Fragen zu CBN-Scheiben ...

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Joker
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Fragen zu CBN-Scheiben ...

Beitrag von Joker » 25.12.2022 - 16:30:58

Zum Schleifen mit CBN-Scheiben gibt es unterschiedliche Empfehlungen, z.B. rät der Händler, bei welchem ich die Scheiben K360 (fein) und K150 (Standard) gekauft hatte, die K360-Scheibe mit eben dieser feinen Körnung NUR zum Nassschleifen zu verwenden, da sich die Oberfläche andernfalls zusetzen werde. Für die Standardkörnung wird auch hier Trockenschliff empohlen.

Andere Händler empfehlen für alle dieser CBN-Scheiben den Trockenschliff, also auch für jene mit feiner Körnung.
Was ist denn nun besser oder richtig?

In diesem Zusammenhang:
Hat jemand ein "Rezept" zur eigenen Herstellung von Rostschutz-/Korrosionsschutzmittel zur Hand, das man ersatzweise beim Nasschleifen mit Diamant- oder CBN-Scheiben verwenden kann?


Weihnachtliche Grüße bei 13°C aus Mannheim
Frank
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Re: Fragen zu CBN-Scheiben ...

Beitrag von Max Schreiegg » 27.12.2022 - 20:40:50

Hallo Frank,

ich kann Dir nicht mit eigener Erfahrung in Bezug auf CBN dienen. Was den Korrosionsschutz betrifft: Falls Dir das nicht zu viel Sauerei ist, würde ich mich nach einem Schleiföl umsehen, das auch in der industriellen Fertigung eingesetzt wird. Meines Wissens gibt es da eine recht große Bandbreite an Viskositäten und auch Produkte, die hautfreundlich sind. Falls Du jemand kennst, der in der Branche (Maschinenbau, Messezeugherstellung, usw.) tätig ist, dann frag doch mal da nach.

Was man testen könnte: dünnflüssiges Paraffinöl; Abreinigung über einen Magnet in der Schale oder/und periodisches Filtern mit Küchenkrepp oder einem Kaffeefilter. Ich habe aber keine Ahnung, ob das wie gewünscht funktioniert.

Gruß
Max

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SteffenM
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Es geht auch trocken.

Beitrag von SteffenM » 27.12.2022 - 21:55:59

Guten Abend Frank,

ich habe eine CBN Korn 600 und nutze die ausschließlich trocken. Die Scheibe fühlt sich nicht mehr so rau an wie zu Beginn, schärft meine Werkzeuge aber nach wie vor schnell und völlig zufriedenstellend.

Mit Wasser oder Öl wäre die Haltbarkeit der Scheibe wahrscheinlich höher und die Schneide noch besser, aber eigentlich schärft man ja mit CBN, um auf dieses Gepansche verzichten zu können. Vielleicht ist der Rat des Herstellers ja eher an Schärfdienste gerichtet als an den sporadischen Hobbynutzer?

Schöne Grüße!
Steffen

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Re: Fragen zu CBN-Scheiben ...

Beitrag von Buddeline » 27.12.2022 - 22:02:22

Nabend!

Wir haben nun schon ne ganze Weile ( bestimmt 2Jahre) ne CBN auf unserer Tormek. Wir lassen die Scheibe in Wasser laufen, so wird der Metallschleifstaub im Wasser gesammelt und bei dem Magneten. Die Wasserschale wird nur bei Benutzung hochgefahren und auch regelmäßig gereinigt. Die CBN Scheibe ist also nicht dauerhaft dem Wasser und den rostenden Metallspänen ausgesetzt.


Aber was soll an der CBN Scheibe ansich eigentlich korridieren, wenn nur das Wasser drüberläuft?
Der Grundkörper ist Alu.

Unsere Scheibe weist keinerlei Roststellen auf. Dies noch als Antwort zu deiner Frage.

Grüße
Katharina

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Re: Fragen zu CBN-Scheiben ...

Beitrag von happyhappy » 27.12.2022 - 23:08:28

Ich verwende dafuer einen biologischen Fensterreiniger - eigentlich ueberwiegend wenn ich Hobeleisen auf der Diamantplatte schaerfe, aber gelegentlich auch auf der CBN Scheibe fuer die Drechseleisen…
Gruss
Florian

Joker
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Re: Fragen zu CBN-Scheiben ...

Beitrag von Joker » 28.12.2022 - 21:34:48

Guten Abend und herzlichen Dank euch allen für die Tipps und die Schilderungen eurer Erfahrungen.

Werde versuchen mal jeden einzelnen Vorschlag zu beherzigen (komme ja jetzt kaum noch zum Drechseln vor lauter Schleifen :-) )

Viele Grüße
Frank
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Re: Fragen zu CBN-Scheiben ...

Beitrag von BowedHolz » 09.01.2023 - 10:24:27

Hallo zusammen,

in dem Zusammenhang und da ich nicht unbedingt ein neues Thema starten möchte, habe ich auch noch folgende Frage zu CBN Scheiben.

Habe die Standardscheibe in K150 bestellt für meine DML 200 (Langsamläufer) und empfinde diese als relative rau - KSchulte empfiehlt diese als universal Scheibe, da man mit ihr auch mal ein Eisen zügig umschleifen kann...

Dennoch frage ich mich, ob es nicht besser wäre auf die mittlere mit K180 umzusteigen - wie ist der Unterschied hier? Ist diese wesentlich feiner und kann man damit auch mal ein Werkzeug umschleifen - ist diese vielleicht der bessere Kompromis?

Oder macht es Sinn die ganz feine mit Korn 360 zusätzlich zu beschaffen und erst grob mit K150 in Form bringen und dann immer fein mit K360 zu schärfen?

(So ähnlich macht es wohl auch das Drechselzenrum Neckarsteinach - allerdings den Feinschliff mit einer Tormek - ich will aber nicht noch extra eine Tormek bzw. Nassschleifmaschine anschaffen...)

Was meint Ihr?

Bei K150 bleiben?
Auf K180 umsteigen? oder:
bei K150 bleiben und K360 Scheibe zusätzlich?

Besten Dank vorab

Thomas

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Re: Fragen zu CBN-Scheiben ...

Beitrag von Jurriaan » 09.01.2023 - 11:06:36

wie neu ist die Scheibe? Vielleicht ist sie nach einige Zeit schon ein bisschen weniger rau?
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Re: Fragen zu CBN-Scheiben ...

Beitrag von Heri » 09.01.2023 - 12:55:01

Hallo,
habe auf meiner Creusen einen Langsanläufer eine 80 er und eine 180 er Scheibe seit 8 Jahren montiert.
Das hat mir die Fa. Magma damals empfohlen und bin nach wie vor sehr zufrieden.
Wollte mir auch feinere Körnung kaufen, bin froh, daß ich auf die Fa. Magma gehört habe.
Die Scheiben werden mit der Zeit schon stumpfer, schleife alles darauf, meine HSS Drehstähle und Bohrer für die Metallbearbeitung.

LG
Heribert
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Re: Fragen zu CBN-Scheiben ...

Beitrag von SteffenM » 09.01.2023 - 17:46:20

BowedHolz hat geschrieben:
09.01.2023 - 10:24:27
Was meint Ihr?
Bei K150 bleiben?
Auf K180 umsteigen? oder:
bei K150 bleiben und K360 Scheibe zusätzlich?
Hallo Thomas,

da man öfter schärft als umschleift, würde ich definitiv die feinere Körnung nehmen. Der Schritt von 150 auf 180 ist allerdings so klein, dass er wahrscheinlich gar nicht auffällt. Da du die 150er Scheibe hast, wäre nun die Frage, ob dir das Schärfergebnis ausreicht. Wenn ja, kannst du das Geld auch für andere Sachen ausgeben. Wenn nicht, könntest du auf die 360er Scheibe umsteigen und die 150er nur zum Umschleifen auspacken.

Da ich nur die (für alleinige Anwendung zu) feine 600er Scheibe habe, nutze ich für grobe Sachen den Tellerschleifer, an dem ich allerdings freihand arbeiten muss. Vielleicht ersetze ich die Abziehscheibe meines Nasschleifers irgendwann mal durch eine 80er oder 150er Scheibe, damit ich dann auf beiden Seiten mit der Tormek-Ausrüstung dieselbe Geometrie erreiche. Aber das wäre dann ein klassischer Fall von Hobby: Viel Geld für Dinge ausgeben, die ich eigentlich gar nicht brauche. :-)

Also überlege dir, was du eigentlich willst: Scharfe Eisen oder den Sammeltrieb befriedigen?

Schöne Grüße!
Steffen

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Re: Fragen zu CBN-Scheiben ...

Beitrag von YoGie » 09.01.2023 - 18:24:35

Hallo,

zusätzlich ist zu beachten, dass es bezogen auf das Schliffbild nicht nur auf die Körnung, sondern mindestens auch auf die Schnittgeschwindigkeit ankommt (-> Durchmesser der Scheibe, Drehzahl, bspw. Schnellläufer, Langsamläufer, Nassschleifer).
Deshalb können unterschiedliche Empfehlungen durchaus alle "richtig" sein.
Das habe ich letztens wieder sehr anschaulich gemerkt, als ich einen Flachstahl mit einer 60er Schruppscheibe mit der Flex bearbeitet hatte - von Planheit natürlich weit entfernt, aber spiegeln kann man sich darin.
Ich habe die 150er CBN in 200mm und lasse sie auf meiner MIDI mit 1500min-1 laufen. Das Ergebnis ist für meine Belange zufriedenstellend. Lediglich die Meißel - und wenn ich Lust habe, auch die Röhren - ziehe ich zusätzlich noch auf Wassersteinen händisch ab.

Gut Holz

Johannes

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Re: Fragen zu CBN-Scheiben ...

Beitrag von seschmi » 09.01.2023 - 20:47:03

Hallo Thomas,

sind die mit der Scheibe geschliffenen Eisen denn scharf? Das merkt man ja beim Drechseln, und darauf kommt es ja an.

Ich fand meine CBN-Scheibe am Anfang auch etwas grob beim Anfassen, aber die Eisen sind scharf, also ist alles okay. Sie kommt einem dann nach einiger Zeit auch feiner vor.

Grüße,

Sebastian

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Re: Fragen zu CBN-Scheiben ...

Beitrag von BowedHolz » 10.01.2023 - 10:50:40

...herzlichen Dank für Eure Erfahrungen und Rückmeldungen.
Ich denke, ich werde die K150 Scheibe behalten und evtl. später noch die 360er dazu nehmen, um die Schärfe noch etwas zu verbessern...

Die momentane Schärfe ist auf jeden Fall erstmal ok - die Oberfläche der Werkstücke ist noch etwas rau, aber das kann natürlich auch an meinen noch ausbaufähigen Drechsel-Fähigkeiten liegen...

Danke nochmals

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