Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

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Fuegen
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Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von Fuegen » 14.03.2019 - 08:30:50

Hallo Forum,

ich habe langsam immer mehr den Wunsch mir eine Kettensäge anzuschaffen, stehe aber auf Grund von Unwissenheit in dieser Materie
vor einer kleinen, inneren Aufgabe...

Was brauche ich?
Um gelegntlich Bohlen für die Tischlerei abzulängen, mal einen mittelmäßigen Baum zu fällen und um anschließed das ganze Mundgerecht für meine Drechselbank zu bekommen? Ist das alles mit einer Säge möglich...?
Und muss es eine Benziner sein, oder habe ich da mehr zu warten und einzustellen als zu Sägen (ich erinnere mich an die Anfänge meiner RC-Zeit mit dem ersten Verbrennermotor)...

Ich hatte mir vorgestellt so circa 400 Euro +/- rein für die Säge auszugeben.
Schnittschutzhose und Helm/Visir on-top.

Was sind eure Empfehlungen für einen guten Allrounder, sofern es diesen überhaupt gibt?
Da meine erste Einweisung in die Kettensäge schon einige Jahre her ist, würde ich mich noch einmal von einem ortsansässigen Förster betreuen lassen.

Vielen Dank und liebe Grüße,
Max

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drmariod
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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von drmariod » 14.03.2019 - 08:38:51

Ob Benzin oder nicht ist denke ich nur die Frage ob Du ne Steckdose in der Nähe hast...
Gute Alternativen gibt es wohl auch mit Akku mittlerweile, allerdings hab ich da keine Erfahrung.

Ich benutze ne kleine Stihl mit Benzinmotor und 40er Schwert, die reicht für alles was mir bis Jetzt zum Thema Kettensäge in den Sinn gekommen ist...
"Etwas nicht zu können ist kein Grund es nicht zu tun..."
(Alf)

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ManfredO
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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von ManfredO » 14.03.2019 - 09:23:57

Hallo Max,

zum Thema Akkugeräte: Ich arbeite seit einem Jahr semiprofessionell mit einer STIHL MSA200. Die ist incl. Ladegerät und Akkus deutlich über Deiner Preisvorstellung. Allerdings ist meine Erfahrung mit der Maschine extrem gut. Ein kleiner PKW-Anhänger Holz lässt sich mit einer Akkuladung problemlos kleinsägen. Für die "dicken Brocken" hat sie zu wenig Dampf bzw. man muss langsam machen, aber wenn's nur um gelegentliche Holzaufarbeitung zum Drechseln geht, problemlos. Durch die schmale Kette muss sie auch nur einen dünnen Schnitt machen und somit wird auch viel weniger Holz zerspant als mit einer herkömmlichen Benzinkettensäge. Daher kann man die Leistung nicht direkt vergleichen.

Ob jetzt ein billigeres Akkugerät in Deiner Preisvorstellung ähnliche Leistungen bringt... schwer zu sagen. Laut Testberichten nimmt mit dem Preis auch die Leistung ab, aber vielleicht hat ja ein anderes Foren-Mitglied hier Erfahrung.

Prinzipiell würde ich immer zu einer "Profimarke" greifen. Mit einer (evtl. etwas kleineren) Profisäge hat man meist mehr Spaß als mit einem (dafür etwas größeren) Baumarktprodukt. Ist halt ähnlich wie bei Drechselmaschinen.

Aber eines möchte ich nicht unerwähnt lassen: Die Arbeit mit einer Kettensäge ist nicht ungefährlich. Schutzausrüstung (Schnittschutz etc) ist DRINGENDST zu empfehlen, da musst Du auch noch ein bisschen Geld einplanen. Muss ja in Deinem Fall nicht die Luxusausführung mit Stretch etc. sein.
UND die Arbeit mit der Maschine will gelernt sein. Daher würde ich UNBEDINGT einen Kurs machen oder zumindest eine Einweisung von jemandem in Anspruch nehmen, der sich gut auskennt!

Viele Grüße aus Karlsruhe
ManfredO
Am Ende wird alles gut... wenn es nicht gut ist, dann ist es auch nicht das Ende.

chrismed
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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von chrismed » 14.03.2019 - 09:47:13

Hallo Max!

Bezüglich der Aussagen der anderen Antworten - > sind sicherlich richtig (Steckdose, Akku etc.).
Ich habe 15 Motorsägen - alle Größen. Bin nach dem ersten Defekt der billigen Säge auf Markenprodukte umgestiegen.
Bei 400 Euro läge eine Dolmar 420. Wenn Du ein wenig drauf legst, dann kannst Du, wenn Du im Internet suchst eine Husquarna XP 543 kaufen - meine Lieblingssäge - mit der kannst Du Alles machen. Ist eigentlich eine aufgekaufte Marke von Husquarna aber läuft gut und ist vor allem sehr leicht.
Egal, welche Marke Du kaufst, pass auf, dass Du nicht Biokettensägeöl in der Säge drinnen lässt, denn dann kann es Dir die Ölpumpe verkleben. Also Bio raus und mineralischen Kettensägeöl hinein wenn die Säge länger steht, oder gleich mineralisches Öl verwenden.
Akku - ja hab ich auch - wird aber selten verwendet, da eher schwach und zu teuer im Vergleich zu den Benzin oder 220 V Sägen. Sinnvoll wäre die Husquarna 436 Li (die ich noch nicht habe - vielleicht mal zum SKT) - aber mit Ladegerät und eine entsprechend großen Akku um die 700-800 Euro, dann lieber eine Profibenzinsäge.

lg

Christian

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Helmuth
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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von Helmuth » 14.03.2019 - 09:48:42

Hallo Max!
Um gelegntlich Bohlen für die Tischlerei abzulängen, mal einen mittelmäßigen Baum zu fällen und um anschließed das ganze Mundgerecht für meine Drechselbank zu bekommen? Ist das alles mit einer Säge möglich...?
Hier gibt es den ersten Zielkonflikt: Zum Ablängen und um Rohlinge zu schneiden willst Du eine kleine, leichte und handliche Säge.

Für den "mittelmäßigen Baum" braucht es schon etwas leistungsstärkeres und damit schwereres.

Hier musst Du dich entscheiden, welchen Kompromiss Du eingehen möchtest.
Und muss es eine Benziner sein, oder habe ich da mehr zu warten und einzustellen als zu Sägen (ich erinnere mich an die Anfänge meiner RC-Zeit mit dem ersten Verbrennermotor)


Ja, an einer Benziner kann man mehr einstellen, als an einer elektrischen Säge. Ist i.d.R. nur einmal nötig, dann läuft sie. Wartungsaufwand ist ähnlich bei beiden.

Elektrische Sägen sind leistungsmäßig begrenzt, meistens haben sie so um die 2 kW. Benziner gibt es stärker (und teurer).
Ich hatte mir vorgestellt so circa 400 Euro +/- rein für die Säge auszugeben.
Ich würde vorschlagen, erstmal eine elektrische Makita mit 40er Schwert für ca. 100€ zu kaufen. Zum Bäume fällen ist die nur sehr bedingt zu gebrauchen (und das Kabel nervt dabei). Wenn Du mehr Leistung brauchst, dann später noch eine größere Benziner dazu - vielleicht eine gebrauchte Markenmaschine. Für Neuware reicht das Budget nicht wirklich aus.

Beste Grüße, Helmuth

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Faulenzer
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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von Faulenzer » 14.03.2019 - 10:39:31

wenn du viel am Haus oder in der Werkstatt sägst würde ich mir eine elektrische nehmen. 2Kw mit 35er oder 40er Schwert
kosten keine 200EUR. Dolmar z.B. oder Makita (baugleich)

Später dann ne neue oder gebrauchte Benziner mit ca. 3,5 bis 4 PS. Reicht für mittelmäßige Bäume aus und ist nicht zu schwer.
Gruss Frank

Es gibt ein Leben nach der Arbeit.

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mascheck
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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von mascheck » 14.03.2019 - 11:00:45

Und falls du elektrisch kabellos unterwegs sein willst:

Hier habe ich neulich schon mal was zu meiner efco Mt 2200


https://www.drechsler-forum.de/phpbb/vi ... co#p368891

Bin nach wie vor hoch zufrieden....

Liebe Grüße
Martin

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schreiner80
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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von schreiner80 » 14.03.2019 - 11:17:34

Hallo Max,

hier ist eine Auflistung aller Stihl Modelle

http://wiki.motorsaegen-portal.de/wiki/ ... 929_-_2020

Ich denke so 40 CCM und 4 PS ist ein gutes Verhältnis zu Gewicht und Leistung. Da gibt es ja viele Modelle unterschiedlichen Baujahr.

Ps: ich habe die AV41(noch ohne Kettenbremse :?oh ) ist ein Oldtimer und läuft seit 40 Jahren ohne Probleme.

Ansonsten würde ich in jedem Fall zum Markengerät greifen und kein Chinakracher kaufen
Dateianhänge
IMG_20180830_185642.jpg
Handwerkliche Grüße aus dem schönen Saarland Markus

Fuegen
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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von Fuegen » 14.03.2019 - 11:29:03

Hallo,

ich danke euch allen schon mal für den vielen Input... :smash:
Beim Lesen haben sich jetzt für mich aber ein paar Punkte klarer herausgestellt:

- eine kabelgebundene Säge möchte ich nicht haben
- die Akku-Varianten, ohne wirklich mehr Geld in die Hand zu nehmen, überzeugen mich nicht
- fürs Ablängen von Bohlen reicht mir auch weiterhin meine kabelgebundene Mafell

Meine ersten Gedanken zu Akku waren auch eher aus Sorge davor begründet, dass eine Benzinsäge bei relativ wenig Einsatz mehr Wartung verlangt, als dass gesägt wird. Ich erinnere mich da zumindest an meine Vespa Special, die auch regelmäßig gefahren und der Vergaser gesäubert und eingestellt werden wollte.
Erwartet mich das, wenn ich eine Benziner Variante ins Auge fasse?

Und was mich auch verunsichert hat, war die Aussage des Försters, der meinte ich bräuchte für die Längsschnitte eine andere Kette als für Querschnitte.
Ist dem so (ergibt ja auch Sinn), oder gibt es doch einen Allrounder.

Die hier erwähnte "Husquarna XP 543" würde ja irgendwie doch im Preisrahmen liegen. Und ich bin auch gerne gewillt etwas draufzulegen.
Wäre das eine gute Einsteigersäge? Andere Empfehlungen? Was benötigt man noch (außer PSA)? Verschiedene Ketten etc.?

Die Schnittsicherheit für mich geht persönlich aber mehr als vor. Ich erinnere mich noch an mein erstes Schülerpraktikum (lange ist es her.) beim Förster. Dort geschah es, dass ein Waldarbeiter beim Eintauchen mit dem Schwert die Hand so ungünstig verrissen hat, dass die Säge sich direkt auf den Kopf zubewegte :-(
Von daher ist eine umgehende Einweisung für mich noch einmal Pflicht. In der Berufsschule wurde die Kettensäge zwar thematisiert, aber eher als Randprodukt.

Danke und Grüße,
Max

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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von peter gasczyk » 14.03.2019 - 11:37:28

Hallo Max,

ich kann Dir nur die kleine MS181 Benzin von Stihl empfehlen. Ich mache genau das, was Du auch vor hast damit. Die ist enorm handlich und mit der schmalen Kette und 35er Schiene geht die durchs Holz wie Butter, obwohl nur 2 PS. Außerdem liegt sie im Preis unter 300.-€. Meiner Meinung nach brauchst Du mehr PS nur, wenn Du grössere Durchmesser als ca. 45cm ständig sägen willst.Dazu nehme ich dann meine "Dicke" Dolmar. Und wie immer, sind die Grenzen nach oben fast unendlich. Gutes Gelingen. Peter

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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von Seppel » 14.03.2019 - 11:59:25

hallo,
alle reden von Marken, elektrisch, oder Verbrenner!
Keiner spricht von Sicherheit !
Als Unbedarfter würde ich Dir auf jeden Falle einen Kettensägen-Kurs empfehlen.
Auch wenn Du keine Bäume fällen willst, Technik und Sicherheit wird Dir sicherlich beigebracht, und zukünfig helfen.

Grüße

Josef
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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von Supersepp » 14.03.2019 - 12:31:03

Hallo Max,

nachdem letzte Woche meine Stihl 044 von mir gegangen ist stand für mich auch diese Entscheidung an.
Die 044 mit den knapp 6PS ging schon sehr gut ins Holz, jedoch war mir das Moped bei längerem Arbeiten einfach zu schwer!
Wie schon oben jemand erwähnt hatte, habe ich mir jetzt eine Dolmar 420 (45cm-Schwert) incl. Ersatzkette für 370€ zugelegt.
Das Teil ist gestern angekommen, wurde auch sogleich montiert und getestet. Ich habe ähnliche Anforderungen wie Du und würde sagen das die Säge allemal dafür reicht. Natürlich dauert der ein oder andere Schnitt etwas länger, dafür ist die Säge aber auch nicht so schwer. Ich bin bei dem Preis recht angetan von dieser Säge, die ich als gutes Allroundmodell bezeichnen würde. Wenn du nur hin und wieder einen Längsschnitt machst, würde ich auf eine Längsschnittkette verzichten, das geht auch so!


Gruß,

Sepp

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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von Holzpeter » 14.03.2019 - 12:31:22

Seppel hat geschrieben:
14.03.2019 - 11:59:25
Keiner spricht von Sicherheit !
Hallo Josef,

doch, wurde schon angesprochen (3. Beitrag).
Auch der Max selbst hat ja schon erwähnt, dass er sich Sicherheitsausrüstung dazu kaufen möchte..

Hölzerne Grüße
Peter :-)
... der die Beiträge (meist) bis zu ende liest ;-)
Trenne dich nicht von deinen Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben.
(Mark Twain)

www.petersholzmanufaktur.de

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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von Seppel » 14.03.2019 - 13:00:37

Hallo Peter,

recht hast Du,
den Hinweis von Manfred habe ich übersehen.
Doppelt angemerkt , hält noch besser.

Gruß

Josef
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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von Lady_Morgana » 14.03.2019 - 13:30:01

Ich hab "für ums Haus rum" die Benzinkettensäge Stihl MS230.
Es gab noch nie irgendwas einzustellen, die Säge läuft hervorragend. Ich hab normales, mineralisches Öl drin und betreibe die
Säge ausschliesslich mit MotoMix von Stihl, weil mir das empfohlen wurde - soll nicht ganz so gesundheitsschädlich sein wie normaler
Sprit und meinem Nutzerverhalten entgegenkommen (die Säge im Herbst so wie sie ist in die Garage zu stellen und im Frühjahr
wieder rauszuholen, ohne Kraft/schmierstoffe zu wechseln oder leer zu machen - ja, ich bin faul bei sowas :mrgreen: )
Ich hab die Säge seit 2004 und sie läuft immer noch einwandfrei...
Liebe Grüße von der Ostalb

Annette

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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von Bernd H. » 14.03.2019 - 13:57:34

Hallo Max,

mein persönlicher Favorit ist die Husqvarna 353. Ich habe diese bereits 16 Jahre ohne Probleme. Sie hat schon einiges Holz klein bekommen, Brennholz-Polter, Bäume fällen bis D = 40-50 cm. Sehr durchzugstark, dabei noch relativ leicht und daher auch zum Ausasten geeignet.

Ich habe noch die 576 XP. Diese verwende ich jedoch nur für größere Bäume und Polter mit dicken Stämmen, da sie doch einiges schwerer ist.

Längsschnittketten brauchst Du nur, wenn Du einen Stamm von der Stirnseite her auftrennst, wie z.B. mobiles Sägewerk von Logosol. Hier gibt es nur feine Späne.
Ansonsten beim längs Auftrennen (ziemlich flach ansetzen) funktioniert die normale Kette, am besten Vollmeisel, sehr gut und produziert sehr lange Späne, ohne zu verstopfen. Auch hier verwende ich meist die 353.

Empfehlung:
Beim Fachhändler kaufen. Dieser überprüft die neue Säge und stellt sie, falls nötig, sauber ein.
Ein Nachstellen wie früher ist bei den heutigen Sägen kaum noch nötig.
(Wenn man in Sägeforen Berichte von unzufriedenen Besitzer liest, sind es häufig welche, die ihre Säge im Internet gekauft haben und dann selbst daran rumjustiert haben.)

Weitere Empfehlung:
Wie in o.a. Beiträgen bereits erwähnt, sollte man auf jeden Fall einen Motorsäge-Lehrgang machen. Hier wird neben den Sicherheitsaspekten auch die Technik der Säge erklärt und Tipps gegeben.
Als ich vor 10 Jahren einen solchen Lehrgang besucht habe, konnte ich noch vieles lernen, obwohl ich schon vor 50 Jahren mit meinem Vater im Wald Holz gemacht habe.

Gruß
Bernd

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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von schreiner80 » 14.03.2019 - 17:17:53

Bei einer Kettensäge von den bekannten Herstellern brauchste keine Angst haben das die nach längere Standzeit nicht mehr anspringen.

Evtl. einmal mehr am Starterseil ziehen das wars dann aber auch schon.

Eine zweite Kette würde ich mir dazu kaufen wenn eine Stumpf ist kannste wechseln und gleich weitersägen.

Und ein Schärfgerät wäre von Vorteil da müsstest du die Kette nicht immer zum Schärfdienst bringen der kostet ja auch was.

Zum Bohlen Sägen aus dem Stamm via Kettensäge - Sägewerk (Granberg Alaskan Mill) brauchste aber was größeres. Und das geht dann auch nicht so einfach wie immer in Youtube zu sehen ist.
Handwerkliche Grüße aus dem schönen Saarland Markus

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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von schwede » 14.03.2019 - 19:21:23

Servus miteinander,
schreiner80 hat geschrieben:
14.03.2019 - 17:17:53
Bei einer Kettensäge von den bekannten Herstellern brauchste keine Angst haben das die nach längere Standzeit nicht mehr anspringen.

Das stimmt so nicht ganz....,
wenn du "Aspen-Sprit" fährst, kann das wohl zutreffen!
Bei nem Benzin-Ölgemisch im Tank funktioniert es garantiert nicht! ;-)


Zur eigentlichen Frage,


ich benutze neben einer Makita Stromsäge zum in der Werkstatt Sägen, eine kleine handliche 028 Stihl
und zum Stämme trennen eine 044 Stihl mit 630er Schwert und Vollmeiselkette.

Wichtig ist beim Stämme trennen, dass du nicht von oben übers Hirnholz in den Stamm sägst,
sondern den Stamm hin legst und längs zur Faser schneidest und es so lange Späne gibt.

Hier zwei Berichte über "meine Sägen".

https://www.drechsler-forum.de/phpbb/vi ... ight=stihl

https://www.drechsler-forum.de/phpbb/vi ... ight=stihl

Die 044 gibts oft ab 250€ in den ebay Kleinanzeigen....
eine 066er fängt da meist erst beim Doppelten an...
für mich ist die 044er ausreichend, ich säge nicht im Akkord. ;-)

und auch mit der kleinen 026er schneide ich Bäume bis 50cm Durchmesser ohne Probleme um..
schöne Grüße aus der Oberpfalz
Markus ---> Schwede

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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von Fuegen » 14.03.2019 - 21:59:09

Hallo nochmal,
danke an euch alle! Die Ratschläge sind und waren sehr hilfreich.

Es sollte eine Husqvarna oder eine Stihl werden... Und weil mir auch der Ansprechpartner und auch noch einmal die Fachberatung wichtig ist,
muss ich mir einen Händler in meiner Nähe suchen, der am Besten beide Marken führt.
Bisher habe ich hier nur Stihl Händler gesehen (wenn jemand einen Tipp hat, gerne melden), wobei bei die Husqvarna irgendwie "sympathischer" erscheint... :nk:
Aber durch die gefühlt tausend verschiedene Modelle beider Hersteller blicke ich nicht ganz durch.
Beim Längsauftrennen geht es für mich nicht um das Herstellen von Bohlen, sondern eher ums Passendmachen für meine Kreher.
Und wenn ich es richtig verstanden habe, benötigt es auch keine Längsschnittkette wenn man den Stamm flachliegend in Faserrichtung aufteilt. Das ist schon mal gut :smash:

Welche Schwertlänge ist sinnvoll?

Und keine Sorge, einen Kurs und/oder Facheinweisung werde ich mir zu meiner eigenen Sicherheit noch einmal geben lassen. :smash:

Schöne Grüße,
Max

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Oberförster
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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von Oberförster » 14.03.2019 - 22:12:23

Jetzt muss ich auch noch meinen Senf dazugeben.
Viel Richtiges und wichtiges wurde bereits gesagt, einige allgemeine Aussagen kann ich aber so nicht stehen lassen. Z.B. das Zitat vom Schweden: "wenn du "Aspen-Sprit" fährst, kann das wohl zutreffen! Bei nem Benzin-Ölgemisch im Tank funktioniert es garantiert nicht!"
Ich habe meine Motorsägen (Markenprodukte die nicht mit S beginnen) über den Sommer kaum in Verwendung, die stehen dann durchaus auch 5 - 6 Monate ohne gestartet zu werden. Ich hatte noch nie Probleme, sie wieder in Gang zu setzen, trotz Benzin-Öl-Gemisch.
Ebenso kann ich nicht nachvollziehen, was am biologisch abbaubaren Kettenschmierstoffen so problematisch sein soll? Eine meiner Sägen hab ich seit über 20 Jahren in Verwendung, die andere ca 8 Jahre. Die beiden Sägen haben noch nie etwas anderes gesehen als Kettenschmierstoff auf Rapsölbasis (biologisches Kettenöl), ich hatte trotzdem noch nie Probleme mit der Kettenschmierung.
Zusammengefasst, wenn du eine Säge kaufst, möglichst Markenprodukte vom Maschinenhändler, bei dem du bei Bedarf die Maschine auch reparieren lassen kannst (geht meistens im Baumarkt nicht so toll). Und wenn du als "Holzwurm der Natur auch was gönnen willst, nimmst du "Bio-Kettenöl".

Das rät dir der Oberförster mit 40 Jahren Erfahrung in der Holzernte.

Hannes
Dummköpfe halten ihr Brett vor dem Kopf für ihr Aushängeschild.

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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von Mue » 14.03.2019 - 22:44:58

Hallo Max,
Max Drehdurchmesser als Anhaltspunkt.
Du musst nicht in einem Schnitt durch, mit etwas Geschick geht auch ansetzen von der Gegenseite, Da kommt man mit 50cm Schwertlänge schon an stattliche Stämme.
Bei beidseitigem Ansatz muss es auch nicht 100% passen, weil es meist nicht wertvolles Tropen- oder Maserholz ist, das man zerlegt, also kann man etwas Verschnitt und "Nachputzen" verkraften. Und Bowlblanks zum Verkauf sollen es auch wohl nicht werden.
Ich selbst habe E- und Spritsäge mit 35cm und damit kommt man weit.
M.E. macht es keinen Sinn auf eine schwache Säge ein langes Schwert zu machen, auch wenn es mechanisch passt. Und: das geht ins Geld, vielleicht ist da etwas mehr Verschnitt verkraftbar.

Schönen Abend,
Manfred

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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von Mac*Murphy » 15.03.2019 - 09:32:52

Hallo Max,

noch ne Alternative:
Dolmar PS5105
bekommt man im Fachhandel unter 500,- €
Gruß
Frank

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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von schreiner80 » 15.03.2019 - 10:10:39

Wenn es keine neue sein soll bekommst auch eine gebrauchte ganz gut die bucht ist voll davon.

Es gibt viele Jäger und Sammler die Kettensägen horten.
Meine Kleine Ms 210 ist von so einem freundlichen Menschen.

Ansonsten würde ich hier mal reinschauen evtl. hilft es bei der Kaufentscheidung.

http://motorsaegen-portal.de/viewforum.php?f=1
Handwerkliche Grüße aus dem schönen Saarland Markus

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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von Helmuth » 15.03.2019 - 10:17:46

Welche Schwertlänge ist sinnvoll?
Wie große Rohlinge willst Du schneiden? ;-)

Es ist viel entspannter, in einem Schnitt durch das Holz zu kommen. Ja, klar kann man beidseitig ansetzen, aber das setzt A) ein bisschen Erfahrung und B) eine nicht verlaufende (= beidseitig gleich scharfe) Kette voraus. Ist zum Anfang eine schwierige Übung, in unbequemen Positionen dafür zu sorgen, dass sich die Schnitte treffen.

Gruß, Helmuth

P.S. Zu einer Kette gehört noch eine passende Rund- und Flachfeile, um vor Ort selbst nachschärfen zu können. Zum Schärfdienst kommen meine Ketten nur, wenn ich mal wieder einen Stein o.ä. im Holz gefunden habe.

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Re: Empfehlung für den Kauf einer Kettensäge als Unbedarfter

Beitrag von Holzpeter » 15.03.2019 - 11:05:11

Hallo Max,

wenn Du nicht allzu viel Geld ausgeben möchtest, aber dennoch eine gute Markensäge erwerben willst, rate ich Dir zu Dolmar.
Stihl und Husquarna kassieren leider auch für den (guten!) Namen mit....
Bei Dolmar gibt es allerdings gravierende Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Modellen.
Das ist aber leicht an der Bezeichnung zu erkennen.
Die Typenbezeichnung bei Dolmar beginnt in der Regel mit "PS" (Power Saw) gefolgt von einer Ziffernfolge (und ggf. noch paar Buchstaben hinten drann.....)
Alle Typen mit einer zweistelligen (oder sogar einstelligen) Ziffernfolge sind billige Hobby-/Baumarktmaschinen :pfeil: Finger weg!
Die Typen mit einer dreistelligen Ziffernfolge sind sogen. Bauernsägen :pfeil: kann man kaufen...
Die Typen mit einer vierstelligen Ziffernfolge sind "Profisägen" :pfeil: unbedingt zu empfehlen!

Ausnahme: Die alten Modelle ohne das "PS", z.B. 110, 111, 115 (letztere wird immer noch gebaut).
Das sind robuste Profisägen, allerdings etwas schwerer als vergleichbare neue Modelle.

Hölzerne Grüße
Peter :-)

Wie Helmuth schon schrub....Zum Schärfen eine passende (Durchmesser) Rundfeile mit einfacher Schärf-Lehre und eine Flachfeile für die Tiefenbegrenzer und fertig....
https://www.grube.de/feilenhalter-mit-l ... 00-14-912/
Trenne dich nicht von deinen Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben.
(Mark Twain)

www.petersholzmanufaktur.de

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