Überarbeitung einer VEB Olbernhau/Kreher

Restauration alter Maschinen in Wort und Bild

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Fuegen
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Überarbeitung einer VEB Olbernhau/Kreher

Beitrag von Fuegen » 22.08.2018 - 15:51:13

Hallo Drechsler und Alteisen-Liebhaber,

ergänzend zu meinem Entscheidungs-Thread viewtopic.php?t=50674 möchte ich nun ein eigenes Thema zu den Fragen rund um die Überarbeitung meiner VEB Olbernhauer aufmachen...
Auch wenn die Bank "erst" BJ 1970 ist, werde ich hoffentlich nicht aus der Ü50-Gruppe verstoßen. ;-)


Die Bank stand lange Zeit ungeschützt und hat neben reichlich Dreck auch ordentlich Korrosion erhalten.
Mein aktueller Plan sieht vor die Maschine in ihrer Funktion und Genauigkeit wieder vollständig herzustellen. Die blanken Metallteile sollen ordentlich gereinigt werden, da ich sie ja doch viel anfasse...
Der gealterte (originale) Lackanstrich soll aber erstmal nur gereinigt und so erhalten bleiben. Eventuell bekommt sie später einen neuen Anstrich.
Ein FU ist angedacht, wird aber erst nach fertiggestellter Maschine entschieden.

Bisher habe ich den Reitstock komplett zerlegt, gereinigt, geschmiert und wieder zusammengebaut.
Ebenso die Handauflage. Um die Elektrik muss ich mich noch kümmern bzw. mir helfen lassen...

Das Nächste ist nun den Spindelstock.
Die Spindel hat rundum ein leichtes radiales Spiel.
Wie gehe ich bei der Zerlegung und dem Einbau neuer Lager am Besten vor? Ich habe zwar schon zig Fahrradlager aller Art getauscht, aber ob mir das hilft?!
Welche Lager benötige ich?

Vielen Dank für Eure Hilfe und schöne Grüße aus Potsdam,
Max

Die Aufgabe:
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Reitstock fertig:
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Die nächste Aufgabe:
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Thomas B.
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Beitrag von Thomas B. » 22.08.2018 - 15:59:48

Hallo Max,

bei der Kreher sind 2 ganz normale handelsübliche Rillenkugellager verbaut.

Vorne ein offenes 6208 und hinten ein geschlossenes 6307 - ich würde an deiner Stelle
jeweils die Version geschlossen mit Gummidichtlippen verwenden - wäre dann der Zusatz 2RS hinter der Lagernummer.
Du solltest darauf achten, Markenware wie FAG, SKF, NTN, ... zu verwenden - die Lager kosten eh
nicht die Welt und einen Lagerwechsel macht man nicht alle Tage.

Gruß
Thomas

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Thomas B.
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Beitrag von Thomas B. » 22.08.2018 - 16:10:45

... ganz grob wegen Ausbau der Lager.

Anschlag/Widerlager und Riemenscheibe der Spindel abbauen und die Abdeckscheiben hinten und vorne mit Hakenschlüssel rausdrehen - dabei kommt die Welle schon ein Stück raus.
Dann das Widerlager wieder auf die beiden Rundstähle schrauben.
Mittig in dem Teil ist ein M-16-Gewinde - damit kann die Spindelwelle mit einer Gewindestange nach vorne raus ausgepresst werden.
Das vordere Lager kommt mit raus - ist fest auf der Welle verschraubt.
Das hintere Lager kann dann vorsichtig durch das Spindelloch nach hinten rausgeklopft werden.

Gruß
Thomas

Fuegen
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Beitrag von Fuegen » 22.08.2018 - 16:13:52

Hallo Thomas,

vielen Dank für deine Antwort!
Die Lager (SKF) werde ich bestellen und auch die Version mit Dichtlippe nehemn.
Werden dann die "Öler" an der Bank somit funktionslos?

Da Du dich mit der Bank auszukennen scheinst:
Wie gehe ich am besten vor (möchte immer lieber vorher wissen was mich erwartet)?
Riemenscheibe entfernen, die Stirnlochscheibe am Spindelgewinde lösen und dann?
Muss ich die Lager ausdrücken und die neuen entsprechend wieder einpressen?

Schöne Grüße,
Max

P.s.: Danke, Posting hat sich überschnitten... :prost: :-L
P.P.s.: Was/Wo sollte ich beim Wiederzusammenbau Fett angeben?

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Thomas B.
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Beitrag von Thomas B. » 22.08.2018 - 16:40:46

Hallo Max,

ja richtig - die Öler brauchst du nicht mehr.

Ich habe die Teile an meiner Kreher abgebaut und die Löcher vor dem neu lackieren zugespachtelt -
ergibt eine schönere Optik.

Das neue Lager vorne wird vorab auf die Spindelwelle gepresst - lässt sich bis zu dem eigentl. Lagersitz
relativ leicht aufschieben, ggf. die Spindelwelle ins Eisfach und/oder mit einem passen Rohr (auf Innenring Lager) vorsichtig aufklopfen - besser wäre natürlich pressen. Hinter das Lager kommt dann eine Verschraubung - das vordere Lager ist das Festlager.
Das hintere Lager habe ich beim Lagerwechsel in den Spindelstock eingeplopft mit dem alten Lager als
Zwischenstück - hier sachte rundherum auf den Aussenring klopfen - geht relativ einfach.
Dann die Welle samt vorderem Lager wieder von vorne in den Spindelstock einführen.
Diesmal Einpressen von der Gewindeseite - dazu kann man wieder die beiden Ausleger am Spindelstock
mit Gewindestangen und dem Widerlager nutzen.
Ist jetzt etwas schwierig alles theoretisch zu beschreiben - die Schritte ergeben sich aber nach logischer
Denkweise.

Gruß
Thomas

PS: Fett brauchst du beim Zusammenbau gar nicht ich würde nur WD40 oder ein dünnflüssiges Öl nehmen und die Stellen leicht einölen, wo Lagerringe in ihren Sitz rutschen sollen.
Das einzige Fett ist in den Kugellagern und hier ist eine Dauerfüllung.

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Volker
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Beitrag von Volker » 22.08.2018 - 19:31:34

Hallo Max,

also das ganze hier muss noch 2 Jahre in Quarantäne. Wo kommen wir sonst hin, wenn jeder sein junges Mädchen uns als alte Dame "verkaufen" würde.

Die Admin sollten mal über eine solche Rubrik nachsinnen.

Und Du solltest mal nachsinnen, ob Du Deiner Kreher nicht ein Handrad aus Holz gönnen möchtest.

(Vielleicht etwas größer als das Original)

Gruß

Volker
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Fuegen
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Beitrag von Fuegen » 22.08.2018 - 20:13:09

Hallo,

@ Thomas: Ich danke dir sehr für deine ausführliche Beschreibung. Ich werde mir dran halten und anfangen, sobald die Kugellager ankommen :)

@ Volker:
also das ganze hier muss noch 2 Jahre in Quarantäne. Wo kommen wir sonst hin, wenn jeder sein junges Mädchen uns als alte Dame "verkaufen" würde.
Oh, ich wollte hier niemand zu nahe treten :no
Aber d ja die Drechselbank auch schon zwei Jahre vor 1970 in gleicher Weise gebaut wurde, besteht vielleicht eine Chance auf Gnade ;-)
Welches Handrad meinst Du? Für die Welle (wie heute bei Kreher verbaut) oder das Handrad von der Pinole?

Schöne Grüße,
Max

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Matze
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Beitrag von Matze » 26.08.2018 - 07:38:36

Hallo,
wenn du den Spindelstock schon zerlegst solltest du dir auch über eine Spindelarettierung Gedanken machen
Gruß Matze

eibchen
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Spindelarretierung

Beitrag von eibchen » 26.08.2018 - 23:14:37

Hallo,
mit einem zweiteiligen Klemmring erhält man eine Spindelarretierung, ohne die Spindel zu schwächen bzw. später zu beschädigen.
Mit einem weiteren zweiteiligen Klemmring kann man ein Handrad problemlos montieren.

Gruß aus dem Erzgebirge
Peter/eibchen

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woifi
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Beitrag von woifi » 27.08.2018 - 15:52:25

Das hier ist der Spindelstock meiner alten Dame Kreher, nach der, weil sie komplett
durch Forumsfreunde aufgebaut wurde, ist die Rubrik ü 50 eröffnet worden.
Zum Spindelstock, mit einem original Kreher Gußkasten, gebohrt und gestiftet erhöht,
um 80 MM auf 300mm , neue Welle mit M33 und original Kreher Handrad.
Soweit hat alles Fleming erledigt, bis auf die Arbeiten am Reitstock, das war Helmut W. aus G.
der sie auch von Dresden abgeholt hat und zu Fleming Gloyer in den Harz gebracht hat.
Fleming hat die ganzen Arbeiten am Spindelstock inclusive neuer Welle erledigt
und zwar vom Feinsten. Dann gab es ein Drechslertreffen bei Fleming
und da kam Matzel aus Hamburg dazu, der hat die Elektrik nebst FU auf Vordermann gebracht.
Inzwischen sind Mike Thingey und ich mit einem Transporter von Rosenheim angefahren
gekommen und nach einem wunderbaren Fest ist die alte Dame zu mir getuckelt :maintor1: .
Ich hab nur ein wenig geschliffen und gepinselt und mit gefeiert :prost: :maintor1:

Bild
Gruß Woifi

Lieber unartig, als gar keine ART !

Fuegen
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Beitrag von Fuegen » 30.08.2018 - 20:35:07

Hallo,

war ein paar Tage zu stark eingespannt....
Nun geht es hier aber auch weiter. Die Lager für den Spindelstock sind angekommen und passende Schlüssel zum Lösen der Stirnlochscheiben sind angefertigt.

@ Matze & Eibchen: Über eine Spindelarretierung mache ich mir momentan auch Gedanken. Möchte aber weder eine durch die mit Klemmring an der "offenen" Spindel anbringen, weil ich die Optik so schöner finde, noch möchte ich die Spindel dafür bohren und schwächen müssen.
Denke eher über die Umsetzung einer Arretierung ähnlich wie sie bei aktuellen Kreher Bänken verbaut ist nach. Jedeman Ideen zur Umsetzung?
Ein Holzhandrad wird aber vermutlich verbaut, ähnlich der wunderschönen Bank von Woifi.

@ Woifi: Den entsprechenden Thread habe ich bereits gelesen. Eine wunderschöne Bank ist es geworden und wunderbar von den Forumsfreunden umgesetzt. Die Erhöhung mit den original Gusskästen finde ich super, kann das aber leider nicht selbst umsetzen. Vielleicht ja auch eine Möglichkeit für später mal....

Schöne Grüße,
Max

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mascheck
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Beitrag von mascheck » 30.08.2018 - 23:03:29

Hallo Max,
wenn du ein hölzernes Handrad in Betracht ziehst, würde ich versuchen, damit dir die Spindelarretierung zu kaschieren.
Bsp. Handrad über metallene Muffe mit Querloch schieben oder so ähnlich....

Kugelrunde Grüße
Martin

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Bankdreher
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Beitrag von Bankdreher » 31.08.2018 - 15:05:17

Hallo Max,

im Zuge des Neuaufbaus meiner alten Kreher Drechselbank hatte ich einige ausführliche Gespräche mit Herrn Kreher, auch zur Realisierung einer Spindelarretierung.

Dazu hatte ich vor, zwei gegenüberliegende Bohrungen in den Umfang am Anlaufbund zu bohren (am Anlaufbund liegt der Futterflansch an).

Herr Kreher hat mich darauf aufmerksam gemacht, daß die Spindelwelle der alten Kreherbänke nicht komplett aus dem Vollen gedreht wurde. Vielmehr wurde der Anlaufbund auf die fertige Welle aufgeschrumpft (Materialersparnis).

Wird nun der Anlaufbund zur Spindelarretierung benutzt, so könnte er sich von der Welle lösen.

Bei den aktuellen Kreherbänken wird die Spindelwelle m.W. aus dem Vollen gedreht.


Gruß von



Jörg, dem Bankdreher
WOB - Woodturners of Bobingen

Fuegen
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Beitrag von Fuegen » 02.09.2018 - 20:04:11

Hallo,

@ Jörg: vielen Dank für deine Hinweise. Wie hast Du dann die Spindelarretierung gelöst und hast Du Bilder deiner fertig aufgebauten Bank?

@ all: Herr Kreher sagte mir, dass die VEB Bänke mit Alkydharzlack in der Farbe "Vistagrün" lackiert sind und nicht, wie später mit Ral 6011 "Resedagrün". Leider finde ich keine passende Ralnummer dazu.
Kann mit jemand einen Tipp für einen geeigneten Lack, sowie für die beste Lackvorbereitung nennen?
Muss/sollte ich den alten Lack ink. Grundierung abtragen (mechanisch, chemisch?) und neu aufbauen?

Danke und Grüße,
max

eibchen
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Oberfläche

Beitrag von eibchen » 03.09.2018 - 23:32:44

Hallo Max,
lass der Dame ihren Charme und übertreibe nicht.
Chemisch lehne ich ab, da der Guss porös ist und immer Spuren der Mittel aufnimmt.
Strahlen mit Sand oder Glasperlen ist möglich, macht aber richtig nackig. Nach der
Reinigung geht es mit Spachteln aber richtig los, da jeder Gussfehler sichtbar ist.
Strahlen mit Trockeneis wäre eine tolle Variante, da kein Strahlgut Schäden anrichten
kann und das Verfahren absolut schonend ist.
Feste Farbschichten anschleifen, Kleinteile mit Flex, Drahtbürste (mit Schutzbrille) und
Fächerscheiben vorbereiten, manuell verputzen und grundieren.
Ich lasse die Guss Struktur gern sichtbar, eine Maschine blank und gespachtelt wie
Blankstahl gefällt mir nicht.
Nimm Grundierung und Farbe vom Händler möglichst 2K und mit Spritzen oder Rollen
wird alles gut.
Wichtig ist staub- und fettfrei arbeiten, auch Hautfett.
Und nirgendwo mit Silikon rumspielen!

Viel Erfolg und viele Grüße aus dem Erzgebirge
Peter/eibchen

Fuegen
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Re: Überarbeitung einer VEB Olbernhau/Kreher

Beitrag von Fuegen » 18.04.2019 - 22:25:37

Hallo,

nachdem dieser Thread in den Weiten versunken ist, wollte ich ihn noch einmal kurz hochholen, um ihn zumindest komplett zu haben...
Grund ist die Reinigung des Maschinenraums zu den Osterferien :-L

Durch ein sehr glückliches Angebot ging die obige Bank bereits vor einiger Zeit an Drehspan.
Und dafür kam eine baugleiche HDB1 (mit reichlich Zubehör und div. Futtern) in wenig benutzem Zustand an.
Auch diese habe ich in allen Lagern zerlegt, gereinigt und neu zusammen gebaut. Die Bakelit Teile und rohen Stahlteile leicht überarbeitet.
Der FU kommt von Jockel und es ist ein Traum so etwas technisch Fortschrittliches an einer so alten Dame zu haben.
Für das Vierbackenfutter hat mir Helmut den Flansch gleich mit einer Teileinrichtung versehen.
Leicht aufgebockt ist sie jetzt auch in der Höhe für mich Bedienerfreundlich.
Ich glaube nun bin ich erstmal für alles Gröbere vorbereitet... :smash:

Schöne Grüße,
Max

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Holzpeter
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Re: Überarbeitung einer VEB Olbernhau/Kreher

Beitrag von Holzpeter » 19.04.2019 - 10:51:07

Hallo Max,

ein Träumchen....
Ich gratuliere zu der schönen Maschine :klatsch: :klatsch: :klatsch:

Jetzt steht Deiner Drechsler-Karriere nichts mehr im Wege.

Hölzerne Grüße
Peter :-)

P.S. Ich würde noch ein schönes, hölzernes Handrad auf die Welle zaubern......
Trenne dich nicht von deinen Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben.
(Mark Twain)

www.petersholzmanufaktur.de

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Re: Überarbeitung einer VEB Olbernhau/Kreher

Beitrag von Fuegen » 29.04.2019 - 21:40:32

Hallo,

eine Zwischenfrage zu Maschinenfüßen...
Um die Bank für meine Körpergröße etwas höher zu bekommen, habe ich ihr ein paar zusätzliche Stücke aus Eiche spendiert.
In diese habe ich die Gussfüße fest verschraubt.
Leider ist der Boden im Maschinenraum allerdings nicht sehr gerade und ich möchte gerne die Eichenstücke mit einstellbaren Maschinenfüßen (möglichst unauffällig) erweitern. Ich dachte an von unten in die Eiche eingebohrte Füße mit Rampemuffe. Höhenverstellung über einen gefrästen Schlitz, um die Mutter kontern zu können.

Bei Ganter habe ich entsprechende gefunden - mit circa 40.-€/Stück allerdings kein Schnäppchen.
Hat jemand einen Tipp wie ich einen variablen Höhenausgleich schaffen kann und wo ich passende Maschinenfüße in guter Qualität günstiger beziehen kann?

Schöne Grüße,
Max

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radon
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Re: Überarbeitung einer VEB Olbernhau/Kreher

Beitrag von radon » 29.04.2019 - 22:59:24

Hallo Max,

Ich habe bei meiner (noch unfertigen) Bank auch das Problem eines unebenen Werkstattbodens.
Ich bin die Sache folgendermassen angegangen:
In den Betonboden 20mm Löcher passend zu den Maschinenfüssen gebohrt..
16mm Gewindestangen eingeklebt..
Muttern aufgeschraubt, dann Eichenklötze mit 20mm Loch in der Mitte draufgesteckt..
Machine draufstellen umd mit dem Muttern in die richtige Höhe und ins Wasser bringen.
Jetzt um beide Füsse eine kleine Schalung und mit geeigneter Vergussmasse bis Unterkante der Eichenklötze auffüllen.
Gruß
Stefan

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Re: Überarbeitung einer VEB Olbernhau/Kreher

Beitrag von Cello » 29.04.2019 - 23:11:24

Hallo Max,

das gleiche Problem habe ich vor 35 Jahren mit einem Holzkeil gelöst. Dieser ist von einer Luxuslösung allerdings weit entfernt.

Gruß
Cello
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Der Biesdorfer
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Re: Überarbeitung einer VEB Olbernhau/Kreher

Beitrag von Der Biesdorfer » 30.04.2019 - 11:36:03

Hallo Max,

jetzt sieht Deine Bank wirklich super aus. Gratulation.
Ich würde Dir empfehlen die Bank noch einmal zur Seite zu stellen und den Boden mit einem Verbundestrich, zumindest im Bereich der Stellfläche, auszugleichen.
Dazu die alten Flächen vorher gründlich anrauhen und lose blätternde alte Estrichteile abstemmen.
Das macht allerdings Arbeit, ist aber sehr preiswert. Ein oder zwei Sack Estrich für Drei Fufzich könnten schon reichen.

Fröhliche Grüße
Thomas
Bei Krämern lernt man kaufen,
bei Säufern lernt man saufen,
bei Lahmen lernt man hinken,
bei Trinkern lernt man trinken und
das Drechseln beim Durchgedrehten.

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Re: Überarbeitung einer VEB Olbernhau/Kreher

Beitrag von Fuegen » 01.05.2019 - 18:43:29

Hallo,

danke euch dreien für die Antworten.
Für mich scheiben aber die beiden Varianten eines neu gegossenen (Teil-)Bodens und der im Boden eingeklebten Gewindestangen aus, weil ich eine Varainte
haben möchte, die mich auch bei einem Umzug der Maschine begleiten kann. Auch habe ich verschiedene Meinungen zur festen Verschraubung der Bank im Boden gelesen...

Die Holzkeil-Variante findet aktuell Anwendung.
Da ich eine Bestellung bei Ganter machen muss, dachte ich bestelle ich ein paar Füße mit...
In die Eichen Kanthölzer kann ich maximal 80mm Stellfüße gut einlassen.
Sind die ausreichend? Und kann mir jemand ein konkretes Modell empfehlen? https://www.ganter-griff.de/de/produkte ... tellfuesse

Muss/sollte es das Modell GN 248 sein? Die Kreher hat circa 350kg.

Vielen Dank und Grüße,
max

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Re: Überarbeitung einer VEB Olbernhau/Kreher

Beitrag von mascheck » 01.05.2019 - 19:01:38

Hallo Max, ich habe diese Variante verbaut, eben weil ich auch permanent was rumschubsen möchte in meiner Werkstatt!

4 Stück bei ebay um ca. 50 Euro...

Sind 1/10 mm-genau justierbar und schlucken jede Vibration
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Maschinengewicht ca. 300 kg

Liebe Grüße
Martin

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