Wie Axminster SK100 zerlegen?

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mad.eira
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Wie Axminster SK100 zerlegen?

Beitrag von mad.eira » 08.06.2019 - 18:20:19

Hallo Leute!

Zwecks Grundreinigung/Schmierung versuche ich gerade mein Axminster SK100 Futter zu zerlegen.
Hat das jemand schon einmal gemacht oder hat vielleicht eine Explosionszeichnung?

Momentan habe ich die drei Gewindestifte (nein, ich meine nicht die für die Ablaufsicherung) aus der schwarzen äußeren Hülse entfernt.
Sie waren mit Schraubensicherung gesichert. Eigentlich sollte sich diese Hülse nun nach hinten vom Grundkörper abziehen lassen
und so den Zugriff auf die Spiralschnecke ermöglichen oder?

Bevor ich mich jetzt an einen Abzieh- /Abdrückversuch wage wollte ich mal nach Erfahrungen hier im Forum fragen?
Beste Grüße,
Bernd.

Günther 250
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Re: Wie Axminster SK100 zerlegen?

Beitrag von Günther 250 » 09.06.2019 - 09:33:06

Hallo
Abziehen geht nicht. Das ist verschraubt, also das ganze Teil abschrauben.

Gruß Günther

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mad.eira
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Re: Wie Axminster SK100 zerlegen?

Beitrag von mad.eira » 09.06.2019 - 10:23:21

Hallo Günther!

Tausend Dank! :danke:
Das hat mir schon mal vergebliches Gemurkse erspart, an dessen Ende ich eventuell das Futter beschädigt hätte.
Beste Grüße,
Bernd.

eberhard
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Re: Wie Axminster SK100 zerlegen?

Beitrag von eberhard » 09.06.2019 - 19:33:16

Hallo Günther
Nur reinigen, nicht ölen und nicht fetten da sonst der ganze Schleifstaub so richtig anhaftet.

Gruß Ebehard

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Re: Wie Axminster SK100 zerlegen?

Beitrag von mad.eira » 10.06.2019 - 08:59:23

Hallo!

@eberhard : Ich denke, dass ich wohl der Adressat bin. Günther hatte den Tip zum Zerlegen gegeben.

Dank Günther liess sich dass Futter sogar weitgehend werkzeuglos zerlegen.
Lediglich für die drei Gewindestifte, die durch Schraubensicherung gesichert sind, braucht man einen einen guten Sechskantschlüssel, um
die Schrauben nicht zu vergniesgnaddeln.

Danach kann man den äußeren Teil auf der Drechselbank mit Spindelarretierung und Futterschlüssel mit etwas Kraft lösen:
p01.jpg
Der Ring ist mit einem Feingewinde mit den Futterkörper verschraubt und beim Abschrauben sollte man darauf achten, die zwei Kugeln der Rasterung nicht zu verlieren:

Die durch die Gewindestifte verursachten Abdrücke im Futterkörper können beim späteren Zusammenbau dazu dienen den äußeren Ring korrekt zu positionieren,
p02.jpg
Es hatte sich schon etwas Dreck im Futter angesammelt und leider blättert auch die Beschichtung auf der Schnecke stellenweise ab.
Mittlerweile soll Axminster wohl auf diese verzichten.
p03.jpg
p06.jpg
Nach dem Reinigen ging es dann ans Schmieren. Unabhängig von Eberhards Warnung hatte ich mir bereits vorher Gedanken gemacht.
Eine klassische Schmierung mit Fett/Öl wollte ich wegen der zu erwartenden Sauerei nicht vornehmen.
Ich hatte mir vor einiger Zeit Trockenschmiermittel auf Molybdänsulfid-Basis besorgt. Dieses wird als Lack aufgesprüht und haftet relativ gut
auf den Teilen.

Das es trocken ist und nur dünn aufgetragen wird, sollte es eigentlich keine Probleme mit Verschmutzungen außerhalb des Futters geben.
p08.jpg
p09.jpg
p11.jpg
Danach alles wieder zusammengesetzt und das Futter ist wieder einsatzbereit.
Insgesamt war es ca. 1/2 Stunde Arbeit und nicht so schwer wie ich es mir vorgestellt hatte.

Vielleicht kann ja jemand Nutzen aus diesem Bericht ziehen.
Beste Grüße,
Bernd.

Günther 250
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Re: Wie Axminster SK100 zerlegen?

Beitrag von Günther 250 » 10.06.2019 - 09:32:07

Hallo Bernd
Gut beschrieben, auch das Schmieren der beweglichen Teile ist richtig.
Es wird sich sowieso alles wieder verschmutzen, durch Staub und auch durch das Ölen der Drechselteile.
Das ist auch der Grund weswegen ich meine Futter 2 mal im Jahr zerlege und reinige.
Klar, etwas nervig aber auch das gehört zur Pflege meiner Sachen dazu.
Du hast noch den alten Zahnkranz, dieser kann dann irgendwann brechen.
Beim Händler dann einfach einen neuen anfordern. Die neuen Kränze sind nicht mehr schwarz sondern glänzend
und um einiges haltbarer.Ein gutes Futter, die einzige Schwachstelle ist mit den neuen Zahnkränzen beseitigt.
Obwohl, so ganz neu sind diese auch nicht, gibt es schon eine Weile.
Gruß Günther

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