Rußrindenkrankheit

Arbeitssicherheit, Unfall- und Gesundheitsschutz

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rosenholz
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Rußrindenkrankheit

Beitrag von rosenholz » 21.03.2019 - 19:26:56

Hallo Drechsler Kollegen.
Aus aktuellem Anlass hier eine Info zur Gesundheit:
Aktuelle Nachrichten melden die Rußrindenkrankheit bei Ahornbäumen.
Die Rußrindenkrankheit bedroht die Ahorn-Bäume und die schwarzen Pilz-Sporen sind für Menschen gefährlich.
Befallene Bäume sollen weiträumig gemieden werden.
Befallene Bäume müssen gefällt werden.
Sollte euch in nächster Zeit also Ahornholz angeboten werden dann auf schwarzen Sporenbelag achten.

Beste Grüße
Klaus :rose:



*edit by Raupenzwerg

rosenholz
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Re: Rußrindenkrankheit

Beitrag von rosenholz » 21.03.2019 - 19:58:39

Ich habe hier noch ein Bild der Rußrindenkrankheit gefunden:

Rußrindenkrankheit 1.jpg

Gruß Klaus :rose:

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Tüftler
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Re: Rußrindenkrankheit

Beitrag von Tüftler » 22.03.2019 - 18:00:06

Hallo,

Ich finde das ganze etwas übertrieben.
Erstmals wurde der Pilz 2006 in Deutschland entdeckt und ich wüsste nicht, das dieses Thema damals so breit getreten wurde.
Mit jedem Atemzug, welchen wir machen, nehmen wir Unmengen an teilweise unerwünschten Partikeln auf. Unter anderem auch viele Pilzsporen.
Wenn man durch einen Wald oder Park geht, in welchem Ahornbäume stehen, wird den Pilz kaum eine Absperrung interessieren. Die Pilzsporen fliegen etliche Kilometer.
Also wird man auch diese irgendwann einatmen.
Es ist logisch, das man nicht in direkten Kontakt mit dem Holz kommen sollte, um die Sporen nicht direkt einzuatmen. Das ist aber auch bei allem so, was verschimmelt ist.
Was ich für eine Schande finde, ist, das jetzt hunderte, wenn nicht tausende Ahornbäume abgeholzt werden. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob wirklich alle davon betroffen sind. Man sollte auch einmal die Natur sich selbst überlassen. Sie wird das schon machen!
Weil, wenn wir alles vernichten, was unserer Gesundheit schadet, werden wir bald keine Natur mehr haben!

Gruß,
Tüftler
Nur wenn man die Kritik anderer akzeptiert, kann man lernen und besser werden!

rosenholz
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Re: Rußrindenkrankheit

Beitrag von rosenholz » 22.03.2019 - 19:52:08

Hallo Ralf
Sicher hast du Recht, das Phänomen tritt schon länger auf und auch ich finde es schade
Dass man eine nicht messbare Anzahl von Ahorn Bäumen fällen muss.
Mir persönlich ging es eher darum Kollegen aufmerksam zu machen
Und vor eventuellen Gesundheitlichen Folgen zu warnen.
Beim Drechseln steht man halt noch etwas näher am Holz und vor allen Dingen
mehr im Staub
Das durch den Pilz zerstörte Holz hat im Inneren eine schöne Maserung
Ähnlich gestockter Buche was den ein oder anderen schon dazu verleiten kann
das Holz zu drechseln.
Was mich wieder zu dem wirklich interessanten und wichtigem
Beitrag vor Kurzem im Forum
über die Notwendigkeit von Atemschutz und Staubmasken führt.
Ich wünsche allen ein gesundes Drechseln.
Gruß Klaus :rose:

leoanton
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Re: Rußrindenkrankheit

Beitrag von leoanton » 22.03.2019 - 20:22:48

Hallo Klaus,
was mach ich jetzt mit meiner Birke 45cm Durchmesser unter der Rinde auch Schwartz?
Heute bekommen.
Gruß Leo

Holzteife
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Re: Rußrindenkrankheit

Beitrag von Holzteife » 22.03.2019 - 20:48:52

Servus Klaus,

Ohne mich in keinster Weise mit Russrindenkrankheit befasst zu haben, da ich zum ersten Mal davon höre, stellt sich mir die Frage, ist dann nicht auch unser allseits beliebtes, gesuchtes, angestocktes Buchen-, Birken- oder sonstig befallenes Holz gefährlich? Wie gesagt, hab mich noch nicht damit befasst, aber Pilzsporen bei allen angestockten Hölzern lassen sich nicht wegdiskutieren. Wie immer wird auch hier die Menge das Gift machen?
Hätte nichts gegen genauere Infos.

Gruß Robert
... die Welt ist rund!

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Re: Rußrindenkrankheit

Beitrag von rosenholz » 22.03.2019 - 21:10:51

Hallo Leo
Baumschäden und Pilz oder Myzelbefall finden sich auf allen Holzorganismen
Die entweder durch Bodenbeschaffenheit und oder falsche Standorte
Witterungseinflüsse (Trockenheit) oder Baumschädlinge hervorgerufen werden.

Auch nicht verheilte Wildverbisse führen beim Baum (wir würden sagen Blutvergiftung)
zum Pilzbefall. Bei der Birke sind es oft Trockenschäden die zu Rindenrissen führen welche
schwarze Ausbrüche zur Folge haben. (Problemlos in der Weiterverarbeitung)

Bei Unsicherheit solltest du vielleicht befallene Stellen großflächig entfernen.
Grundsätzlich benutze ich immer Atemschutz beim Drechseln

Einen guten Ratgeber hier als Link der Forstschule Weihenstephan
Interesantes rund um die Birke

https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/wal ... _birke.pdf

Ich hoffe aus deiner Birke wird etwas schönes

Gruß Klaus :rose:

rosenholz
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Re: Rußrindenkrankheit

Beitrag von rosenholz » 22.03.2019 - 21:38:06

Holzteife hat geschrieben:
22.03.2019 - 20:48:52
Servus Klaus,

beliebtes, gesuchtes, angestocktes Buchen-, Birken- oder sonstig befallenes Holz gefährlich?

Gruß Robert
Hallo Robert

Gestocktes Holz ist ein natürlicher Prozess der Natur
Ein Parasit gibt der Natur das zurück was ihr gehört
In Natur belassenen Wäldern ein normaler Vorgang

Ausgelöst durch Feuchtigkeit und unterbunden durch Trocknung.
Welches Holz mehr oder minder Gesundheitsschädlich ist kann ich dir
leider nicht beantworten.

Was ich jedoch sagen kann ist, das durch zufuhr vom feuchte der Parasit oder auch das
Myzel wieder aktiv wird und der Prozess neu in Gang kommt.

Was in unserem Stammtisch schon zu mancher Diskussion geführt hat
Schalen oder Gefäße für Lebensmittel aus Gestocktem Holz
Ja oder Nein

Nachdem verschiedene Hölzer wie Buche und Eiche eh in der Liste der
Krebserregenden Stäube gelistet sind sehe sich die Frage nach Giftigkeit
Des Pilzes eher als untergeordnet an.

Somit sind wir wieder beim Atemschutz

Gruß Klaus :rose:

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Re: Rußrindenkrankheit

Beitrag von oeht2000 » 22.03.2019 - 22:07:08

Hallo in die Runde,

habe etwas Ahorn geschenkt bekommen.
Nachdem ich gestern Abend hier den Hinweis auf die Rußrindenkrankheit las, habe ich mir heute "meinen Ahorn" mal etwas genauer betrachtet.
Zum Glück ist er offensichtlich gesund gewesen :mrgreen:.
Der Grund für die Fällung war, daß der Ahorn an der Grenze zum benachbarten Kirchengrundstück stand und die Äste bis an den Haupteingang der Kirche ragten.
Die Kirchgänger befürchteten bereits, dass Äste brechen und herabstürzen könnten.
Die Fällung hat ein Profiteam mit schwerem Gerät erledigt.
Durch Zufall erfuhr ich von dieser Aktion und habe vom Eigentümer reichlich geschenkt bekommen.

Heute war also Abholtag.
Bin mit meinem Anhänger und ein wenig Werkzeug hin und habe mal etwas mitgenommen.
Dieser Ahorn hat eine ganz andere Krankheit !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ü B E R G E W I C H T :?oh
War eine ziemliche Plackerei. Ohne den Fällheber wäre das nichts geworden. Ich konnte die beiden dicken Brocken über die Heckrampe alleine reinrollen.
Anhänger voll gemacht und dann erst mal eine kleine Pause.
Da ich den Anhänger morgen für eine weitere Holzabholung (Apfel- und Kirschbaum plus Weide) benötige, musste ich das ganze Holz heute Abend wieder ausladen.
IMG_8288.JPG
IMG_8299.JPG
IMG_8306.JPG
IMG_8307.JPG
Die Rußrindenkrankheit umgehe ich, indem ich mich mit diesem Ahorn eindecke.

Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet
vom Stephan (der sich mit Material einen Wolf tanzt)
gut drauf, ohne Drogen

http://www.enduroundoffroad.com

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SteffenM
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Beitrag von SteffenM » 22.03.2019 - 22:09:20

Guten Abend zusammen!

Was man im Internet zur Rußrindenkrankheit findet, erinnert mich an die Panikmache mit den Eichenprozessionsspinner. Damals wurden ganze Parks gesperrt, als wären die Tierchen keine Raupen, sondern hochradioaktive Menschenfresser aus dem Weltall.
Wie damals sind auch dieses Mal nur die Allergiker unter uns betroffen: Wer auf die Sporen des Pilzes (Cryptostroma corticale) allergisch reagiert, sollte selbstverständlich einen Bogen um befallenes Holz machen. Und alle anderen müssen sich im Rahmen des ohnehin stets gebotenen Arbeitsschutzes fragen, ob man sich mit einer rotierenden Pollenschleuder wirklich eine Extradosis Feinstaub verpassen möchte.

Hier noch ein interessanter Text:
"Wenn es trocken ist, kommen diese Pilzsporen an die Luft und werden von Menschen wie Waldarbeitern oder Spaziergängern eingeatmet, dann kann eine so genannte exogen allergische Alveolitis entstehen. Die Symptome hierfür sind Reizhusten, Fieber, Atemnot und Schüttelfrost. Nach zwölf bis 24 Stunden gehen die Symptome wieder zurück – auch ohne Behandlung."
(Quelle: www.hr4.de)

Ein allergie- und staubfreies Arbeiten wünscht
Steffen

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Re: Rußrindenkrankheit

Beitrag von leoanton » 22.03.2019 - 22:35:20

Danke Klaus,
Gruß Leo

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Re: Rußrindenkrankheit

Beitrag von Cello » 22.03.2019 - 23:40:47

oeht2000 hat geschrieben:
22.03.2019 - 22:07:08

Der Grund für die Fällung war, daß der Ahorn an der Grenze zum benachbarten Kirchengrundstück stand und die Äste bis an den Haupteingang der Kirche ragten.
Die Kirchgänger befürchteten bereits, dass Äste brechen und herabstürzen könnten.
Warum die unnötige Fällaktion? Hat Gott nicht seine schützende Hand über seinen Schäflein? Selbst als Atheist würde ich vom Glauben abfallen, wenn mich auf einem Kirchengrundstück ein Ast erschlagen würde.

Gruß
Cello
veni, vidi, secui - ich kam, sah und sägte


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Re: Rußrindenkrankheit

Beitrag von Grissianer » 23.03.2019 - 18:45:31

Hallo Cello
Da würdest du weder von deinem noch von sonst einem Glauben abfallen.
Wenn du Glück hast dann gehts danach direkt Schuss in den Ofen oder hinter den Kirchturm 2 Meter unter Tage.
Wenn du Pech hast gehts nur in den Rollstuhl.
Gruß
Anselm
Was ich mir nicht zutraue werde ich niemals lernen!!

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