einspannen und anwerfen kein Spiel
festgestellt. Und da Sie jetzt auch frisches Fett bekommen haben sind auch sie viel leiser geworden.
Denke mal das das Hauptproblem war/ist das die Bank fast 30 Jahre unbenutzt in einem
Lager einer Schreinerei stand, und dort total eingestaubt wurde.

Wäre noch das Problem mit Reitstock und Spindel, da muss ich nochmal überlegen wie ich da
vorgehe, da ich diese Kosten nicht einschätzen kann.
Vielleicht kann mir mein Kollege auch etwas drehen :?? , mal schauen was er sagt, und wie es
ggf. dann auch hinterher funktioniert :re:

Ich muss ja auch meine liebe Ehefrau mit einplanen. Es ist ja halt immer ein "Nehmen und Geben"
:?oh
Wenn ich alles sofort mache, steigt Sie mir hinterher noch aufs Dach und das will ich ja auch nicht :-A

Aber wie heißt es doch so schön: Kommt Zeit Kommt Rat, Kommt Tat.
Auf jedenfall werde ich ganz bestimmt noch die ein oder andere Frage, Anregung oder Hilfestellung
haben, bzw. brauchen.

Vielen Dank nochmals Euch allen

Gruß
Benni

beross
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Beitrag von beross » 05.02.2014 - 11:05:07

Hallo zusammen,
nach und nach kommen doch noch ein paar Fragen bzw. Probleme auf :-(

Also die Riemenscheiben sind in der mache, aber wenn ich diese wechseln möchte muss ich ja die
alte Welle ausbauen um die Scheiben aufzusetzen, nun meine Fragen, machen das die Lager mit oder
brauche ich dann ggf. neue Lager?
Des weiteren, bleibt immer noch das Problem mit der Pinole, also es ist in der Pinole ein 18,5er
Innengewinde , die 0,5 mm kommen vermutlich durch Abnutzung, oder?!?
Mein Kollege sagte ich solle erst mal schauen ob es nicht einen Adapter dafür gibt, um eine drehende Spitze einzusetzen,
er könnte zwar einen Adapter drehen, das wäre aber wohl etwas schwieriger da
er den Konus für die Spitze dann exakt anpassen muss damit kein Spiel entsteht.
Wenn es so Adapter gibt, wo könnte ich diese käuflich erwerben, weiß jemand Rat?

Weiterhin habe ich bezüglich des Gewindes an der Spindel noch ein Problem, also ich habe nun
mehrfach gemessen, es sind und bleiben 34,5mm Außengewinde und 18,8mm Innengewinde.
War das mal ein Standardgewinde? Oder ist das Hersteller spezifisch gewesen?
Wäre es riskant das Gewinde auf 33mm nachzuschneiden?

@ Reinhold-S Was meinst Du Damit?

"Viertens Spindelstock. Ein modernes Futter mit M33 passt da kaum drauf. Es fehlt der Zentrierbund. Du wirst das neue Futter nicht bis zum Anschlag aufschrauben können. "

Vielen Dank schon mal im voraus

Grüsse
Benni

Drehspan
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Beitrag von Drehspan » 05.02.2014 - 12:48:22

Hallo beross
Mein Kollege sagte ich solle erst mal schauen ob es nicht einen Adapter dafür gibt, um eine drehende Spitze einzusetzen,
er könnte zwar einen Adapter drehen, das wäre aber wohl etwas schwieriger da
er den Konus für die Spitze dann exakt anpassen muss damit kein Spiel entsteht.
Wer weiß was der so dreht. :?? :?oh
Schick den kompletten Reitstock her, ich mache Dir ne neue Pinole mit Mk.

Gruß
Drehspan
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