Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

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HolzHelmut
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Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von HolzHelmut » 24.02.2019 - 23:07:10

Grüß Gott zusammen!

Ich beschäftige mich in der Theorie mit der Herstellung von Pfeffermühlen und will langsam auch in die Praxis gehen. Zwei Fragen bewegen mich noch, auf de ich (trotz ausgiebiger Forensuche) keine Antwort gefunden habe:

Welche Holzarten soll oder MUSS man bei der Herstellung von Pfeffermühlen vermeiden?

Ich beziehe mich dabei auf die Gesundheit beeinträchtigende Wechselwirkungen, evtl. gesundheitsgefährdende Stoffe, in Hölzern. Nicht auf „nimm lieber kein Exotenholz" oder geschützte/bedrohte Holzarten. Man liest z. B., dass Eibe oder Robinie nicht ganz ungiftig sind und beinträchtigenden Substanzen/Toxine beinhalten – gilt das auch für in Lebensmittelkontakts stehende gedrechselten Holzprodukte? Viele der im Forum vorgestellten Mühen bestehen aus solchen eigentlich „toxischen“ oder „reizenden“ (hier käme das Wortspiel wirklich gut zum Tragen ;-) ) Hölzern. Daher würde mich euere Profi-Meinung sehr interessieren. Vor allem: Welche Holzart soll/darf man auf keinen Fall verwenden?

Die zweite Frage ist: Wie verhält es sich mit gestockten Hölzern, die von Pilzen/Sporen durchsetzt sind? Darf man solches Holz bedenkenlos für Salz- oder Pfeffermühlen verwenden? Im „Innenraum“ wird ja – so weit ich gelesen habe – nichts „versiegelt“.

Gerne stelle ich am Ende eine konsolidierte Liste aller Antworten zusammen und veröffentliche diese hier als PDF, sofern dies von Interesse ist.

Vielen Dank und herzlichen Gruß,
Helmut

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Schnecke
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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen

Beitrag von Schnecke » 25.02.2019 - 07:28:10

Hallo Helmut,

mit dem Suchbegriff: +pfeffermühle+eibe
kommt u.a. folgender interessante Artikel
viewtopic.php?f=53&t=24233&hilit=pfefferm%C3%BChle+eibe

Hier findet sich u.a. auch noch weitere Info: http://www.proholz.at/zuschnitt/39/gebr ... enstaende/

Zum Thema Gifitigkeit bzw. Lebensmittelverträglichkeit von Holz sage ich nur soviel:

Wollt Ihr das Holz essen?? :??

Macht Ihr Euch beispielsweise auch so viele Gedanken darüber, was Ihr alles so einatmet, wenn Ihr im Stau steht? :??

Hinterfragt Ihr genauso gewissenhaft die Inhaltsliste von Euren Lebensmittelprodukten? :??

Schöne Grüße

Christian

Udo67
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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen

Beitrag von Udo67 » 25.02.2019 - 09:29:48

@ Christian:

So verkehrt finde ich die Frage aber nicht. Denn wenn ich schon die Möglichkeit habe, Schadstoffe in welcher Form auch immer zu vermeiden, dann würde ich dies auch tun. Im Stau oder in den Lebensmitteln, habe ich dies leider nicht immer.
Aber gerade bei Lebensmitteln(Fleisch), achte ich schon darauf was ich woher beziehe.

Sonnige Grüße
Udo

HolzHelmut
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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von HolzHelmut » 25.02.2019 - 10:15:28

Hallo und Grüß Gott,

der von Christian verlinkte Artikel endet mit den weisen Worten (in der Tat müssen dann immer noch einige weitermachen):

"wer jetzt noch etwas Nützliches zum Thema schreiben kann, gilt als genial. Alles was relevant ist, wurde qualifiziert beschrieben. Und jetzt ist Schluss!"

Ein forumstypischer, fast nutzloser Beitrag mit widersprüchlichen Angaben, Mimositäten und Falschinformationen. Diesen Artikel hatte ich schon gefunden. Aber es ist immer wieder nett anzusehen, dass eine Nicht-Antwort mit dem Zitat einer Forumssuche beginnt (auf Platz 2 ist dann der Ruf nach weiteren Bildern ....)

Cocobolo reizt zum Beispiel die Schleimhäute, auch bei Nicht-Allergiker. Dieses Holz liegt nun ungeschliffen an Gewürzen an. Löst z. B. Salz oder Muskat Bestandteile des Cocobolos heraus, nehme ich das auf und welche Folgen kann das haben? Das ist meine Frage.

Und ja, ich mache mir natürlich Gedanken. Umso mehr, als dass ich diese Mühlen vielleicht (oder bestimmt) verkaufen und nicht Gefahr laufen möchte, gesundheitsschädliche Produkte abzugeben. An anderer Stelle im Forum macht man sich ernsthaft Gedanken wegen Schleifstaub und Inhaltsstoffe in Holz und Oberflächenmittel ...

Ich hätte einfach nur - ganz simpel - einen Erfahungsschatz, der vielleicht so lautet: "Lass die Finger vom Holz XY weil die nethaltene Gerbsäure mit Salz reagiert und die kristalline Form zersetzt, dadurch werden Bitterstoffe im Salz gebunden und das Salz wird dadurch unbrauchbar (das ist jetzt ein Phantasie-Beisiel).

Es kann auch sein, dass meine Frage dahin gehend beantwortet werden kann, dass kein Holz so viel Stoffe abgibt, dass es bedenklich wäre.

Liebe Grüße
Helmut

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Helfried
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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von Helfried » 25.02.2019 - 11:37:42

Hallo Helmut,

halten wir doch den Ball flach.
Ich hätte einfach nur - ganz simpel - einen Erfahrungsschatz, ...
Könnte es sein, dass es diesen "Erfahrungsschatz" nicht gibt?
Weil einfach überhaupt keine Erfahrungen mit "Holzvergiftungen durch Küchen- und Haushaltsgegenstände" vorliegen?
Und das nicht, weil die Lobby der Holzindustrie mit ungeheurem Mitteleinsatz die Veröffentlichung verhindert, sondern weil eben niemand durch das Holz der Pfeffermühlen (Schneidbretter, Kochlöffel, Nudelwalker etc. etc.) geschädigt wird?
Wie verhält es sich mit gestockten Hölzern, die von Pilzen/Sporen durchsetzt sind?
Deine Frage ist eine seltsame Mischung aus Unterstellung und Angstmache: Wie kommst du darauf, dass gestocktes Holz von Sporen durchsetzt ist?
Die Sporen werden nicht im Holz, sondern in den außenliegenden Fruchtkörpern gebildet - die wir dann gern verspeisen, je nach Sorte natürlich.
Gewürzt mit Salz und Pfeffer aus der gedrechselten Mühle.

Was als Staub in der Atemluft und auf der Haut Probleme macht, muss unsere Verdauung noch lang nicht stören.
;-)

Helfried

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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von HolzHelmut » 25.02.2019 - 12:23:33

Hallo Helfried,

ich weiss es nicht, ob es einen Erfahrungsschatz gibt. Deswegen die Frage.
Ich will weder Angst machen noch Unterstellungen forcieren (wie und wo hab ich das eigentlich gemacht?), sondern habe nur zwei Fragen gestellt, deren Antwort ich nicht kenne. Nachdem ich seit ca. zwei Jahren hier mitlese und sehr unterschiedliche Meinungen und Aussagen zu dem Thema gelesen habe, wollte ich eine konsolidierte Zusammenfassung der unterschiedlichen Erfahrungen haben. Und ich habe angeboten, das Zusammengetragene am Ende des Threads hier für alle bereits zu stellen. So hat jeder was davon - falls es etwas zu diesem Thema zu sagen gibt.

Zu den Gedanken komme ich nicht nur durch viele Diskussionen hier im Forum (eine Forumssuche fördert hier sehr viele Diskussionen zu Tage), sondern auch über Hinweise aus diesem Forum wie beispielsweise zu:
http://www.alles-zur-allergologie.de/Al ... ie/Hölzer/

Da ich nicht weiss, wie du treffend sagst, ob dies nur Panikmache oder Realitäten sind, stelle ich diese Fragen.

Liebe Grüße
Helmut

Grissianer
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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von Grissianer » 25.02.2019 - 12:59:32

Hallo
Ich halte mich da an meine Kunden. Dazu ist Fakt dass: Kunden haben in der Regel Angst vor gefärlichen Stoffen und wenn was auch nur den Anschein von Gift hat dann wollen sie das nicht. Somitt wird Eibe bei mir für Pfeffermühlen nicht genommen.
Tanine sind dann eine lustige Geschichte. Bei Robinie gelten sie als Giftig bei Eiche als gut !!! :-S
Ist natürlich alles Quatsch aber egal Robinie fällt somit auch durch. :heul
Exotenhölzer fallen schon mal soviso durch wegen der armen Eingeborenen denen wir stinkreichen Europeär das Holz klauen.
Damit bleib dann für mich : Walnuss, die mögen eigentlich alle obwohl die auch Tanine hat aber bei dem Holz ist das egal weil das gillt als edel. Dann die meisten Obstgehölze die sind sehr gut weil man ja auch die Früchte essen kannen. Das wäre auch bei Eibe so da gillt das aber nicht.
Gruß
Anselm
Was ich mir nicht zutraue werde ich niemals lernen!!

HolzHelmut
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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von HolzHelmut » 25.02.2019 - 13:36:50

Hallo Anselm,

danke sehr für deine Ausführungen.
Robinie wird immer als gifig definiert. Laut Beschreibungen soll es vor allem die Rinde sein, die ja nach dem Drechseln (zumindest bei Pfeffermühlen) nicht mehr vorhanden ist. Ich war hin- und hergerissen (nicht zuletzt, weil ich einige schöne Vorräte an trockenem Robinienholz habe) - aber deine wertvolle Einschätzung lässt mich Robinie vorsichtshalber auf die "Lieber-nicht-verwenden"-Seite stellen.

Liebe Grüße,
Helmut

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Schwarzwälder
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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von Schwarzwälder » 25.02.2019 - 18:45:17

Hallo Kollegen,
so'n Sch..., jetzt hab ich einen 5 m Stamm Robinie vor der Garage liegen und kann den weder zu Mühlen noch zu Schüsseln oder Dosen verarbeiten. Linde - dito leicht sporig und Apfel ebenfalls. Also am besten das Drechseln aufgeben und die Stämme der termischen Verwertung zuführen. ????
Leute, lasst doch bitte die Kirche im Dorf, wenn wir all die Umweltgifte, die wir täglich bewusst und unbewusst zu uns nehmen addieren, vermute ich mal, dass unterm Strich ein weit höheres Ergebniss zustande kommt, als durch evtl. Schadstoffe/Gifte im Holz. Wir kaufen Fleisch im Supermarkt mit Antibiotikarückständen, Gemüse mit Pestiziden, Fungiziden und was weis ich noch was behandelt und belastet, weil "Geiz ist ja soo geil", erwärmen unsere Mahlzeiten in der Mikrowelle, rennen das halbe Leben mit dem Handü am Ohr rum und stressen uns Tag für Tag mit dem täglichen Gegebenheiten. Wo ist denn da noch eine Relation? Ich denke, wir sollten uns nicht durch all die Medienberichte irre machen lassen, denn jeden Tag findet irgend ein Hr.Prof. / Hr. Dr. heraus, was uns noch alles schaden könnte und von dem und dem wir Abstand halten sollten. Wir nähern uns mit beängstigender Geschwindigkeit amerikanischen Verhältnissen in Punkto "Sicherheit". Wir sollen Angst haben, denn ängstliche Menschen sind sehr leicht beeinflussbar und lenkbar. Ich hab vergangenes Jahr ~ einen halben Festmeter Eibe eingeschnitten und ich leben noch, die Griffe an meinen zwei DB sind aus Eibe, wie auch manch anderes Werkzeugheft - einfach weil schön anzuschaun. Oftmals sind meine Hände schweißnass und jetzt muss ich mir wohl überlegen, ob ich nicht "Detoxe" (für teures Geld), um all das Gift wieder aus mir raus zu bekommen. :-A Versteht mich bitte nicht falsch, ich versuche auch, so gesund wie möglich zu leben, Gemüse aus dem eigenen Garten, Fleisch nur in geringem Maße und dann vom Biohof, weigere mich, Tropenhölzer zu verarbeiten, aber was die heimische Natur hergibt kommt auch auf die Bank, oder auf den Tisch und dem täglichen Coktail, den wir ungefragt so zu uns nehmen müssen, entgeht eh keiner. Bei uns hier wird immer wieder über die Presse darauf hingewiesen, die Asche von Holzbrandöfen doch nicht im Kompost/Garten zu verwenden, da die Rückstände der von den Bäumen aufgenomenen Stoffe giftig seien..... :heul. Aber z.B. im Dampf einer hier ansässigen, Spanplatten produzierenden Firma, die mit ihren Schwaden die gesammten Stadt beglückt sind sicherlich keinerlei Schadstoffe enthalten. Also doch auch kein heimisches Holz mehr???
Es grüßt ein "ratloser" Achim (sorry, das musste jetzt einfach mal raus)
Der Schwarzwälder
Reden ist Schweigen und Silber ist Gold (R.Miller)
Wissen ist Macht -nichts wissen macht nichts...
Mir chenne alles usser hochdütsch

http://hortusmagica.jimdo.com/

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Helfried
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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von Helfried » 25.02.2019 - 19:06:50

Lieber Helmut,

ich möchte mich für die Ausdrücke "Unterstellung" und "Angstmache" entschuldigen, inzwischen bin ich mir auch klar, warum ich ein bißchen überreagiert habe: Deine abschätzige Bemerkung
Ein forumstypischer, fast nutzloser Beitrag mit widersprüchlichen Angaben, Mimositäten und Falschinformationen
zu einer alten Forumsdiskussion, die mich selbst damals sehr angesprochen hat, war der Auslöser meiner verbalen Schärfe.
Mein Ausdruck "Unterstellung" bezieht sich auf deine Aussage, dass gestocktes Holz von "Sporen durchsetzt" wäre.
Das könnte Angst machen.

Anselm hat deine Fragen auf eine völlig andere Ebene gehoben, ich zitiere nur auszugsweise:
Kunden haben in der Regel Angst vor gefährlichen Stoffen und wenn was auch nur den Anschein von Gift hat dann wollen sie das nicht
Ist natürlich alles Quatsch aber egal Robinie fällt somit auch durch
Wenn man Holzgegenstände verkauft oder verschenkt, muss man wohl den "Volksglauben" berücksichtigen.
In diesem Sinn kannst du freilich eine Liste von Hölzern zusammenstellen, die den Kunden unheimlich sind, weil sie schon von jemandem gehört haben, der jemanden kennt, der gelesen hat ....
Natürlich wird es dann unangenehm, wenn die Gerüchte überhand nehmen und uns die "ungiftigen" Hölzer ausgehen.
:-(
Vielleicht wäre es doch besser, dem Aberglauben entschieden entgegenzutreten und weder hier noch sonstwo im www. eine solche "Verdachtsliste" zu publizieren.

Helfried

HolzHelmut
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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von HolzHelmut » 25.02.2019 - 20:09:35

Hallo Helfried,

alles paletti! Danke für deine Ausführungen.
Mehr oder weniger geht es mir darum, substantiiert darauf hinzuweisen, dass die „üblichen Verdächtigen“ NICHT gefährlich sind. Ich denke, soweit es meine eher in sehr engen Grenzen gesteckten bio-chemischen Grundkenntinsse zulassen, dass die vielzitierten Gifte durch Nahrungsaufnahme anders aufgenommen und umgesetzt werden. Zudem sind die giftigen Bestandteile in Bereichen, die bei Mühlen gar nicht vorkommen. Aber das sind nur meine Vermutungen. Ich würde gerne eine Mühle aus Robinie machen, habe aber auch die von dir schon angesprochenen Vorbehalte.

Das mit dem gestockten Holz beruht auf Studien/Aussagen von Kennern über Themen wie Rußkrankheit von Ahorn, der Wirkungsweise von Schimmelpilzen etc. Daher vom Laien die Frage, ob es sich bei gestocktem Holz auch um Pilze/Sporen handelt, die bei direkten Lebensmittelkontakt Wechselwirkungen eingehen.

Meine Bezeichnung zu dem „forumstypischer, fast nutzlosen Beitrag mit widersprüchlichen Angaben ...“ denke ist nachvollziehbar, wenn man diesen zu Beginn noch interessanten Thread liest, der sich aber dann in etwas dem Forum unwürdige Diskussionen verliert.

Aber ich denk, ehe ich hier zur weiteren Verunsicherung beitrage oder unnötige Emotionen (die einfach mal raus müssen) hochkochen, beenden wir diesen Thread. Ich hatte mich nur freundlich nach verwendbarem Holz erkundigt, und nicht mit diesen emotionalen Reaktionen gerechnet.

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drexljoe
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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von drexljoe » 25.02.2019 - 21:52:05

Erich Kästner: "das Leben ist lebensgefährlich".

Grüße Joe
Holz ist Leben

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Ralph
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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von Ralph » 26.02.2019 - 00:56:35

Hallo Kollegen, wenn wir schon bei den Dichtern und Denkern sind:

Das Gift, an dem die schwächere Natur zugrundegeht, ist für den Starken Stärkung, und er nennt es auch nicht Gift.
Friedrich Wilhelm Nietzsche

Aber schon vor fast 500 Jahren wusste Theophrastus Bombast von Hohenheim (Paracelsus)
Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist.
Er musste es wissen, starb er doch an einer Quecksilbervergiftung......

Und Plinius (d.Ä.) warnte vor Wein aus Eibenfässern, der sei tödlich, aber nur wenn er aus Gallien kommt..............


Also doch Plastik?

Tupperware schreibt:
Seit dem Jahr 2013 sind alle in Deutschland von Tupperware verkauften Produkte BPA-frei.
Mensch TOLL.

Zur Info:
Bisphenol A ist ein Weichmacher,

Die WHO stuft BPA als endokrinen Disruptor ein, also einen Stoff mit hormonähnlicher Wirkung, und sieht es als erwiesen an, dass BPA beim Menschen bereits in kleinsten Mengen zur Entstehung von Krankheiten wie Diabetes mellitus, Fettleibigkeit, Störungen der Schilddrüsenfunktion, Entwicklungsstörungen (insbesondere bei Kindern) und Unfruchtbarkeit beiträgt.

Also besser Edelstahl?

Echt Sche__e für Nickelallergiker, aber sonst super.


Mein Fazit (und ich habe eine Kindheit ohne Fahrradhelm aber mit Vollmilch überlebt): Finger weg von Essen und Trinken, flach atmen und Schnüre an alle Telefone!
:-)

Ralph (Exilbayer)

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Glasholz
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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von Glasholz » 26.02.2019 - 09:35:02

Finger weg von Essen und Trinken, flach atmen und Schnüre an alle
Lieber Ralph, atmen ist SCHÄDLICH! Sauerstoff ist leider das Gift an dem wir langsam sterben, er lässt unsere Zellen altern. Ohne Sauerstof geht das natürlich erheblich schneller :mrgreen:

KD
. . . na klar komme ich in die Hölle! Aber durch den Personaleingang!

fidelis
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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von fidelis » 28.02.2019 - 08:21:36

Ich kann zwar nichts zu Eibenholz oder Ammoniak sagen, weil ich mich da nicht so gut auskenne, aber die Frage mit den gestockten Hölzern kann ich in meinen Augen ganz gut beantworten.
Ich züchte seit einigen Jahren selbst Speisepilze und geh auch viel in den Wald raus zum suchen. Daher bin ich mittlerweile recht versiert in der Mycologie :D.

Punkt 1: bei den gestockten Hölzern: Sie geben keine Sporen ab. Die meisten Pilze, die Holz stocken lassen, sind Saprophyten, die Fruchtkörper ausbilden. Und diese Fruchtkörper geben auch die Sporen ab. Das was wir im Holz als schöne gestockte Maserung sehen ist das Mycel des Pilzes. Das ganze ist zu vergleichen mit einer Blume. Die Blume hat auch nur in der eigentlichen Blüte ihre Pollen und Nektar, aber nichts davon im Stängel, den Wurzeln oder in den Blättern.

Punkt 2: Sporen sind nicht so bedenklich, wie jeder denkt. Bei den meisten Sporen ist es vergleichbar mit Holzstaub. Zu viel ist einfach schädlich. Was würden sonst die Pilzzüchter in den Pilzhallen machen :?? . Welche hier wirklich gefährlich sind, sind die Schimmelpilze, die man daran erkennt, dass sie so schöne Farben, wie blau, grün, rot und schwarz haben. Hier gibt es auch wieder unzählige Arten und darunter auch viele die nur "leicht" gesundheitsschädlich sind. Allerdings bin ich bei Schimmelpilzen auch vorsichtig. Besonders arg sind die schwarzen Sorten.

Punkt 3: Die vorher genannten Schimmelpilze sind bei unserem zugeschnittenen Holz nicht mehr vorhanden, da Schimmelpilze nur oberflächlich wachsen. Die Pilze, die wir innen sehen und die Strukturen erzeugen sind die Saprophyten. In dieser Gattung gibt es definitiv auch giftige, aber vorallem die, die direkt am Baum wachsen sind meist unbedenklich.

In meinen Augen kann man das ganze sehr einfach lösen indem man bei gestockten Hölzern den äußeren Bereicht abträgt. Damit sind die Schimmelpilze weg und beim Rest würde ich mir keine Sorgen machen.

Ansonsten kann ich Ralph nur zustimmen. Ich persönlich finde, dass man sich vorallem bei Naturprodukten weniger Gedanken machen sollte, als bei chemisch Erzeugtem. Also geht nicht immer alle auf die Pilze los. :smash:
Liebe Grüße
Fid
Fantasie Ist Wichtiger Als Wissen, Denn Wissen Ist Begrenzt. Fantasie Aber Umfasst Die Ganze Welt. (Albert Einstein)

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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von hawokle » 28.02.2019 - 14:04:35

Hallo fidelis,
deinen Bericht finde ich aufschlussreich und verständlich ….
Allerdings habe ich das Thema "vacuumiertes Holz" in keinem Beitrag gelesen...
Ich habe mir bezüglich gestocken Holzes eine kleine Vacuumanlage zugelegt,
um entsprechende Hölzer zu Verfestigen, damit ich eben aus diesen Hölzern
beispielsweise auch Mühlen fertigen kann.
Die Teile werden mit hochwertgem Epoxid im Kessel bis zu 3 Stunden vacuumiert,
anschließend etwa 10 Tage zum Aushärten gelagert ...
Somit kann ich mir nicht vorstellen, daß Pilzsporen noch eine schädliche Wirkung haben könnten ...
Entsprechende Auskünfte (schriftlich oder mündlich) habe ich bisher weder gelesen, noch gehört ...
Solltest du in dieser Richtung etwas wissen, würde ich mich freuen, hier oder über eine PN
eine Nachricht von dir zu erhalten ...
schreibt.....herzlichst Hans-Wolfgang,

der WalDmichelb_Ach(d)ER ...!....!

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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von Bioschreiner » 28.02.2019 - 17:26:44

Hans Wolfgang

Du schreibst, der Beitrag von Fidelis sei gut zu verstehen.

Das finde ich auch und zudem stimme ich ihm zu, rede ich mir doch schon seit Jahren das Maul fusselig um zu erklären, daß nur die Fruchtkörper von Pilzen Sporen abgeben. Das Holz enthält nur das Myzel!

Wieso fragst Du jetzt nach, ob das bei mit Kunststoff verschmiertem Holz anders sei?

Klingt nicht logisch. Oder sollen durch das Vakuum jetzt Pilzsporen in das Holz kommen? ;-)

Liebe Grüsse
Bioschreiner
uwe
Ich liebe das Holz - aber liebt es mich auch?

Laß mich - ich kann das ... oh - kaputt!!!

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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von hawokle » 28.02.2019 - 18:52:26

Bio,
ich habe keine Ahnung, was du mit deinem Beitrag wissen/bezwecken willst ...
schreibt.....herzlichst Hans-Wolfgang,

der WalDmichelb_Ach(d)ER ...!....!

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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von Bioschreiner » 28.02.2019 - 19:51:06

Hallo Wolfgang

Ich wollte Dir nur noch einmal sagen, daß in gestocktem Holz keine Sporen drin sind.
Folglich sind nach dem Zusetzen von Kunststoffen zu dem gestockten Holz, mithilfe einer Vakuumanlage,
immer noch keine Sporen drin.

Das ist meine Aussage, nicht mehr und nicht weniger!

So einfach
Liebe Grüsse
Bio
uwe
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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von hawokle » 01.03.2019 - 08:54:59

Hallo Bio,
meine Post bezog sich im großen ganzen nur auf :

Code: Alles auswählen

Allerdings habe ich das Thema "vacuumiertes Holz" in keinem Beitrag gelesen...
:nk: danke ...
schreibt.....herzlichst Hans-Wolfgang,

der WalDmichelb_Ach(d)ER ...!....!

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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von Grissianer » 01.03.2019 - 18:09:49

Hallo
Für Pfeffermühlen würde ich niemals halb verfaultes Holz hernehmen und schon gar kein halbverfaulte mit Plastik verschmiertes Holz
Stellt euch mal vor wenn ein Kunde das komische Teil später in seinen offenen Kamin rein wirft. Da kommt ihm dann eine Dioxinwolke entgegen. Falls Er oder Sie das überlebt verklagt er euch wegen wiesgottwas.
Gruß
Anselm
Was ich mir nicht zutraue werde ich niemals lernen!!

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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von hawokle » 01.03.2019 - 19:57:01

Anselm,

:danke: für deinen Kommentar, ….
in unserem Sprachgebrauch bezeichnet man ein Stück gestocktes Holz eben als "Faules Holz" ...
jedoch:
wie kannst du einfach behaupten, mein Holz ist "kunststoffverschmiert",
nur weil's ein anderer Tonnenplatscher so unüberlegt daher schreibt/schmiert ... :?oh :?oh :?oh
denn:
noch hast du kein Stück von mir gesehen/angeschaut, somit kannst du dir kein Urteil in dieser Art erlauben ….
In jedem exklusiven Geschirr-/Besteckladen (auch bei Euch) bekommt man Gewürzmühlen,
Salat-Bestecke usw. aus Kunststoffen, bei denen Herkunft und Material undefinierbar sind …
Bisher habe ich drei Garnituren Mühlen in dieser Art gefertigt,
sollte mir Jemand eine Gesundheitsgefährdung beim Gebrauch der Mühlen schriftlich nachweisen,
werde ich sofort weitere Herstellungen einstellen ….(aus eigenem Interesse)….
Rege dich auf über diejenigen, die massenweise Exotenholz zerspanen …
Wie viele Plastikgeräte, wie Schüsseln, Teller, Kleinmaschinen usw. hast du/dein Umfeld in Gebrauch …,
oder die an deiner Melkmaschine befindlichen Weichteile zum Melken deiner Kühe sind sicher nicht
von dir aus Latschenkiefer oder Zirbe gefertigt, weder habe ich bisher Negatives über die
Super-tollen Schreibgerätehersteller, die zum Großteil einmalige Schreibgeräte aus stabilisiertem
Material jeglicher Art herstellen, gehört .
Deshalb:
Ich würde mich nicht allzu weit diesbezüglich aus dem Fenster lehnen ...
Übrigens:
Deine Beiträge habe ich bisher immer interessiert gelesen und angeschaut,
was auch weiterhin der Fall sein wird ....
schreibt.....herzlichst Hans-Wolfgang,

der WalDmichelb_Ach(d)ER ...!....!

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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von Siegi » 01.03.2019 - 20:12:36

Hallo Hans -Wolfgang,

ich bin Handwerker und kein Jurist.
Aber meines Wissen nach bin ich als Hersteller in der Beweispflicht, das mein Produkt in Ordnung ist und nicht der Verbraucher.
In Deutschland Recht haben und bekommern, sind zwei Paar verschiedene Schuhe.

sollte mir Jemand eine Gesundheitsgefährdung beim Gebrauch der Mühlen schriftlich nachweisen,
werde ich sofort weitere Herstellungen einstellen ….(aus eigenem Interesse)….

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Helfried
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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von Helfried » 01.03.2019 - 20:44:28

Lieber Helmut, liebe alle,

da dieses Thema offensichtlich ohnehin schon ziemlich nah am Entgleisen ist, erlaube ich mir bitte, den Beitrag von Anselm nocheinmal besonders hervorzuheben:
Für Pfeffermühlen würde ich niemals halb verfaultes Holz hernehmen und schon gar kein halbverfaultes mit Plastik verschmiertes Holz.
Stellt euch mal vor wenn ein Kunde das komische Teil später in seinen offenen Kamin rein wirft. Da kommt ihm dann eine Dioxinwolke entgegen.
Meiner Erinnerung nach ist Anselm damit der erste, der hier in diesem Forum den gesamten Lebenszyklus eines gedrechselten Produktes anspricht.
:danke:
Schon bei unzähligen Themen wurde die Verbindung von Holz und Kunststoff bisher ausschließlich unter den Aspekten Machbarkeit und "künstlerischer" Ausdruck besprochen, eventuell noch Arbeitssicherheit.

Zum ersten Mal wurde hier und heute auch die Entsorgung angesprochen.
Ich bin wirklich "freudig überrascht"!

Und ich dachte wirklich, den Thread hätte man besser schon schließen sollen ...

Helfried

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Bernd Schröder
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Re: Welche Holzarten für Pfeffermühlen?

Beitrag von Bernd Schröder » 01.03.2019 - 21:21:34

Hallo Helfried!
Jetzt wird es spannend...
...cradle to cradle im Hobbysektor.

Konsequent wäre es so zu denken, aber ich glaube hier wird dann mit Spatzen auf
Kanonen geworfen.
Trotzdem versuche ich eine unnötige Belastung zu vermeiden und verwende
wenig Lacke oder Farben oder Kunststoffe.
Auch bei den Hölzern bleibe ich immer mehr in der Heimat und verzichte auf
Exoten. Ausnahmen sind hier Nachlässe der vielen alten Drechsler/Tischler
und die Abfallhölzer aus verschiedenen Produktionen.
Bei den geschätzten 50.000 Drechslern (Hobby) in Deutschland kommt jedes Jahr
ein kleiner Wald und eine kleine Lackfabrik zusammen.
Lasst uns versuchen nur einen kleinen Fussabdruck auf dieser Erde zu hinterlassen.
Mit besten Grüßen aus der Heide!
Bernd

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