Hat jemand sowas in Gebrauch Ausdrehwerkzeug für Handauflage

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Mc_Diver
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Hat jemand sowas in Gebrauch Ausdrehwerkzeug für Handauflage

Beitrag von Mc_Diver » 14.11.2017 - 14:19:27

Hallo Zusammen,

ich drechsle ja noch nicht lange und bis jetzt hat mein "Revolution Tool Mini" immer gereicht.
Leider bin ich gestern damit bei einer etwas größeren Vase an seine Grenzen gekommen.
Bei der Suche nach einem etwas massiveren Werkzeug bin ich über folgendes gestolpert:

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Hat jemand von Euch sowas in Gebrauch?

Eine entsprechende Handauflage wäre schnell gebaut zu Versuchszwecken.
Und eine entsprechender "Klingenhalter" für das Revolution Tool ist auch leicht aus einem 15 Vierkant zu machen.

Bin gespannt auf Eure Erfahrungsberichte.

Vorab schon vielen Dank!

Gruß!

Matthias

Mc_Diver
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Beitrag von Mc_Diver » 16.11.2017 - 18:52:10

Nachdem scheinbar keiner Erfahrungen mit dem Gerät hat (oder diese nicht teilen will), habe ich mir heute schonmal die erste Hälfte dafür selber gebaut.

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Wenn es mir zeitlich ausgeht mache ich mir morgen die Handauflage.
Danach wird getestet.


*edit by Raupenzwerg

Mc_Diver
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Beitrag von Mc_Diver » 17.11.2017 - 17:42:38

Auch wenn das Interesse gegen null geht, hier das fertige Gerät:
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Funktioniert tadellos und das erste Werkstück ist auch schon gefertigt.
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Roosenholz
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Beitrag von Roosenholz » 17.11.2017 - 18:07:15

Hallo Mathhias
Wir benutzen den Sorby
Ich habe auch schon mit einer Auflage geliebäugelt. Zum Sorby gibt es zwar eine zusätzlich erhältliche Handstütze, damit das Teil nicht verkantet, aber damit werde ich nicht warm, es ist mir zu weit hinten.

Der Sorby ist zwar ideal für bauchige Vasen, allerdings muss ich den Winkel jeweils etwas anpassen. Also mal die rechte Hand tiefer oder höher legen. Auch neigt das Teil dazu sich zu drehen. Es ist lang, schwer und somit eigentlich ideal. Allerdings ist es eine mächtige Waffe. Die Späne fliegen ausgesprochen dick. Bis jetzt konnte ich es allerdings immer noch beherrschen, jedoch mein Mann mag es gar nicht.
Da ich gerne breite Ränder mache, benutze ich es doch recht oft. Vorsicht bei nassem Holz, dann verstopft es schnell.

Inwieweit meine Erfahrungen bei dir zutreffen weiss ich nicht. Aber ich würde gerne von dir hören, wie du mit deinem Teil und deiner Auflage zurechtkommst und was deine Erfahrungen sind.
Gruss von Jacqueline

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Beitrag von robs#97 » 17.11.2017 - 18:11:07

Interesse geht bestimmt nicht gegen Null, wenn aber niemand so ein Werkzeug im Einsatz hat, was soll man dazu schreiben ??
Da Du jetzt den Vorreiter gespielt hast , kann man auch ein Lob aussprechen und Dir zu der anscheinend gut funktionierenden Auflage gratulieren.
Vorher wären Lorbeeren nicht angebracht gewesen ;-) die könnten hinterher bitter schmecken :-L

Gruß Robert

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GentleTurn
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Beitrag von GentleTurn » 17.11.2017 - 21:00:57

Mc_Diver hat geschrieben:Funktioniert tadellos und das erste Werkstück ist auch schon gefertigt.
Doch, es gibt MitleserInnen, die gespannt sind. Nur Geduld. :-)
Verständnisfrage: Ist der Vierkant des Werkzeuges leicht aber passendd im Halter geführt?
Oder ist der festgeklemmt und Du bewegst das Banjo? Was ich jetzt nicht bevorzugen würde.
Erzähl mal, bitte.
Liebe Grüße, Martin.

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Beitrag von oldman » 17.11.2017 - 21:26:11

Hallo,

da werden doch diese Linearführungen verwendet, wie sie Ändu z.B. bei seinem Pitbull einsetzt und damit Riesenteile fertigt. Diese Linearführungen erscheinen mir stabiler und würden, wenn denn Bedarf wäre, von mir verwendet werden.

Gruß
Achim
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Beitrag von Mc_Diver » 17.11.2017 - 22:31:26

Guten Abend ZUsammen,

@Roosenholz: den Sorby habe ich mir auch schon angesehen, da ich aber nicht wusste wie ich damit zurecht komme wollte ich nicht so viel Geld ausgeben ohne diesen zu testen.

Vom Crown Revolution hatte ich ja schon den Mini, hier aber nochmal einen in Groß zu Kaufen war mir irgendwie auch nicht ganz recht.


@Gentle Turn: Ja der Vierkant ist mit Minimalem Abstand (ein Blatt Papier) in der "Handauflage" geführt und darin frei verschiebbar.
Somit sind 2 der 5 Bewegungsachsen still gelegt.
Das macht es mir als Anfänger deutlich einfacher.
Mit dem Revolution-Mini komme ich zwar gut zurrecht, aber ich wollte dann doch auch mal tiefer rein und da wird dann der Hebel schon seht kurz.
Jetzt habe ich immer den selben Schnittwinkel und das Werkzeug ist einfach zu führen. Das erleichtert mir das Arbeiten enorm und gibt ein sicheres Gefühl.
Gerade als Anfänger wollte ich nicht mit einem Haken arbeiten (wenn ich es auch nur bewundern kann mit welchem Geschick die Profis diesen führen).

@Achim: Linearführungen lassen sich doch nur in eine Richtung verschieben.
Also bräuchte ich für die Bewegungsfeiheit die ich möchte 2 Führungen im 90° Winkel und eine Drehscheibe auf welcher beide gelagert sind.
Das wäre natürlich deutlich stabiler aber auch ein Riesen Aufwand.
Aber über Stabilität mache ich mit keine Gedanken. Denn meine Möglichkeiten auf der Holzmann 460 sind begrentz :-L .

Ich werde weiter testen und später dann wieder berichten.

Schönen Abend und gute Nacht!

Matthias

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Beitrag von oldman » 17.11.2017 - 22:50:10

Mc_Diver hat geschrieben:
@Achim:........................................ Linearführungen lassen sich doch nur in eine Richtung verschieben.
..........................................
Ist ja so richtig. Aber diese Führung ist im Betrieb um 360° drehbar. Und wenn ein Standpunkt nicht ausreicht, wird die Handauflage nachgestellt. Was Du sicher auch machen mußt.
Es sollte aber nur ein Hinweis für ein sichereres Verfahren sein. Und keiner muß müssen.

Gruß
Achim
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Beitrag von GentleTurn » 18.11.2017 - 14:23:23

Moin,

Tim gehört wegen seiner Art und Fachkenntnis zu einem meiner Lieblingsdrechsler, denen ich auf YouTube folge. Vor einiger Zeit stellte er ein Werkzeugzusatz vor, der zum Thema hier passt. Das Prinzip ist gut, das mit dem Laser kenne ich schon ein paar Jahre, ist nichts neues. Nutzen andere Drechsler von Hohlgefässen auch. Für den Anfang kann das aber auch erst einmal entfallen.

Logischerweise in englischer Sprache - allerdings sehr verständlich. Hier der Link:
https://www.youtube.com/watch?v=xeuia4pwec0

Es wird aber auch ohne Verstehen der Sprache genug gezeigt, dass man das ggf. für sich bauen kann.
Liebe Grüße, Martin.

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Beitrag von oldy-2913 » 18.11.2017 - 17:11:54

Moin Mc_D
Ich bin 2009 als überzeugter "Metaller" in dieses Forum geschneit und wollte damals auch
die Drechselwelt verändern ... :re:

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Meine damaligen Arbeiten bestanden überwiegend aus Garten-Deko:

viewtopic.php?t=16275&highlight=

Und weil mich niemand verstanden hat, bin ich zum Exzentriker geworden ...

viewtopic.php?t=47267&highlight= ... :mrgreen:

Gruß Wolf ... :prost:

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Beitrag von Mc_Diver » 18.11.2017 - 18:46:31

@ Martin: danke fürs Video. Sehr interessant. Leider fehlte mir für diese Lösung die Länge der Drechselbank. Vielleicht erweitere ich mein Werkzeug ja auch noch um einen Laser :-L

@ Wolf:. Schön gemacht. Metaller bin ich leider keiner. Ich sitz im Büro.Aber ein wenig kann ich mir schon helfen mit dem Werkzeug in der Firma.
Die Exzentrische Aufspannvorrichtung ist auch sehr interessant.

Gluehstrumpf
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Beitrag von Gluehstrumpf » 19.11.2017 - 09:15:25

ich hab mir das da gebastelt: Mit dem Werkzeug konnte ich auf der Hager 49 ein paar Vasen mit 45cm tiefen Innenraum herstellen.
War aber grenzwertig. 40cm würde ich als das normal verträgliche beschreiben.
In der Vase ist das gekröpfte Handauflagenteil um den Überhang des Ausdrehwerkzeugs so gering wie möglich zu haben.

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Gruß Rudi




*edit by Raupenzwerg
Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.

Albert Einstein

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Beitrag von UriStefan » 22.12.2017 - 10:01:08

Hallo,

irgendwie ist dieser Thread an mir vorbeigegangen. Sehr interessant.
Ich habe mir auch ein Aushöhlwerkzeug selber gebaut, allerdings komplett, bin auch Hobbymetaller mit kleiner Metallwerkstatt. Mich haben daher immer die Beiträge von Fritz-rs fasziniert und inspiriert. Er hatte Tassenstähle benutzt, die er selber hergestellt hat. Das wollte ich an einem Wochenende auch mal probieren, hat 100prozentig geklappt und die sind so scharf, haben eine hohe Standzeit und lassen sich einfachst an der Läppscheibe schärfen, nachdem man sie auch noch einmal weiterdrehen kann.
Bisher habe ich nur einen geraden Halter dafür, muß mir noch einen geschwungenen Halter machen, um hinterschneiden zu können. So aggressiv angestellt wie in den Halterungen kann ich den von Hand auch nicht halten, da hat mich der einfache "Ellbogen" (danke Glühstrumpf) auch schon wieder inspiriert!
Das tolle an so scharfem Werkzeug ist, daß man schneidend ganz saubere Oberflächen hinbekommt. Bei tiefen Aushöhlen wird aber kaum jemand sauber schneiden, oder? Ist das nicht mehr oder weniger Schaben, weil man die Schneide ja nicht angestellt bekommt? Wie werden die Oberflächen mit so einem geführten Tool?

Gruß

Stefan

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