Hallo Drechselfreunde.
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Pfeffermühlen einspannen

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ms75
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Pfeffermühlen einspannen

Beitrag von ms75 » 16.12.2018 - 01:27:19

Also ich habe jetzt fast alles zum Mühlendrechseln zusammen, hab auch die Anleitung von DNS genau studiert, was mir aber immer nich nicht ganz klar ist:

Also ich hab es so verstanden, man drechselt einen Rohling erst mal rund ,
Dann teilt man ihn und spannt die beiden Teile jeweils in eine backenfutter und bohrt entsprechen
. Was mir aber nicht ganz klar ist;
Die beiden Teile sins jetzt gebohrt aber außen noch roh,
Wie mache ich da weiter? Wie Spanne ich den gebohrten Rohling und vor allem den gebohrten Deckel ein damit ich sauber die Außenseite bearbeiten kann? Ich habe ein sc3 Spann Futter , die kleinsten backen die es gibt sind aber zu groß 25 mm und mehr , ich bräuchte aber 20 und mehr .

Meint ihr ich kann mir da die verlängerten Spannbacken holen, auf spannfutter montieren und
Auf einer metalldrehbank außen ein paar mm von den backen abdrehen.
Geht das?

Oglinchen
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Beitrag von Oglinchen » 16.12.2018 - 01:31:09

:?? das ist doch alles in der Anleitung von DNS genau beschrieben. Wo kommt da ein Problem her?
Gruss Oggi
Als Gott mich schuf, fing er an zu grinsen und dachte:
Keine Ahnung ob es gut geht, aber lustig wird es bestimmt.

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Eisbär
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Beitrag von Eisbär » 16.12.2018 - 10:01:29

;-) und vor allem auf den vielen Bildern der Mühlenkurse auf der dns Homepage sind die Arbeitsschritte schön zu sehen.

Gruß Josef
Der Eisbär Bild

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Bernd Schröder
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Beitrag von Bernd Schröder » 16.12.2018 - 10:10:03

Hallo Matthias!
Wie sagt mein Arbeitskollege immer:
"Viele Wege führen ins Verderben"

DNS hat eine sehr ausgereifte Anleitung und auch das Zubehör dazu entwickelt,
trotzdem kann man auch einiges vereinfachen oder den eigenen Möglichkeiten anpassen.

Um den Deckel von oben fertigzustellen mach ich es folgendermaßen:
Ich drechsle die Mühle in der Kontour (beide Teile) fix und fertig und forme auch mit
Reitstockunterstützung die Oberseite weitgehend vor.
>> Alles fertig geschliffen

Jetzt nehme ich nur den Kopf der Mühle.
Zum Spannen benutze ich einen Kieferspund mit dem Bohrdurchmesser der Kopfunterseite
Diesen Spund kannst Du einfach in Dein Backenfutter spannen/herstellen.
Einfach den Mühlenkopf draufstecken und fliegend fertig bearbeiten.
Kiefer benutze ich deshalb, weil es weich ist aber trotzdem stabil.
Außerdem "klebt" das Harz Dein Drechselteil satt saugend fest und kostet (mir) nichts.
Hier kannst Du es nochmal nachlesen:
viewtopic.php?t=51537&highlight=spund
Viel Erfolg!
Mit besten Grüßen aus der Heide!
Bernd

ms75
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Beitrag von ms75 » 16.12.2018 - 12:16:26

Danke für eure Tipps , sorry wegen der Fehler im Text , das Handy korrigiert da oftmals in die falsche Richtung...

Ja die Anleitung ist schon ausführlich aber genau die Geschichte mit der Kappe hab ich daraus nicht verstanden und irgendwie hab ich bedenken, dass es die von dem Zapfen herunter haut, wenn die nur aufgesteckt ist. In der Regel spannt man ja sonst alles mit einem Backenfutter .
Deshalb hätte ich es schon gerne aufgespannt.
Allerdings ist die Bohrung ja nur 22mm, die dünnsten Backen vom Record power sc3 haben aber außen
25mm.

Und jetzt war eigentlich die Frage , was ihr meint , ob man diese Backen auf einer Metalldrehbank auf 20mm abdrehen kann , damit ich die Kappen schön spannen kann . Wird das was oder sollte man die Finger davon lassen?

Seppel
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mühlen

Beitrag von Seppel » 16.12.2018 - 12:38:09

Hallo,
Viele Drechseleien werden mit Hilfszapfen gespannt.
Da passiert gar nix.
Grüße
Josef
herzliche Grüsse vom Elsenzstrand
der Toscana Badens

drechseln-das erfüllte Leben von Holz
Stratos XL
Holzmann D Vario 460F

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lowolds98
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Beitrag von lowolds98 » 16.12.2018 - 13:07:43

Hallo,
ms75 hat geschrieben: irgendwie hab ich bedenken, dass es die von dem Zapfen herunter haut, wenn die nur aufgesteckt ist.
Diese Bedenken sind - bei so kleinen Teilen und passenden Zapfen - völlig unbegründet ;-)
ms75 hat geschrieben: In der Regel spannt man ja sonst alles mit einem Backenfutter
Das ist ein Irrtum. Die heutigen, im Drechslerbereich gängigen Backenfutter, gibt es im Verhältnis zur Geschichte der Drechslerei erst seit einem Wimpernschlag :-)
Da gibts etliche Alternativen.

Nur ein Beispiel von vielen und weil ichs grad zufällig die Tage selber gesehen hab:
https://www.youtube.com/watch?v=1yWmqbltB-c&t

Schau dir das mal bis ca. 0:52min an was der junge Mann ganz lässig mit einem Spundfutter/Einschlagfutter macht. Wenn der in der Produktion jedes mal so ein Backenfutter auf- und zudrehen müsste, wird der nie fertig :mrgreen:

Ich kann deine Bedenken, die vermutlich auf mangelnder Erfahrung beruhen, vollkommen verstehen - aber mach da keinen Bohei von mit Backen abdrehen etc. - nimm einen Zapfen so wie vom Schröder Bernd beschrieben, das funktioniert einwandfrei.

Gruß
Andreas
Genießt die Zeit zwischen den Windeln!

Schon mal was von Leinöl gehört? Leinöl Richie?

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hplzwurm
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Beitrag von hplzwurm » 16.12.2018 - 13:39:27

Hallo Matthias und alle anderen,

ich war gerade bei DNS zum Mühlenkurs und das wichtigste, was ich noch mal neu gelernt habe und damit die Scheu verloren, war das Zapfenherstellen. Einach die Geduld, die es braucht, den Zapfen so zu drechseln, daß der gebohrte Rohling möglichst lang und fest und zentriert auf dem Zapfen sitzt.
Das braucht ein wenig Übung, aber es lohnt sich.
Jetzt nach dem Kurs habe ich z.B. ca. 20 Salzstreuer auf einem Zapfen gedreht.

Also Matthias, wenn Du das so nicht hinbekommst, empfehle ich einen Kurs bei DNS, der wirklich interessant und gut ist, eher noch weil man viele Dinge am Rande lernt, erfragen kann, die nur wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun haben. Aber gerade deshalb lohnt sich so ein Kurs, für mich war es jedenfalls bisher immer so.
Oder einen Nachmittag bei einem Kollegen, der Zapfen herstellen kann.
liebe Grüsse aus Radevormwald

Martin Scheibner
(alias hplzwurm)

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