Stiftpresse erforderlich?

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williju
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Stiftpresse erforderlich?

Beitrag von williju » 16.09.2022 - 07:03:17

Guten Morgen

Ich möchte mich demnächst mit dem Stifte Drechseln befassen.

Mal eine Frage:

Braucht man zwingend eine Stiftpresse oder gibt es Alternativen?

Wie macht Ihr das?

Viele Grüße
Willi

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chrilu
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Re: Stiftpresse erforderlich?

Beitrag von chrilu » 16.09.2022 - 07:26:15

Servus

Für den Anfang kannst du die Stifte auch mit der DB oder einer Ständerbohrmaschine einpressen.
Wichtig ist dabei das du Saubere Auflageflächen auf beiden Seiten hast die aus Hartholz oder Kunststoff sind.

Von den im Handel erhältlichen Stiftpressen halte ich für den Dauergebrauch grundsätzlich nichts.
Der Nachteil dieser Dinger liegt darin das du die Stifte immer irgendwie waagrecht festhalten mußt.
Die günstigeren sind dann noch dazu mit sehr viel Spiel versehen.

Ich verwende eine Dornpresse (einfach in Tante Google eingeben) Unten liegt ein glatter Hartholzklotz und oben habe ich ein Rundalu eingespannt.
Damit kannst du sehr präzise arbeiten und siehst sofort ob deine Teile gerade übereinander stehen.

Allerdings darfst du hier auch nicht die billigste nehmen sonst hast du wieder das Problem das der Stempel zur Seite ausweichen kann.
Aber zum Preis einer Stiftpresse bekommst du eine Ordentliche Dornpresse.
Liebe Grüße aus Österreich

Christian

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Re: Stiftpresse erforderlich?

Beitrag von Schnedo » 16.09.2022 - 08:35:05

Hallo Willi

Ich presse meine Stifte immer auf der Drechselbank zusammen, das geht sehr gut, einfach darauf achten dass die Teile schön gerade zusammengefügt werden.

Gruss aus Dorf nach Dorfen
Gruss Werner

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-Jet 1014 (für die Märkte)
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drechselmann
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Re: Stiftpresse erforderlich?

Beitrag von drechselmann » 16.09.2022 - 08:53:23

Moin,
es geht aber auch gut auf der Drechselbank. Ein paar Hilfsmittel aus Holz oder Kunststoff für Reitstock und Spindel angefertigt und schon geht es los.
Kommt immer darauf an wie viele du herstellen willst.

Gruß

Micha

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Re: Stiftpresse erforderlich?

Beitrag von KensingtonChap » 16.09.2022 - 09:02:11

Hallo Willi,

ich empfehle dir für den Einstieg die Schreiber von Gerhard Liebensteiner. Z.B. Berliner Bausatz mit Messingröhrchen.
Schlichte und elegante Schreiber, die Mechanik ist sehr hochwertig und du benötigst keine Presse.

Pen-Blank Bohren, Röhrchen einkleben, mit Fittings fertig drechseln, zusammenschrauben, fertig.

Vg Max
Saufts ned so vui! Trinkt´s lieber a Bier! - Karl Valentin -

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Re: Stiftpresse erforderlich?

Beitrag von HelgaG » 16.09.2022 - 09:17:48

Hallo
ich habe bisher vielleicht 50 Schreiber verschiedenster Hersteller gefertigt, ich habe die ausnahmslos alle einfach mit einem Schraubstock zusammen gepresst. Mit ein wenig Vorsicht geht das prima. Natürlich braucht man (gerade für die Klick-Modelle) ab und zu eine Hilfshülse oder einen Hilfszapfen, die sind aber schnell gemacht.

Grüße
Helga
Stratos FU 230

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Re: Stiftpresse erforderlich?

Beitrag von HelgaG » 16.09.2022 - 11:45:41

Hallo
und noch eine Ergänzung: einer der Vorredner gab den Tipp die Bausätze bei der Fa. Liebensteiner zu kaufen. Das kann man machen, die sind auch zweifelsohne gut, aber auch sehr teuer. Mein Tipp wäre für den Anfang nicht mit dem Porsche anzufangen sondern erstmal kleinere Brötchen backen, dann ist der Ärger nicht so groß wenn was kaputt geht. Einige der Forumspartner wie z.B. Starbond (den neuen Namen kann ich mir einfach nicht merken :?? ) oder Schulte oder KS oder andere haben Bausätze ab 3-4 Euro im Angebot. Die sind völlig in Ordnung und alle beschenkten haben sich bisher über die Stifte gefreut. Wenn man dann mal sicher ist wie es geht und keine Fehler mehr macht, dann kann man natürlich auch teurere kaufen. Aber da ist meine Erfahrung: die wenigsten wissen das zu schätzen, die können noch so gut gefertigt sein, für die meisten ist ein Stift ein Stift und hat die Wertigkeit von Werbegeschenken. Leider :heul

Grüße
Helga
Stratos FU 230

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Re: Stiftpresse erforderlich?

Beitrag von drmariod » 16.09.2022 - 12:31:15

Hier muss ich den Berliner ein wenig in Schutz nehmen... Ich finde den wirklich super um einzusteigen.
Und vor allem, wenn ich mich verdrechsle, dann drechsel ich das Holz von der Hülse, kurz 120er Schleifpapier dran und klebe die Hülse in einen neuen Blank.
Die Anleitungen von Gerhard sind fantastisch und es gibt nicht viel was man verkehrt machen kann, wenn man seinen Videos folgt.
Also ich bin nicht traurig mit dem Porsche angefangen zu haben, wie Helga das beschreibt.

Viele Grüße
der Mario
"Etwas nicht zu können ist kein Grund es nicht zu tun..."
(Alf)

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Re: Stiftpresse erforderlich?

Beitrag von schwede » 16.09.2022 - 13:45:33

Servus Willi,

du brauchst keine Stiftpresse.
Kauf dir gute und teuere Bausätze,
bei denen die Spitze und die Mechanik ins Röhrchen geschraubt sind.
Ein Anbieter wurde ja schon genannt.
Die Teile sind dann auch hochwertig und Made in Germany.

In einen Bausatz für 3,00 € würde ich keine Minute Arbeitszeit investieren.
(Eine sehr gute Mine kostet schon über 3,00€)
Verschenken möchte ich sowas schon gar nie nicht! :sarc:
schöne Grüße aus der Oberpfalz
Markus ---> Schwede

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Re: Stiftpresse erforderlich?

Beitrag von HelgaG » 16.09.2022 - 13:55:45

Hi Mario
da hast du sicherlich recht, das funktioniert aber bei allen Schreiberbausätzen. Es kommt halt auch drauf an was man mit den Stiften macht, ich habe so mal so um die 50 Stück zum Verschenken gemacht. Das hätte ich mit 20.- Material pro Stück (wenn man alles zusammenrechnet) gar nicht bezahlen können. Klar sind da auch einzelne Berliner und Hamburger mit 5-fach Hochglanzlackierung und teilweise auch mit Pen-finish dabei. Aber ich finde den Unterschied zu den anderen gar nicht sooooooo groß. Zumindest haben viele, wenn sie die Auswahl hatten, auch zu den günstigeren gegriffen.
Aber jeder wie er mag. Ich wollte nur einem anderen Neueinsteiger den Tipp geben, dass man sich auch andere Bausätze anschauen sollte.

Grüße
Helga
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Re: Stiftpresse erforderlich?

Beitrag von Argus » 16.09.2022 - 14:21:55

HelgaG hat geschrieben:
16.09.2022 - 11:45:41
für die meisten ist ein Stift ein Stift und hat die Wertigkeit von Werbegeschenken. Leider :heul
das ist wohl wahr. Man will ja dem Beschenkten ein Freude machen und ihn nicht beleidigen ;-)
100 St bekomme ich für 36 Euros, --> https://de.aliexpress.com/item/10050024 ... V0lO35aUtI
das geht sicher noch billiger.
Deswegen baue ich auch keine solche Kugelschreiber, die damit in Verbindung gebracht werden können. Entweder edle Füllhalter oder auch wertige Softliner bzw. Schreiber mit Zusatznutzen (Schraubenzieher, Eingabestift Smartphone usw.) Sowas hebt sich gegenüber der Massenware ab.

Gruß Frank
"..Es ist von großem Vorteil, die Fehler, aus denen man lernen kann, recht frühzeitig zu machen.."

Sir Winston Churchill, britischer Politiker und Schriftsteller
* 30.11.1874, † 24.01.1965

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Re: Stiftpresse erforderlich?

Beitrag von HelgaG » 16.09.2022 - 14:24:00

Hallo Schwede
zu deinem Kommentar
"(Eine sehr gute Mine kostet schon über 3,00€)"

muss ich jetzt doch nochmal einen raushauen, weil es so super ärgerlich war. Die sehr gute Mine aus deutscher Produktion (Schmidt), mitgeliefert in einem sehr guten Bausatz deutscher Produktion, hat leider auch sehr viel Tinte welche die Hersteller öfter nicht in den Griff kriegen.

Hier mein neu gekauftes Stiftemäppchen (umfunktionierte Bauchtasche von einem deutschen Start-up für 50.-€) eingesaut durch einen selbsthergestellten Stift aus deutschen Prämiumkomponenten. Ich habe an dem Tag noch mehr eingesaut und dann die Mine letztendlich raus genommen und durch eine Mine aus einem Plastikwerbekulli ersetzt. Seit dem ist Ruhe.

Fazit: nicht alles was teuer und/oder deutsch ist, ist auch gut. Gerade die Schmidt-Minen haben das Problem öfter.

Grüße Helga

20220916_141423.jpg
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Re: Stiftpresse erforderlich?

Beitrag von williju » 17.09.2022 - 11:26:12

Hallo Leute

Vielen Herzlichen Dank für Eure für mich sehr wertvollen Tipps und Einschätzungen. :klatsch: :klatsch: :klatsch:

Das hilt mir jetzt schon weiter.

Noch ein schönes Wochenende
Willi

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Re: Stiftpresse erforderlich?

Beitrag von schwede » 18.09.2022 - 11:04:42

Servus @HelgaG ,

das verfärbte Täschchen ist natürlich ärgerlich!

Ich hatte wirklich noch nie Probleme mit den Schmidt Minen...,
aber ich bin jetzt ja vorgewarnt! ;-)
schöne Grüße aus der Oberpfalz
Markus ---> Schwede

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