"billiges" Holzfeuchte Messgerät

Eure Fragen, Tipps & Tricks zur Lagerung von Holz und Rohlingen

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mascheck
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"billiges" Holzfeuchte Messgerät

Beitrag von mascheck » 03.01.2019 - 21:13:38

Hallo zusammen,

Hat jemand von euch Erfahrungen mit einem "billigen" Holzfeuchte Messgerät?

Da gibt es ja einige um weniger als 50 Euro.

Klar, ich weiß schon: wer billig kauft usw.....

Vielleicht gibt es ja auch eines um den Preis, das was taugt?

Vielen Dank schon mal für konstruktive Antworten!

Lieben Gruß
Martin

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Matze777
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Beitrag von Matze777 » 03.01.2019 - 22:09:50

Moin, lies dir das hier mal durch, da hat Eva schon mal was verlinkt: viewtopic.php?t=15754 und ansonsten über die Forensuche ;-)
Ahoi

Matthias

Cello
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Beitrag von Cello » 03.01.2019 - 22:31:11

Hallo Martin,

zu DM-Zeiten habe ich ein Messgerät (dank Projektförderung) für ca. 800.- DM gekauft. Das Ding funktioniert ohne Makel. Spaßeshalber habe ich bei NORMA ein Gerät für 9,95 Euro gekauft. Die Abweichungen lagen bei ca. 5%. Handauflegen ist genauer. Ich habe das Ding zurückgegeben.

Gruß
Cello
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mascheck
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Beitrag von mascheck » 03.01.2019 - 22:52:25

Schiff ahoi Matze777, vielen Dank für den Link!

Über die Theorie der Holzfeuchtemessung weiß ich aber durchaus Bescheid. Ich habe mal Holztechnik studiert :mrgreen:

Die Forensuche hat mich nicht richtig weiter gebracht vielleicht kannst du mir sagen, mit welchen Begriffen du suchen würdest... :??


@Cello, ich habe Zugriff auf ein GANN Hydromette, muss das aber immer von der Firma mit nehmen. Das ist halt eher umständlich und immer wenn ich es bräuchte ist es nicht da :-W

5% Abweichung? Das ist doch für Drechselholz gar nicht so schlecht, damit kann ich durchaus leben!
Wenn ich es genauer bräuchte, würde ich auch noch eine Darrprobe hinbekommen! :-L

Falls jemand so ein Ding besitzt, z.B. das von Stihl wäre ich dankbar für ein paar Sätze...

Lieben Gruß
Martin

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Anton Tonan
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Messgerät

Beitrag von Anton Tonan » 03.01.2019 - 23:42:32

Hallo Martin,

nun, du bist Holztechniker? Und hast ne Ahnung, was 5% Abweichung ausmachen können?
Und frägst nach einem Billig-Stihl-Holzfeuchtemessgerät?

Nun denn: Je billiger um so besser!
Das Stihl-Messgerät zeigt irgendetwas an. Macht nichts.
Es ist preiswert und gut. Oder?
Warum also ein zuverlässiges Gerät für teuer Geld kaufen?

Verblüffte Grüße
Anton
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Oberförster
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Beitrag von Oberförster » 04.01.2019 - 09:28:19

Hallo Martin,
wenn du Zugriff auf ein GANN Hydromette hast, kannst du ja für zu Hause ein billiges Gerät besorgen und das regelmäßig durch Vergleichsmessungen kalibrieren. Wenn du die Abweichung kennst, kannst du ja die jeweils richtigen Werte berechnen. Ob bei den billigen Geräten die einstellung der Holzart möglich ist, entzieht sich meiner Kenntnis, aber das wäre eine Grundvoraussetzung für einen brauchbaren Einsatz zur Feuchtebestimmung.

Gruß
Hannes
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flohhoi
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Beitrag von flohhoi » 04.01.2019 - 09:30:04

Also ich habe mir vor einiger zeit das Holzfeuchtemessgerät von Testo für 60,- EUR zugelegt und muss sagen, dass ich damit sehr zufrieden bin.
Vergleich mit einem großen GANN ergaben Abweichungen von max. 0,2 %. Lediglich die Handhabung ist vielleicht nicht ganz zu vergleichen, da die Spitzen nicht so ins Holz getrieben werden können und auch nicht auswechselbar sind.
:prost:

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robs#97
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Beitrag von robs#97 » 04.01.2019 - 12:31:20

Hallo Maschek,

ich denke diese Messgeräte sind bessere Schätzeisen rein für Brennholz, da es hier tatsächlich nicht auf ein paar % ankommt. Dient nur dazu um ungefähr zu sagen ob das Holz Ofenbereit ist oder doch noch länger gelagert werden sollte.
Eine Ungenauigkeit ist ja schon das einstechen der Spitzen, man kann quer zur Faser oder dem Faserverlauf entsprechend die Spitzen setzen, schon hat man 2 unterschiedliche Ergebnisse. Auch messen diese Geräte nicht in die Tiefe, sondern nur den Abstand zwischen den beiden Spitzen.
So einen Gann Nachbau habe ich zusätzlich, allerdings den von Trotec. Aber eher zum Baufeuchte messen.
Mein Drechselholz z.B. lagere ich in der Heizung und notiere mir darauf das Anfangsgewicht, Gewicht nach ca. ½ Jahr und dann so alle 4 Wochen, da bin ich dann so ziemlich gut auf der sichern Seite und kann nach 8-9 Monaten beruhigt los drechseln. Mittlerweile liegt Holz von 2016 ( Anfang meiner Drechslerkarriere :-L ) , da wiege ich dann gar nicht mehr nach.

Gruß Robert

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hawokle
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Beitrag von hawokle » 04.01.2019 - 14:54:40

Hallo Martin, alias "mascheck",

mit folgenden Aussagen in deinem Beitrag:
Über die Theorie der Holzfeuchtemessung weiß ich aber durchaus Bescheid. Ich habe mal Holztechnik studiert
und:
5% Abweichung? Das ist doch für Drechselholz gar nicht so schlecht, damit kann ich durchaus leben!
hast du dir als Studiertem ein faules Ei gelegt und dem gesamten holzverarbeitenden Berufsstand kein Verständnis entgegengebracht .... :no :no :no
Vermutlich hast du noch nie im Möbelbau gearbeitet, denn 5% Holzfeuchte sind ähnlich wie Brotbacken wollen ohne Hefe ... :heul :heul
schreibt.....herzlichst Hans-Wolfgang,

der WalDmichelb_Ach(d)ER ...!....!

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mascheck
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Beitrag von mascheck » 04.01.2019 - 15:09:48

Hallo Hawokle, bevor du mich hier anmachst und meine Qualifikation in Frage stellst, solltest du vielleicht meinen Text genauer lesen!

mascheck hat geschrieben:
5% Abweichung? Das ist doch für Drechselholz gar nicht so schlecht, damit kann ich durchaus leben!
Wenn ich es genauer bräuchte, würde ich auch noch eine Darrprobe hinbekommen! :-L
Ich rede von "Drechselholz" nicht vom Möbelbau

Lieben Gruß
Martin

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5% von was

Beitrag von rudolf_josef » 04.01.2019 - 15:37:11

Hallo zusammen,

Bevor hier die Diskussion ausartet klärt doch die Begriffe. 5% Abweichung das sind entweder bei einem Feuchtewert von 30% , 25% oder 35%.
In der Messtechnik sind 5% Abweichung aber bezogen auf die 30% (das sind dann 100%) als Wert 1,5. Also
31,5% oder 28,5%.
Da sieht die Welt ganz anders aus.


Grüße
Rudi

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Beitrag von hawokle » 04.01.2019 - 17:30:03

Hallo Martin, alias Herr "maschack",
ich hab' den Beitrag vier mal gelesen, weil ich einen Schreibfehler vermutete :?? ...
Aber:
ansonsten will ich nichts in Frage stellen . :-L …
eines weiss ich jedoch mit Sicherheit: ein Deckel mit 12% Holzfeuchte passt nach 5 Tagen nicht auf eine Dose mit 10% oder 15% Holzfeuchte ... :no ...
schreibt.....herzlichst Hans-Wolfgang,

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Beitrag von Oberförster » 04.01.2019 - 17:46:07

Hallo Hans-Wolfgang,
dein Argument mit Dose und Deckel kann ich gut nachvollziehen, ich frage mich nur wie du im Innern des Holzes so genau messen kannst, ohne dass die Eichstichlöcher der Fühler am Werkstück zu sehen sind? Die Feuchtigkeit ändert sich ja zur Holzmitte hin und wenn du unterschiedlich dicke Rohlinge (z.B.: Dose 10 cm Deckel 5 cm) nimmst wirst du nie auf gleiche Endfeuchte kommen, außer bei technisch getrocknetem Holz.
Eine Erklärung, wie du auf brauchbare Werte kommst, wäre interessant.

Gruß
Hannes
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Beitrag von Jesse » 04.01.2019 - 18:08:02

Ich hätte mal eine dumme Frage zu den Holzfeuchtemessgeräten. Ich drücke, oder schlage die Spitzen ein paar mm ins Hirnholz, und erhalte einen Wert, stimmt das? Das Hirnholz am Schnitt trocknet doch am schnellsten. Wäre ein ehrlicher Wert nicht, wenn ich das Holz in der Mitte abschneide, und dann die Schnittflächen messe? Oder bin ich zu doof, die Geräte zu kapieren?


Jesse

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Beitrag von hawokle » 04.01.2019 - 18:08:08

Hallo Hannes,

eines haben wir gemeinsam:
zu meiner Lehrzeit waren wir zu Viert mit dem Namen :
ich als der Letzte und Jüngste in der Riege war dann auch der Hannes ... :motz: …

Wenn's dich interessiert, werde ich dir übers WE eine PN schreiben....
schreibt.....herzlichst Hans-Wolfgang,

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Beitrag von bernardo » 04.01.2019 - 18:22:59

Hallo Jesse,

soweit ich weiß, misst man immer quer zum Faserverlauf oder längs aber nie im Hirnholz.


Gruß Bernd

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Beitrag von mascheck » 04.01.2019 - 18:31:59

Hallo Jesse,

Schau mal ganz oben in diesem thread, im zweiter Beitrag...
Da ist ein PDF verknüpft, das das Thema sehr ausführlich erklärt.

Liebe Grüße
Martin

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Beitrag von schwede » 04.01.2019 - 19:47:11

Servus,
hawokle hat geschrieben: Vermutlich hast du noch nie im Möbelbau gearbeitet, denn 5% Holzfeuchte sind ähnlich wie Brotbacken wollen ohne Hefe
wo gibts denn im Möbelbau 5% Holzfeuchte...
Oder habe ich den Vergleich mitm Bäcker nicht verstanden... :?? ;-)
schöne Grüße aus der Oberpfalz
Markus ---> Schwede

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Re: 5% von was

Beitrag von Cello » 05.01.2019 - 00:28:46

rudolf_josef hat geschrieben: Bevor hier die Diskussion ausartet klärt doch die Begriffe. 5% Abweichung das sind entweder bei einem Feuchtewert von 30% , 25% oder 35%.
In der Messtechnik sind 5% Abweichung aber bezogen auf die 30% (das sind dann 100%) als Wert 1,5. Also
31,5% oder 28,5%.
Da sieht die Welt ganz anders aus.
Hallo Rudi,

ich hatte mit meinen Prozentangaben die angezeigte Holzfeuchte gemeint, nicht die Abweichung vom Messwert. Also: die Messung mit dem besseren Messgerät betrug 15% Feuchte, das billige Gerät zeigte 10%.

Gruß
Cello
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