Serielle Herstellung von Teedosen

Videoclips & Highspeed Aufnahmen rund ums drechseln

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dalbergia_63
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Serielle Herstellung von Teedosen

Beitrag von dalbergia_63 »

Liebe ForumskollegInnen,

beim Stöbern bin ich auf folgendes Video gestoßen, in dem die serielle Herstellung von Japanischen Teedosen gezeigt wird - sehr interessant.

https://www.youtube.com/watch?v=D5WCw95Lyv0

Mit handwerklich-kollegialen Grüßen

Heinz
"To everything (turn, turn, turn)
There is a season (turn, turn, turn)
And a time to every purpose, under heaven"
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... welch ein Lied für einen drechselnden Musiker!
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Ralph
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Re: Serielle Herstellung von Teedosen

Beitrag von Ralph »

Hallo Heinz,

schöner Film, Danke für´s Zeigen!

Beeindruckt hat mich die große Raspelscheibe, die ausgeglichene Energie der 90-jährigen und das Ergebnis.

Schön auch mal wieder zu sehen, wie Könner mit den japanischen Werkzeugen arbeiten, die bei mir nur verstauben.....

Allerdings finde ich knapp 70€ für so eine Dose zu billig!
:-)

Ralph (Exilbayer)
ElSur
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Re: Serielle Herstellung von Teedosen

Beitrag von ElSur »

Hallo zusammen,

interessante Arbeitsweise, die sich von der hier verbreiteten doch ziemlich unterscheidet. Das Ergebnis spricht aber für sich!

Weiß jemand von euch, welche Flüssigkeit bei 9:39 und 13:29 zum Einsatz kommt und warum?

Schöne Grüße
David
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drmariod
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Re: Serielle Herstellung von Teedosen

Beitrag von drmariod »

Ralph hat geschrieben: 01.11.2023 - 23:26:59
...Beeindruckt hat mich die große Raspelscheibe...
Würde bestimmt auch auf Deiner DHV gut aussehen :-D


Ich hab heute früh nur kurz das Intro gesehen, freu mich aber schon drauf! :-D

Danke für den Link, Heinz!

Grüße
der Mario
"Etwas nicht zu können ist kein Grund es nicht zu tun..."
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Schliefer
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Re: Serielle Herstellung von Teedosen

Beitrag von Schliefer »

Hallo zusammen,

Raspelscheibe würde ich das nicht nennen eher Hobelscheibe, siehe Späne.

VG, GW
Der krumme Baum lebt sein Leben, der gerade Baum wird ein Brett.
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PaRay
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Re: Serielle Herstellung von Teedosen

Beitrag von PaRay »

Vielen Dank, lieber Heinz!

Das war ein sehr interessanter Beitrag. Doch hat mich weniger die Hobelscheibe, als die Drechseltechnik begeistert.
Besonders schön, das Drechseln des inneren Deckels mit dem Haken bei rechts/links laufender Welle.

Mich würde auch interessieren was für ein Öl (?) zur Beschichtung der Teetasse genommen worden ist.

Liebe Grüße
Paul
Was sich spannen lässt, geht auch zu drechseln. ;-)
Holz, Stein und Epoxidharz sind meine bevorzugten Materialien.
Grissianer
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Re: Serielle Herstellung von Teedosen

Beitrag von Grissianer »

Hallo Paul
Die haben da ja geschrieben dass er Lack aufträgt.
Die Hobelscheibe ist echt krass ,eine Millisekunde nicht aufgepasst und die Finger sind mitsamt den Handschuhen weg
Aber die alte Frau wird das schon können sonst wäre sie an dem Ding nicht so alt geworden.
Gruß
Anselm
Was ich mir nicht zutraue werde ich niemals lernen!!
walter.mittwoch
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Re: Serielle Herstellung von Teedosen

Beitrag von walter.mittwoch »

Grissianer hat geschrieben: 02.11.2023 - 14:18:30

Die Hobelscheibe ist echt krass ,eine Millisekunde nicht aufgepasst und die Finger sind mitsamt den Handschuhen weg
Das Schlimme ist, dass man durch die Handschuhe nicht so genau abschätzen kann, wo die Hände zu Ende sind- und wenn die Handschuhe erfasst werden, wird man gnadenlos hineingezogen.
Deshalb sind auch sinnhafterweise Handschuhe bei Arbeiten bei rotierenden Maschinenelementen verboten.
Zur Maschine an sich möchte ich mich gar nicht äußern. Da läuft es dem Sicherheitstechniker kalt über den Rücken.

Nichtsdestotrotz alle Achtung vor den Fähigkeiten dieser Frau.
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Argus
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Re: Serielle Herstellung von Teedosen

Beitrag von Argus »

Raspelscheibe würde ich das nicht nennen eher Hobelscheibe, siehe Späne.
erinnert mich entfernt an den Rübenhäcksler meines Opas, damals

Gruß Frank
"..Es ist von großem Vorteil, die Fehler, aus denen man lernen kann, recht frühzeitig zu machen.."

Sir Winston Churchill, britischer Politiker und Schriftsteller
* 30.11.1874, † 24.01.1965
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Re: Serielle Herstellung von Teedosen

Beitrag von Maggus »

Herzlichen Dank für diesen interessanten Link!!

Schmunzeln musste ich über den roten Plastikfinger. Dieser Überzieherli findet man in dort in jedem 100Yen-Shop.
Nicht gefallen hat mir, wie zwischendurch der Deckel auf die Werkbank "geschnmissen" wurde. Das war für mich ein Bruch in dem ansonsten wunderbar ruhigen Film und tut dem Handwerker etwas Abbruch.
Was das Hobelrad angeht - verständlicherweise gehen wir immer von unserer Sichtweise aus, aber diese ist in Japan nur selten mit der unseren deckungsgleich. Als Beispiel kann ich anfügen, dass letzte Woche RoundUp (Glyphosat) im normalen Supermarkt neben Insektenspray und Waschbenzin zu finden war ... ;-)

Schönen Gruß,
Markus
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Re: Serielle Herstellung von Teedosen

Beitrag von wolfgangsiegel »

das Gruseln über gefährliche Maschinen wie die Hoblel-Scheibe und das offene, große Kreissägenblatt hat mich auch beschäftigt.
"Sie hat immerhin bis heute mit allen Fingern überlebt" war auch meine Antwort für mich selbst.

Immer wieder beeindruckend, wie unterschiedlich das Handwerk in anderen Ländern gehandhabt wird.

.... aber der Ambos sieht aus wie bei uns :peace
... möge es Glück bringen ...
Cello
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Re: Serielle Herstellung von Teedosen

Beitrag von Cello »

Hallo,

das Holz gibt es bei uns auch. Schnurbaum (sophora japonica) oder japanischer Pagodenbaum. Ich würde auch gern solche Dosen herstellen, wenn ich nur so eine Frässcheibe hätte, an der die alte Frau arbeitet. :-A :-A Meine Kreissäge könnte ich ja umbauen.

Der Baum hat wunderschöne cremefarbene Blüten im Juli. Bei uns in der Stadt stehen einige dieser Bäume.

Gruß
Cello
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nach Jan Lipowski


www.touch-wood.de

https://www.youtube.com/results?search_ ... essau_wood
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Re: Serielle Herstellung von Teedosen

Beitrag von BenTen »

ElSur hat geschrieben: 01.11.2023 - 23:47:52
Weiß jemand von euch, welche Flüssigkeit bei 9:39 und 13:29 zum Einsatz kommt und warum?
Hi.

Ich dachte dabei zuerst an Schelllack. Da es recht dünnflüssig ist & so schnell "trocken" ist. Nur wird das eine ja gleich wieder abgenommen. Evtl sind es ja doch 2 verschiedene.
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Argus
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Re: Serielle Herstellung von Teedosen

Beitrag von Argus »

BenTen hat geschrieben: 04.11.2023 - 08:33:49
ElSur hat geschrieben: 01.11.2023 - 23:47:52
Weiß jemand von euch, welche Flüssigkeit bei 9:39 und 13:29 zum Einsatz kommt und warum?
Ich dachte dabei zuerst an Schelllack.
Schellack würde hier nicht so funktionieren. Schellack ist in Alkohol gelöst und braucht ausreichend Zeit zum härten. Auch wenn es sich oberflächlich schon trocken anfühlt, werden untere Schichten noch Lösungsmittel abgeben. Wenn man Sekunden später dann mit dem Schaber drüber geht, würde da klebrige Pampe entstehen, oder das Schleifpapier ist sofort zugesetzt.
Für Schellack muss man sehr geduldig sein.
Ich denke eher in die Richtung Zaponlack, also etwas auf Nitro-Basis

Gruß Frank
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