Gewindebohrer ( Metall) für Holz?

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loni
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Gewindebohrer ( Metall) für Holz?

Beitrag von loni » 31.08.2017 - 12:05:47

Hallo,
ich hab die Möglichkeit einen M33 Gewindebohrer (fertigschneider) für 25 € zu erstehen. Ich denke dass der für Metall ist, da der Verkäufer ihn als Fertigschneider deklariert hat. Kann ich damit auch Holzgewinde schneiden ohne die anderen beiden zum vorbohren? Findet ihr den Preis Akzeptabel?

Viele Grüße

Loni

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Helmuth
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Beitrag von Helmuth » 31.08.2017 - 12:14:18

Hi Loni,

wenn Du keinen Link mitschickst, können wir nur raten...

Aber für 32,50 € gibt es z.B. hier beim Werbepartner einen Holzgewindeschneider: http://www.starbond-europa.de/product_i ... ts_id=1272

Funktioniert so, wie man sich das wünscht.

LG, Helmuth

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loni
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Beitrag von loni » 31.08.2017 - 12:33:57

Hey danke!
Das klingt natürlich auch gut. Bei den anderen Werbepartnern kosten die gleich 4mal soviel. Bei Starbond hatte ich nicht geschaut. Danke für den Tipp. Gibts bei dem nen Haken, weil er vergleichsweise so günstig ist?

Viele Grüße

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Wolli
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Beitrag von Wolli » 31.08.2017 - 13:41:13

Hallo zusammen!
Ich benutze diesen Schneider von starbond auch und bis sehr zufrieden damit.
Viele Grüße
Wolfgang
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Schwarzwälder
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Gewindeschneider

Beitrag von Schwarzwälder » 31.08.2017 - 16:36:21

Es gibt keinen Haken,

ich benutze das Teil auch schon länger, habe es zur Herstellung von Futter oft im Einsatz und möchte es zwischenzeitlich nicht mehr missen.

Grüße
Achim
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Wolli
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Beitrag von Wolli » 31.08.2017 - 16:41:02

Hallo,

mit einem einfachen Griff dran, geht es nochmal einfacher.
Bild

Viele Grüße
Wolfgang
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oldy-2913
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Beitrag von oldy-2913 » 31.08.2017 - 17:52:41

loni hat geschrieben: Gibts bei dem nen Haken, weil er vergleichsweise so günstig ist?
Ich finde auf der Seite keine Angaben über die Material Güte,
der Haken könnte also sein, daß dieser Gewindesatz aus WS (Werkzeug-Stahl) besteht.

Das ist aber bei reiner Holz Anwendung nicht tragisch.

Allgemein üblich bei Bohrer und Gewindeschneider im Metallbereich ist HSS oder auch HSSE (Hochleistungs Schnell Schnitt)

Der Nachteil bei deinem anfangs genannten Fertigbohrer ist, du kannst damit keine sog. "Sacklöcher" schneiden,
brauchst also immer Durchgangslöcher. Wenn du damit leben kannst, ist es ein gutes Angebot.

Edit ruft noch: ... Der Fertigschneider sollte allerding neu sein, wenn der schon mal in Metall eingesetzt war,
taugt er für Holz nicht mehr (stumpf)

Gruß Wolf

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Beitrag von Wolli » 31.08.2017 - 18:15:08

oldy-2913 hat geschrieben: Der Nachteil bei deinem anfangs genannten Fertigbohrer ist, du kannst damit keine sog. "Sacklöcher" schneiden,
brauchst also immer Durchgangslöcher. Wenn du damit leben kannst, ist es ein gutes Angebot.
Das verstehe ich nicht ganz. Könntest du das nochmal erläutern, bitte ?

Danke
Wolli
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greti
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Beitrag von greti » 31.08.2017 - 18:31:18

Natürlich kann man mit einem Fertigschneider Sacklöcher schneiden!
Allerdings hat er, wie jeder andere Gewindebohrer auch einen Abschnitt, sodass du tiefer bohren musst.
Die Faustformel ist hier 1xD also musst du für eine nutzbare Gewindelänge von 10 mm und einem M33 Gewinde 43 mm tief bohren ( mit Spiralbohrer für Stahl)
Der Bohrer von Starbond ist gut, aber wenn der Fertigschneider noch scharf ist, würde ich den nehmen. Ist bei Holz sowieso fast egal.
Außerdem würde ich immer Durchgangslöcher machen, das ist einfacher.

Fabian
Hier soll ja was philosophisches stehen.
Ich schreibe Baum dahin.
Die Interpretation ist eure Aufgabe.

kpeter
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Beitrag von kpeter » 31.08.2017 - 18:42:34

Hallo Loni ,

also ich habe beide Gewindebohrer sowohl für Stahl (den kompletten Satz)
als auch den von Starbond für Holz.
Ich kann dir für Holz den Gewindebohrer von Starbond nur empfehlen.
Die geschnittenen Gewinde lassen sich sauber auf die Spindel aufdrehen ,
beim Gewindebohrer für Stahl werden die Gewinde im Holz wesentlich enger
und klemmen daher auf der Spindel.

gruss
Klaus-Peter
Auch wem das Wasser bis zum Hals steht , sollte den Kopf nicht haengen lassen !!

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Beitrag von Wolli » 31.08.2017 - 18:47:36

greti hat geschrieben:Natürlich kann man mit einem Fertigschneider Sacklöcher schneiden!
Allerdings hat er, wie jeder andere Gewindebohrer auch einen Abschnitt, sodass du tiefer bohren musst.
Die Faustformel ist hier 1xD also musst du für eine nutzbare Gewindelänge von 10 mm und einem M33 Gewinde 43 mm tief bohren ( mit Spiralbohrer für Stahl)
Der Bohrer von Starbond ist gut, aber wenn der Fertigschneider noch scharf ist, würde ich den nehmen. Ist bei Holz sowieso fast egal.
Außerdem würde ich immer Durchgangslöcher machen, das ist einfacher.

Fabian
Hallo zusammen,
Ich habe schon einige Futter mit dem starbond Schneider gemacht und entscheidend für den festen Sitz auf der Spindel ist eher (glaube ich), dass sich das Futter am Zentrierbund (?) abstützen kann. Ich geb noch ein paar Millimeter dazu in der Bohrtiefe (ca. 5 mm) also insgesammt vielleicht 35 - 36 mm Tiefe und die Futter sitzen bombenfest.

Viele Grüße
Wolfgang
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Gewindebohrer ( Metall) für Holz?

Beitrag von Hölzerkarl » 31.08.2017 - 19:05:26

Hallo Drechselmänner,
ich habe schon vor einigen Jahren einen hier
im Forum angebotenen Gewindebohrer erworben
und bin damit zufrieden.

Bilder von dem guten Stück. Kosten: ca. € 25,00

Bild

Bild

Bild

Freundliche Grüsse aus dem Werratal

Der Karl

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chrilu
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Beitrag von chrilu » 01.09.2017 - 11:19:26

Jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazu geben.

Es wird hier soviel vermischt und falsch zugeordnet das es mir .......

Fertigschneider: Normalerweise ist das der letzte eines Handgewindbohrersatzes.
(Der schneidet das Gewinde fertig - bedingt aber das davor ein anderer zum Einsatz gekommen ist)
Umgangsprachlich wird damit auch ein Maschinengewindebohrer bezeichnet.
(Schneidet dass Gewinde in einem Arbeitsgang fertig)

Der Anschnitt: Bezieht sich nicht auf den Gewindedurchmesser sondern auf die Anzahl der Gewindegänge.
Und zwar beim Vorschneider (vom Handgewindebohrersatz) sind das 5 Gänge beim Mittelschneder 3,5 Gänge und beim Fertigschneider 2 Gänge.
Das Wären dann beim M 33 Gewinde 7 mm zusätzlich benötigte Bohrtiefe.

Bei den Maschinengewindebohrern unterscheidet sich die Bauart zwischen
Durchgangsgewindebohrer und Sackloch Gewindebohrer.

Beim ersten werden die Späne nach unten also vorne abgeführt (Für Holz eher ungeeignet)
Beim Zweiten werden die Späne nach oben befördert aus dem Loch heraus weil das Loch unten ja geschlossen ist (Sackloch)
Das Bild weiter oben zeigt einen Sacklochgewindebohrer. (Emuge)
Der von Starbond ähnelt eher einem Durchgangsgewindebohrer (Ich hab aber noch keinen in der Hand gehabt und kann es daher nur an Hand des Bildes beurteilen.

Die Aussage wenn man mit einem Gewindebohrer Metall geschnitten hat dann ist er für Holz nicht mehr geeignet ist gelinde gesagt ein Blödsinn.
Wenn der Gewindebohrer stumpf ist funktioniert er weder in Holz noch in Stahl.

Und ein Gewindebohrer der bei einer Anwendung in Stahl nicht mehr schneidet ist schlicht und einfach bei seiner Produktion schon Schrott und kein Werkzeug.
Liebe Grüße aus Österreich

Christian

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http://www.cln.at/wp-content/uploads/20 ... m-2019.pdf
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Holzpeter
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Beitrag von Holzpeter » 01.09.2017 - 13:27:55

Hallo Marlon,

Du kannst dein Gewinde auch so machen:

https://www.youtube.com/watch?v=MCG0W_rQ3jI (ab 4:40)....

:mrgreen:

Duck und weg :peace
Peter :-)
Trenne dich nicht von deinen Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben.
(Mark Twain)

www.petersholzmanufaktur.de

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Beitrag von oldy-2913 » 01.09.2017 - 13:43:03

chrilu hat geschrieben:
Die Aussage wenn man mit einem Gewindebohrer Metall geschnitten hat dann ist er für Holz nicht mehr geeignet ist gelinde gesagt ein Blödsinn.
Wenn der Gewindebohrer stumpf ist funktioniert er weder in Holz noch in Stahl.
Nun ja,... wenn ein Grobmotoriker am Werkeln ist, dann bricht ein stumpfer Gewindebohrer in Stahl meistens ab,
bei einer alten Eichenbohle wird das eher selten vorkommen, sondern es wird sich immer noch ein Gewinde schneiden/drücken lassen
und daß, was im Metallbereich als scharf gilt, daruf reitet ein Drechsler bis nach Sonstwo.

"Sagt Meister, was ist Theorie" ... "Wenn´s klappen müßt und klappt doch nie "
"Und Praxis, Meister" ... "Frag nicht so dumm, wenn´s klappt und keiner weiß warum "

Gruß oldy ... :mrgreen:

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Re: Re:

Beitrag von RC35 » 28.03.2019 - 02:25:57

chrilu hat geschrieben:nun ja,... wenn ein Grobmotoriker am Werkeln ist, dann bricht ein stumpfer Gewindebohrer in Stahl meistens ab

.......also wenn Einer M33 abbricht ist er ein Gewaltmensch.
Gruß aus dem schönen Schwabenland
Herbi ;-)

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Re: Gewindebohrer ( Metall) für Holz?

Beitrag von wosch » 28.03.2019 - 08:50:51

Hallo Peter,
na klar geht das so,
aber wenn die Spindel während des Gewindeschneidens nicht kreisend gekippt wird,
ist das streng genommen kein genormtes Gewinde.
(Die Flanken berühren sich nicht flächig.)
(Beim Schneiden mit dem normalen Gewindewerkzeug entsteht ein genormtes Gewinde,
bei dem sich die Flanken flächig berühren.)

Gruß
Wolfgang aus Magdeburg

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