Bitte um Rat und Hilfe - wie Dosen-Innenboden glätten?

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VeKiBö
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Bitte um Rat und Hilfe - wie Dosen-Innenboden glätten?

Beitrag von VeKiBö » 16.11.2018 - 12:50:34

Hallo,

kürzlich bekam ich ein Stück Fichtenbalken geschenkt, aus dem ich eine Dose gedrechselt habe... fast fertig.

Nur innen der Boden will nicht gelingen :-( .

Ich bitte daher um Rat und Tipps, wie und womit ich ihn glatt bekommen kann.

Herzliche Grüße

Vera

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torte26
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Beitrag von torte26 » 16.11.2018 - 13:32:15

Hallo Vera,

Fichte ist nicht so einfach. Das geht nur mit ganz scharfem Werkzeug.
Hast du es schon mit einem flachen Schaber versucht? Mit nur minimaler Spamabnahme.

Ansonsten hilft mühseliges schleifen ab P60 oder P80

Gruß aus Thüringen
Dorit

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Peter Gwiasda
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Beitrag von Peter Gwiasda » 16.11.2018 - 17:38:53

Hallo Vera,

auch ein scharfer Schaber führt bei Fichtenholz nicht zu einem guten Ergebnis. Nur der Einsatz eines Hakens verspricht eine gute Oberfläche des Bodens.

Schleifmittel der Körnung 60 oder 80 verschlimmern nur den Zustand.

Grüße von Peter Gwiasda
Wie tröstlich, dass auch unsere Erde nicht wirklich rund ist.

Zörndlein Josef Artur
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Schleifmittel reduzieren

Beitrag von Zörndlein Josef Artur » 17.11.2018 - 02:27:22

Hallo Vera,
beginne bei Kiefer, Föhre, mit der Körnung 60. Danach mit der 120-er. Wenn Du dann die Riefen nicht mehr beseitigen kannst und Dein Schleifelement zugeschmiert ist, brauchtst Du einen Kunststoff, zum Beispiel einen , wecher Deine Schleifscheibe wieder vom Alltlaststaub befreit.
Dazu musst Du eine Termoplast-Scheibe auf dein Schleifmittel halten und die Rückstände entfernen.

Dazu git es verschiedene Schuhsolen, Gummies, oder einfach nur Termo-plaste , von verschiedenen recycelten Kunststoffdeckeln.

Das heißt: Mit weichen Kunststoffen können wir unsere Schleifeinrichtungen wieder, einigermaßen verjüngen, denn sie ziehen die vorhandenen Verschmutzungen aus den bereits bestehenden
Schleifpapierverunreinigungen heraus.

Also, auspropieren

Mit motivierenden Grüßen
Zörndlein Josef Artur

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Tüftler
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Beitrag von Tüftler » 17.11.2018 - 13:03:14

Hallo Vera,

Wenn ich Nadelholz drechsle, verwende ich gerne meine runde Wendeschneidplatte für Buntmetalle. Diese ist sehr scharf und ich lasse sie nur mit sehr wenig Druck über das Holz laufen. Danach schleifen, bis es schön glatt ist.
Bei mir hat es bis jetzt immer geklappt.

Gruß,
Tüftler
Nur wenn man die Kritik anderer akzeptiert, kann man lernen und besser werden!

Brennholzveredler
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Beitrag von Brennholzveredler » 17.11.2018 - 16:58:31

Mein Rat: hör auf Peter!
Meint ein leidgeprüfter
Herbert, der Brennholzveredler
Ich drechsle, also bin ich.

Zörndlein Josef Artur
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Anfertigung von Kiefern- oder Föhrenschalen

Beitrag von Zörndlein Josef Artur » 17.11.2018 - 22:45:49

Hallo Kolleginnen und Kollegen,
hier ein kurzer Nachtrag zum Werkzeug, zur Anfertigung von Schalen aus Kiefer / Föhre.
Meine Schalenröhre hat eine Breite von 28 mm. Sie ist gerundet und im "Fingernagelschliff" ausgeführt.
Der Anschliffwinkel ist ca. 20 Grad. Damit sind Kiefer / Föhre sowohl im Schaleninneren als auch an den Wandungen, leicht und ohne Materialausbrüche ausdrehbar.
Dazu einige Bilder.
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Das Werkzeug wird "händisch" nachgeschliffen mit einem Schleifstein. Dabei wird nur der untere Teil der Röhre mit dem Stein nachbearbeitet.
Wie gesagt, nichts Neues.

Mit aufmunternden Grüßen
Zörndlein Josef Artur

pickhanhaken
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Wirklich

Beitrag von pickhanhaken » 18.11.2018 - 08:09:15

Hallo Zörndlein Josef Artur,

bist Du Dir sicher das das ne Schalenröhre ist? Für mich sieht die eher aus als eine Spindelröhre bzw. Fast schon eine Schruppröhre. Nichts dagegen wenn Du die einsetzt und Erfolg hast aber die einem Anfänger zu empfehlen halte ich nicht für so gut.
Das ist meine persönliche Meinung.

Gruss
Andreas

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Eisbär
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Beitrag von Eisbär » 18.11.2018 - 11:46:09

Hallo,

also wenn mir jemand in einer Werkstatt dieses obige Tool zeigen würde und mir erklären würde, daß er damit Schalenböden im Fichtenholz sauber schneidet, würde ich äugisch versuchen die versteckte Kamera zu entdecken. :mrgreen:

:prost:

Josef
Der Eisbär Bild

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Erick
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Beitrag von Erick » 18.11.2018 - 14:29:36

Hallo
Nach meiner Meinung handelt es sich bei der hier gezeigten Röhre um eine flache Formröhre.
Ich kenne Drechsler die mit so einer Röhre Schalen oder Teller drechseln können.
Für das ober gezeigte Werkstück erscheint mir diese Röhre ungeeignet, weil in dem engen, tiefen Innenraum die Fase nicht anliegen kann.
Gruß Erick
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VeKiBö
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Beitrag von VeKiBö » 18.11.2018 - 16:45:41

Hallo, liebe Drechselbegeisterte,

zunächst einmal herzlichen Dank für die Tipps :prost: und dazu eine erste Rückmeldung...

Weder Haken noch Ring habe ich zur Verfügung und beide traue ich mir auch nach allem, was ich darüber gelesen habe, bei der dünnen Wand und dem doch schon recht tiefen Boden (noch) nicht zu.

Auch einen Schaber habe ich bisher nicht gekauft. Ich habe ein Ausdreheisen von Jockel Mader, mit dem ich da unten aber auch nicht so recht erfolgreich war. Und bei meiner Schalenröhre kann ich, wie Erick das ja auch schon geschrieben hat, die Phase da unten nicht mehr anlegen.

Geschliffen habe ich schon mehrmals ab Korn 60, damit gehen weder die Querstreifen noch die tieferen Ausrisse weg.

Bleibt dann nur der Weg ins Brennholz :heul ?

Betrübte Grüße
Vera

Ambros-Fan
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Beitrag von Ambros-Fan » 18.11.2018 - 17:30:34

Hallo Vera,

nicht wegschmeißen, leg die Vase beiseite, lass Dir bei einem Kollegen zeigen wie Du mit Ringeisen oder Haken arbeiten kannst und wenn der Boden noch dick genug ist und sich nacharbeiten lässt, kannst DuSie später fertig drehen.
Solltest Du solche Projekte öfter machen brauchst Du über kurz oder lang eh so ein Werkzeug.

Gruß
Armin

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Beitrag von oldy-2913 » 18.11.2018 - 17:49:49

Moin Vera
Ich würde wie folgt vorgehen:

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Den Boden hiermit satt einstreichen und 24 h ruhen lassen.

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Dieses Teil in eine Handbohrmaschine spannen und den Boden bei langsam laufender Drehbank
gegenläufig schleifen, dh. den Schleifpatt nicht plan aufsetzen, sondern etwas ankanten,
so daß du nur links vom Mittelpunkt des Boden schleifst.

Viel Erfolg, Gruß Wolf

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VeKiBö
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Beitrag von VeKiBö » 25.11.2018 - 20:32:12

Hallo, liebe Drechselbegeisterte,

nach den vielen guten Tipps habe ich doch nochmal einen Versuch mit Bordmitteln gestartet. Mit dem Ergebnis bin ich jetzt ganz gut zufrieden.
Besser geht immer...und akzeptieren der eigenen Fertigkeiten ist ein guter Zwischenschritt.

Herzliche Grüße

Vera

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Siegi
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Beitrag von Siegi » 25.11.2018 - 21:10:25

Hallo Vera,

Du hast dir aber auch mit der Leimfuge des KVHs Die ungünstigste Stelle für deinen Boden ausgesucht.

Gruß Siegi

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Beitrag von VeKiBö » 25.11.2018 - 21:21:06

Hallo Siegi,

das läuft manchmal nach dem Motto „Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht!“
:evel

Herzliche Grüße

Vera

Brennholzveredler
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Beitrag von Brennholzveredler » 25.11.2018 - 22:05:40

. . . hast recht - - - einfach kann Jeder!
Meint
Herbert, der Brennholzveredler
Ich drechsle, also bin ich.

Grissianer
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Beitrag von Grissianer » 25.11.2018 - 23:42:50

Hallo
Hast recht.
einfach kann Jeder!
Aber bei deiner Dose sehe ich auch ausen noch Entwiklungpotenzial.
Gruß
Anselm
Was ich mir nicht zutraue werde ich niemals lernen!!

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SteffenM
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Beitrag von SteffenM » 26.11.2018 - 01:07:32

Guten Morgen Vera,

beim Bild deiner Dose habe ich mich gefragt, warum du dir über das Aussehen des Inneren einen Kopf machst. Mit der von außen deutlich sichtbaren Verleimung wird das gute Stück wohl nie mehr als ein reines Übungsstück bleiben. Aber auch sowas ist ja wichtig und die erkennbaren Drechselfehler erinnern mich sehr an meine Fichtenschale. :-L

Ich wünsche dir schöneres Holz und gutes Gelingen!
Steffen

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