Wie ich zu meinen Stiften kam.

Arbeitssicherheit, Unfall- und Gesundheitsschutz

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Stefan11a
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Wie ich zu meinen Stiften kam.

Beitrag von Stefan11a »

Hallo liebe Drechslergemeinde.
Ich bin der Stefan und seit einigen Jahren hier im Forum immer mal unterwegs.
Zunächst möchte ich einmal Danke sagen für die vielen Berichte Meinungen und vor allem die Tipps zum Drechseln meiner Schreibgeräte.
2016 ging es mir sehr schlecht, ich hatte einen Burnout verbunden mit einer sehr schweren Depression.
Weil ich am Ende war und keine Kraft mehr hatte, meine Lebensqualität gegen null war, ließ ich mich in eine Fachklinik einweisen.
Dort war ich über drei Monate in Behandlung.
In der Arbeitstherapie gab es die Möglichkeit Kugelschreiber zu Drechseln.
Mir wurde erklärt und praktisch gezeigt wie ein schöner Schreiberling entsteht.
Ich bin bei der Fertigung völlig bei mir und vergesse Raum und Zeit.Als ich entlassen wurde mit für mich einem sehr positiven Ergebnis, stand fest das ist mein Ding das werde ich zu meinen Hobby machen.
Als erstes wurde ein Gartenhaus bestellt und aufgebaut. Danach zum Schulte und eine Midi gekauft mit allem Zubehör was man zum Anfang braucht.
Seit 2021 ( nachdem zwei große Vitrinen voll waren mit meinen Schreibgeräten) besuche ich bestimmte Märkte in NRW.
Ich habe ein Kleingewerbe angemeldet damit alles seine Ordnung hat.
Mit den Jahren kammen viel Zubehör und Maschinen der Holzverarbeitung hinzu.
Es ist für mich keine Arbeit in der Werkstatt zu stehen und Stifte zu drechseln sondern pure Freude.
Ich könnte von den Einnahmen sogar gut leben. Aber ich habe ja noch einen anderen Beruf.
Zum großen Teil habe ich meinen Gewinn direkt wieder reinvestiert irgendwann hatte ich alles was was man zum drechseln braucht und der Gewinn wurde bei Seite gelegt.
Da ich meistens Samstag und Sonntags auf Märkten bin habe ich mir ein altes Mercedes Feuerwehrauto Kastenwagen ersteigert und bin dabei diesen zu einem Wohnmobil umzubauen. Damit ich mir die Hotelkosten sparen kann.
Kurz gesagt das alles macht mir bis heute immernoch viel Spaß und Freude.
Mein Leben hat sich um 180 Grad zum positiven geändert.
Ich kann, darf sagen ich bin jetzt ein in mich ruhender glücklicher Mensch und dieses Forum hat einen Teil dazu beigetragen.
Nochmals ein herzliches Dankeschön dafür.
Liebe Grüße
Der Stiftemacher Stefan



*Beitrag hierher verschoben von Holzpeter
Deine Meinung ist mir wichtig, aber ist sie Richtig.
Es gibt immer zwei Meinungen, meine und die falsche.
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peter anton
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Re: Wie ich zu meinen Stiften kam.

Beitrag von peter anton »

Danke,das du Deine Geschichte mit dem Forum teilst,,wünsche dir noch viele schöne und entspannte Stunden an der Drechselbank
gruss peter
""Herrscher der großen Röhre""
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woody-bernhard
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Re: Wie ich zu meinen Stiften kam.

Beitrag von woody-bernhard »

Hallo Stefan,

wow, was für eine schöne Geschichte… mit Happy End!!!
Ich drücke Dir weiterhin alle Daumen, finde viele neue Wege (für mich sind die der Stifteproduktion etwas ausgetrampelt) aber mein absolut liebstes Schreibgerät ist ein umgebauter Lamy Kugelschreiber.
Weiterhin viel Erfolg… und Gesundheit!

Bernhard
in jedem Stück Holz steckt das womöglich schönste Kunstwerk der Welt... man muß nur das "außenrum" wegmachen...

http://www.holzundso.de
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Stefan11a
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Re: Wie ich zu meinen Stiften kam.

Beitrag von Stefan11a »

Hallo Bernhard
Ich verkaufe nicht die Modelle von der Art Liebensteiner, sondern meine Modelle haben einen Bezug zum Thema Hobby Beruf usw.
Und das läuft ganz gut und die Auswahl ist fast unendlich.
Liebe Grüße
Stefan
Deine Meinung ist mir wichtig, aber ist sie Richtig.
Es gibt immer zwei Meinungen, meine und die falsche.
erwino
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Re: Wie ich zu meinen Stiften kam.

Beitrag von erwino »

Hallo Stefan,
sehr viel Respekt von mir, daß du deine Geschichte hier erzählst.
das zeigt mir wieder mal, daß wir in unserer Gesellschaft oft " zwangs gesteuert " sind.
was müssen wir denn alles tun, um anerkannt--geliebt zu werden ??
wünsche dir weiterhinn viel Erfolg, verbunden mit Spass---und auch schöne Stunden in deinem Camper--geniese ich ebenso.
liebe Grüße
Erwin
Das Leben ist ein einzigartiger, großartiger Versuch, um Meister zu werden.
klaus-gerd
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Re: Wie ich zu meinen Stiften kam.

Beitrag von klaus-gerd »

hallo Stefan,
Dein Bericht macht neugierig.
Kannst Du einmal ein paar Deiner Schreiber zeigen?
Bittet KG
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pfpublic
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Re: Wie ich zu meinen Stiften kam.

Beitrag von pfpublic »

Hallo Stefan, Dein aufrichtiger Bericht freut mich. Zeigt er doch, das Zufriedenheit möglich ist. Vielleicht macht er Anderen Mut, auch so aufrichtig mit ihrem Leben umzugehen und eigene Wege zu gehen...

Gruß
Klaus
elektrolurch
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Re: Wie ich zu meinen Stiften kam.

Beitrag von elektrolurch »

Hallo Stefan
Interesant dein Werdegang!
Das hört man heute leider viel zu oft.
Für mich ist das drechseln auch immer totale Entspannung, ausser es steht ein "plötzlicher" Geburtstag bevor und mir fällt kein passendes Geschenk ein. 🤣
Am meisten freut es mich wenn sich der Beschenkte auch richtig freut.
Meine Werke werden immer verschenkt, weil das Thema Gewerbe und was darf ich und was nicht schon wieder Stress bedeutet.
Weiterhin viel Spaß beim drechseln und hast du ein paar Bilder?
So als Inspiration was es alles gibt?
Ich habe auch schon für einen Footballer und eine Feuerwehrmann Kugelschreiber gemacht.

BYe André
Wer nur noch altes bewahren will, ist meist nur zu alt, um neues zu verstehen!
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Stefan11a
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Re: Wie ich zu meinen Stiften kam.

Beitrag von Stefan11a »

Vielen lieben Dank für eure Antworten.
Ich war früher auch so das ich sagte, Burnout, Depressionen als Mann ?!
Stell dich mal nicht so an. Das kriegste doch wohl alleine hin.
Nein eben nicht!
Ich rede offen über das Thema um andere die in einer ähnlichen Situation sind zu sagen Rede darüber hol dir professionelle Hilfe.
Oft werde ich auf den Märkten angesprochen wie ich zu diesem Hobby gekommen bin.
Und dann freut es mich das der Gesprächspartner mir weiterhin alles gute wünscht.
Thema Fotos, ich Versuche jetzt welche ins Forum zu stellen hatte aber immer schon Probleme mit der Größe usw.
Wenn es nicht klappt, meine Modelle kommen aus den USA.

Liebe Grüße
Stefan

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Stefan11a
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Re: Wie ich zu meinen Stiften kam.

Beitrag von Stefan11a »

Es tut mir leid aber meine Bilder haben wohl zu viel Pixel.
https://www.pennstateind.com/ dort kaufe ich meine Modelle.
Ich hoffe es ist erlaubt.
Liebe Grüße
Stefan
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Hochburg
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Re: Wie ich zu meinen Stiften kam.

Beitrag von Hochburg »

Hallo Stefan,

es braucht Mut, das zu schreiben!
Damit gibst du aber auch anderen Hoffnung - toll!

Auch ich steuerte vor Jahren auf ein Burnout zu, konnte aber dank meiner Frau doch noch die Reissleine ziehen - eine üble Zeit war das…

Ich bin überzeugt, dass deine Stift erstklassige Qualität haben, da du darin nur pures Vergnügen siehst.

lg
Roland
Herzliche Grüsse aus der Schweiz
Roland

http://woodturningandmore.jimdo.com
Drechselkurse in Rheinfelden auf Drechselbänken von Vicmarc (VL100/VL150/VL300)
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Günni´s Welt
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Re: Wie ich zu meinen Stiften kam.

Beitrag von Günni´s Welt »

Stefan11a hat geschrieben: 18.09.2023 - 12:21:26
Es tut mir leid aber meine Bilder haben wohl zu viel Pixel.
https://www.pennstateind.com/ dort kaufe ich meine Modelle.
Ich hoffe es ist erlaubt.
Liebe Grüße
Stefan
Hi Stefan,
wie läuft das mit dem Zoll?
Liebe Grüße,
Günni
Holz macht glücklich
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Stefan11a
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Re: Wie ich zu meinen Stiften kam.

Beitrag von Stefan11a »

Hallo Günni
Ja der Zoll kommt noch drauf und die Bearbeitungsgebühr.
Je nach dem von welchen Paketdienst es kommt vor Ort in bar.
Oder es kommt ein paar Wochen mit der Post.
Liebe Grüße
Stefan
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daniela66
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Re: Wie ich zu meinen Stiften kam.

Beitrag von daniela66 »

Stefan11a hat geschrieben: 16.09.2023 - 23:20:47
Hallo liebe Drechslergemeinde.
Ich bin der Stefan und seit einigen Jahren hier im Forum immer mal unterwegs.
Zunächst möchte ich einmal Danke sagen für die vielen Berichte Meinungen und vor allem die Tipps zum Drechseln meiner Schreibgeräte.
2016 ging es mir sehr schlecht, ich hatte einen Burnout verbunden mit einer sehr schweren Depression.
Weil ich am Ende war und keine Kraft mehr hatte, meine Lebensqualität gegen null war, ließ ich mich in eine Fachklinik einweisen.
Dort war ich über drei Monate in Behandlung.
In der Arbeitstherapie gab es die Möglichkeit Kugelschreiber zu Drechseln.
Mir wurde erklärt und praktisch gezeigt wie ein schöner Schreiberling entsteht.
Ich bin bei der Fertigung völlig bei mir und vergesse Raum und Zeit.Als ich entlassen wurde mit für mich einem sehr positiven Ergebnis, stand fest das ist mein Ding das werde ich zu meinen Hobby machen.
Als erstes wurde ein Gartenhaus bestellt und aufgebaut. Danach zum Schulte und eine Midi gekauft mit allem Zubehör was man zum Anfang braucht.
Seit 2021 ( nachdem zwei große Vitrinen voll waren mit meinen Schreibgeräten) besuche ich bestimmte Märkte in NRW.
Ich habe ein Kleingewerbe angemeldet damit alles seine Ordnung hat.
Mit den Jahren kammen viel Zubehör und Maschinen der Holzverarbeitung hinzu.
Es ist für mich keine Arbeit in der Werkstatt zu stehen und Stifte zu drechseln sondern pure Freude.
Ich könnte von den Einnahmen sogar gut leben. Aber ich habe ja noch einen anderen Beruf.
Zum großen Teil habe ich meinen Gewinn direkt wieder reinvestiert irgendwann hatte ich alles was was man zum drechseln braucht und der Gewinn wurde bei Seite gelegt.
Da ich meistens Samstag und Sonntags auf Märkten bin habe ich mir ein altes Mercedes Feuerwehrauto Kastenwagen ersteigert und bin dabei diesen zu einem Wohnmobil umzubauen. Damit ich mir die Hotelkosten sparen kann.
Kurz gesagt das alles macht mir bis heute immernoch viel Spaß und Freude.
Mein Leben hat sich um 180 Grad zum positiven geändert.
Ich kann, darf sagen ich bin jetzt ein in mich ruhender glücklicher Mensch und dieses Forum hat einen Teil dazu beigetragen.
Nochmals ein herzliches Dankeschön dafür.
Liebe Grüße
Der Stiftemacher Stefan



*Beitrag hierher verschoben von Holzpeter
Danke sehr für deine interessante Geschichte.
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