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Problem beim Schleifen

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Anastasios
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Problem beim Schleifen

Beitrag von Anastasios » 24.04.2017 - 21:56:20

Hallo zusammen,

ich schärfe bisher meine Eisen mit einer Tormek T4 und war bisher mit den Ergebnissen recht zufrieden.

Seit kurzem stehe ich aber vor einem Problem. Während des Schärfens entsteht an der Spitze immer eine Vertiefung. Anfangs dachte ich es liegt an einem unebenen Schleifstein. Nachdem ich jedoch den Schleifstein begradigt habe tauch das Problem immer noch auf. Natürlich benutze ich die gleichen Einstellungen wie Anfangs auch.

Hier noch ein Bild dazu ...

Bild

Hat jemand eine Idee bzw. Erfahrung mit der T4 und mir paar Tipps geben kann woran es liegen könnte?

Danke im Voraus
Anastasios

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robs#97
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Beitrag von robs#97 » 25.04.2017 - 05:05:48

Hallo Anastasios,

Beim hin und her schwenken wird jede Flanke je 1 mal Material abgenommen, auf dem kurzen Stück in der Mitte hast Du auf dem kurzen Stück jedoch 2 Mal die Abtragung des Materials.
Du schleift zu viel in der Mitte. Mach erst die beiden Flanken und anschließend die Mitte.

Gruß Robert

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Stefan
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Beitrag von Stefan » 25.04.2017 - 05:31:31

Moin,

ist im Handbuch von der Tormek T4

auf Seite 42, Absatz 12

als Fehler 500 beschrieben

ich übersetze dies mal ins deutsch, ist dann einfacher zu verstehen, denke ich

der Esel steht davor

Gruß zum Morgen

:-L :-L
Gruß, Stefan

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UriStefan
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Beitrag von UriStefan » 25.04.2017 - 07:51:18

Hallo,

nein, das hat nichts mit der Schleife zu tun, das ist entweder Deine Röhre, (wenn, dann kannste die wegschmeissen oder reklamieren) oder ein Bedienfehler beim Schlaifen.
Bei der Röhre könnte der Innenradius nicht sauber ausgeführt sein, ich vermute, da ist in der Mitte der Röhre innen eine leichte Nut.
Ich hatte das auch an selbstgebauten Röhren an den Übergängen vom Radius zum geraden Rand, das sah ähnlich aus nur daß das zwei solche Stellen an den Seiten waren obwohl gleichmäßig geschliffen wurde

Allerdings sieht man auch, daß Du in der Mitte tiefer geschliffen hast, das verstärkt den Effekt noch bzw. kann auch die Ursache sein. Du mußt beim Schleifen in eins durchziehen und nicht in der Mitte anhalten. Jetzt erst mal die Ränder nachsetzen, bis die Fasenkante ringsum keine Wellen mehr hat. Dann wie gewohlt im gleichmäßigen Zug ringsum nachschärfen und gut ist.

Gruß

Stefan

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eichenlaub
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Beitrag von eichenlaub » 25.04.2017 - 08:12:26

Hoi Uri Stefan
Achtung genau beobachten:

Deine Ausführungen könnten stimmen :?? , aber im obigen Fall eher :no .
Beobachte die äussere Schleiflinie, eindeutig ist erkennbar, dass dort wo in der Mitte Material fehlt auch die "Aussenlinie " ausbricht.
Hier wurde klar zuviel in der Mitte geschliffen wie von Stefan beschrieben :klatsch:.

Dein Fall kommt nur zur Anwendung wenn wie gesehen innen beim "Spanfluss" Material fehlt und aussen auf der Flanke die Linie durchgehend gleichmässig ist.

Gruss vom Eichenlaub / Vito
Ein kluger Mann kann sich dumm stellen;...... das Gegenteil ist schwieriger!

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GentleTurn
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Beitrag von GentleTurn » 25.04.2017 - 14:23:53

eichenlaub hat geschrieben:Beobachte die äussere Schleiflinie, eindeutig ist erkennbar, dass dort wo in der Mitte Material fehlt auch die "Aussenlinie " ausbricht.
Hier wurde klar zuviel in der Mitte geschliffen wie von Stefan beschrieben :klatsch:.
So schaut es aus. Ich habe auch die T4 erfolgreich im Einsatz. Allerdings ist immer auf eine gleichmässige Bewegung zu achten.
Wenn nötig - weil mehr benutzt - schleife ich erst die Aussenflanken und zuletzt den Mittelbereich.
Aber alles fliessend.

Jetzt ist zur Korrektur die Technik ab 2:49 bei Dir 'dran: https://www.youtube.com/watch?v=64I6slBDxGM

Viel Erfolg!
Liebe Grüße, Martin.

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Beitrag von Anastasios » 25.04.2017 - 20:47:32

Hallo zusammen,

erst mal vorab herzlichen Dank für eure Rückmeldungen. Es ist natürlich wie immer, kaum macht man es richtig funktioniert es auch schon! :-)

Es lag nicht an der Röhre sondern an meiner Ausführung. Da die Röhre lang ist konnte ich keine komplette Bewegung von links nach rechts ausführen, da der Schleifstein irgendwann zu Ende war. Somit war die Vermutung richtig, dass die Seiten einmal und die Spize zweimal geschliefen wurde.

Bitter aber wahr, es lang tatsächlich an dem Esel davor! Obwohl Stefan, ich anfangs an einer Verschwörung der Trump Regierung gegen einem schwedischen Unternehmen dachte! ... ;-) Und in der Tat steht es im Handbuch wie man es richtig macht auf Seite 81!

Ich frage mich nur wieso es mir nicht früher aufgefallen ist, da ich die selbe Röhre mit der gleichen Vorgehensweise geschliefen habe.

Danke noch mal an alle

Bild

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Beitrag von GentleTurn » 30.04.2017 - 18:26:47

Moin,

prima, dass das wieder klappt. Leider fehlt bei den vielen Videos immer genau der Anschliff, bei dem beim Hin- und Herschwingen der zu schleifenden Schneide die Breite des Steines nicht ausreicht. Aber das Problem ist lösbar, wenn parallel zu der Schwingbewegung der Halter mit dem Kunststoff im Rohr auf der Auflageschiene entgegengesetzt mitbewegt wird. Dabei kann man auch diverse Stellen des Steines nutzen. Bedarf einiger Übung und eines passenden Standes vom Drechsler, aber es geht prima. Ich glaube, dass das auf einer Kauf-DVD von Glenn Lucas zu sehen ist.

Alternativ in einer anderen Forum hier: https://www.youtube.com/watch?v=0ZFK9_1NSAU ab Minute 5:21. Da rutscht allerdings die Halterbuchse alleine mit.
Liebe Grüße, Martin.

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