Mosel Drehbank/ Drechselbank

Eure Fragen, Hilfestellung zur Kaufentscheidung, Tipps & Tricks zu Drechselmaschinen.

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haafuh
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Mosel Drehbank/ Drechselbank

Beitrag von haafuh » 21.12.2017 - 18:16:47

Ein herzliches Hallo an alle!

Mein Name ist Peter und ich bin recht neu im Bereich der Drechsellei. Nach kurzen Ausflügen mit diversen Hobbybänken bin ich zügig zu dem Entschluss gekommen eine ordentliche Bank zu kaufen. Eine neue Bank kam für mich nicht in frage, da ich lieber ältere Maschinen mag. Außerdem ist für eine neue Bank keine finanzielle Geundlage vorhanden.

Somit habe ich mir ein scheinbare Vorkriegsmodell zu eigen gemacht.
Die Kenndaten haben mir ganz gut zugesagt!
Spitzenhöhe 30cm —> bankbett entfernbar somit 50cm
Sowie auf der anderen Seite des Spindelstocks anbringen eines Backenfutters möglich!
Spitzenweite ist über einen Meter.
Gewicht schätzungsweise 500kg aufwärts!

Vielleicht kennt jemand die Maschine würde mich sehr über Informationen dazu freuen!
Mehr als Mosel/Sa steht leider nicht drauf

Anbei ein paar Impressionen

Mit freundlichen Grüßen

Peter

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*Bilder gedreht von Holzpeter

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Jurriaan
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Beitrag von Jurriaan » 21.12.2017 - 19:11:24

Suche mal im Forumssuche nach 'Mosel' von Mitglied Hannes - er hat auch eine Mosel Drechselbank. Viellecht sogar die gleiche.
Sehr, sehr schöne Maschine. Ordentlich verriptes und starkes Bett, gute Spitzenhöhe, alles erste Sahne.

Was für ein Spindelgewinde ist da drauf?

Ich glaube, du brauchst noch eine Handauflage, oder?
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kruni
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Beitrag von kruni » 21.12.2017 - 19:19:26

Gratuliere, die Bank kann was ....
gruß

daniel

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Beitrag von Thomas Jäschke » 21.12.2017 - 19:31:43

Die ist für die Ewigkeit und noch 1000 Jahre länger



Thomas ;-)
Das Holz ist wie eine Pralinenschachtel erst wenn du fertig bist, weist du was du hast.
Da kommen Äste zum vorschein wo gar keine waren.
Da entstehen Risse wo sie nicht hingehören.
Holz ist nicht perfekt und ich bin es auch nicht.

haafuh
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Beitrag von haafuh » 21.12.2017 - 19:43:32

Jawoll, eine Handauflage war leider nicht dabei.
Die Mosel vom Hannes habe ich bereits gesehen glaube aber, dass es eine andere Bank ist.
Das Gewinde sollte ein M60 sein.

Mit freundlichen Grüßen

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Jurriaan
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Beitrag von Jurriaan » 21.12.2017 - 20:32:18

übrigens ist das, glaube ich, schon die gleiche Maschine:

viewtopic.php?t=12908&highlight=mosel

Etwas länger, Spindelstock oben ohne, aber der Reitstock, der Form vom Bett - alles gleich.
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Beitrag von haafuh » 21.12.2017 - 21:41:50

Kann gut möglich sein, dass es die "gleiche" Maschine ist, sicherlich in unterschiedlichen Ausführungen hergestellt.

Bei meiner gibt es eine Übersetzung vom Motor auf eine extra Welle, die dann wiederum auf die Spindelwelle übersetzt wird.
Eingebaut sind schräg Wälzlager - sollten die ersetzt werden?

Mit freundlichen Grüßen

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Jurriaan
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Beitrag von Jurriaan » 21.12.2017 - 21:45:57

Die Bank von Hannes war gerade restauriert, und dabei kann der Motoraufhängung gut geändert sein, glaube ich.

Wenn die Welle jetzt gut dreht, dan erst mal drechseln, Lagerwechseln kann immer noch. Die Handauflage scheint mir eine etwas höhere Prioretät zu haben :-L
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Beitrag von haafuh » 21.12.2017 - 21:49:52

Keine Sorge für die Handauflage drehen alle nötigen Hebel bereits durch :-L

Ich sammle nur gern von Anfang an Informationen.
lg

HarriHackbrett
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Beitrag von HarriHackbrett » 22.12.2017 - 01:26:55

- eine tolle Holzdrehbank für dich und die nachfolgenden Generationen!

Übrigens, bei e..y-Kleinanzeigen wird auch wieder eine Mosel, offenbar das gleiche Modell, angeboten zum günstigen Preis, aber .....

Gruß
Gorch
"Frag das Holz, was es sein möchte!" Louis I. Khan

Holzhof
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Beitrag von Holzhof » 22.12.2017 - 16:42:10

Hallo Peter,
herzlichen Glückwunsch zur Bank und für diesen Preis!
Ich hätte sie auch zum Sofortkauf genommen, da aber schon ein paar Drechselbänke bei mir rumstehen hätte es zu 99,9 % zur Ehekrise geführt.

Über diese Maschinenfabrik kann ich einiges sagen: Sie wurde nach 1945 in Mosel (heute Ortsteil von Zwickau) gegründet und Mitte der 70er Jahre bei der letzten großen Enteignungen in der DDR dicht gemacht. Inhaber war ein E. Meinhold

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Familie Meinhold stammte aus Glaucha und war Inhaber von Karl Klinger Nachf. und wurde 1945 enteignet.
Ein Bild von meiner kleinen Mosel:

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Hannes hat ein längeres Bett. Kaspar hat noch eine, aber sehr verbastelt.

Gruß Heinz

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Beitrag von haafuh » 22.12.2017 - 18:12:28

Hallo Heinz,

vielen Dank für deine Nachricht. Diese hat mich sehr gefreut. Ich habe schon vergeblich versucht in den letzten Tagen ein paar Informationen zur Bankgeschichte und vor allem zur Firmengeschichte dahinter herauszufinden - leider weniger erfolgreich.

Ja der Preis... vorsichtig formuliert war der absolut in Ordnung :D - vor allem wenn ich betrachte was ich vorher verkauft habe zu was für einen Preis. :-L

Ich freue mich, dass auch andere Bänke der Firma Mosel noch in Benutzung sind und scheinbar doch recht souverän ihren Dienst verrichten.

Mit freundlichen Grüßen
Peter

P.S. gerne noch mehr Infos zur Firma Mosel

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Kaspar
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Beitrag von Kaspar » 22.12.2017 - 19:39:16

Hallo Peter,
besitze exakt die gleiche Maschine, hab sie vor ca 6 Jahre in Glashütte-Cunnersdorf erstanden.
Durch mehrere Umbauten ( welche aber alle ohne Schaden rückgängig gemacht werden könnten ) ist jetzt ein anderer Motor, andere Übersetzung, 40 cm Spitzenhöhe sowie drehbarer Spindelstock vorhanden.
Wenn Du Infos brauchst, kannst Du mich gerne kontaktieren,
schöne Grüße und Glückwunsch zu dieser tollen Maschine - Kaspar

Holzhof
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Beitrag von Holzhof » 22.12.2017 - 19:44:49

Hallo,
ich bin's nochmal. Die Bank von Hannes ist 100 % eine Mosel.
Sie wurde auch über die Bucht verkauft und wenn ich mich recht entsinne von bering50 gekauft und restauriert (ein echt guter Restaurator).
Der gesamte Spindelstock wurde überarbeitet und das Vorgelege entfernt.
Die Bank bei Kleinanzeigen ist eine Drückebank mit Getriebekasten und in erbährlichem Zustand.

Gruß Heinz

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Beitrag von haafuh » 22.12.2017 - 21:02:20

Danke Kaspar - auf dein Angebot komme ich sicher zurück. Finde ich von deiner umgebauten Bank auch ein Foto im Forum?

Ja die Bank bei Kleinanzeigen seiht echt nicht gut aus - ich denke da muss man ein paar Jahre investieren 😄

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Kaspar
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Beitrag von Kaspar » 23.12.2017 - 18:21:55

Hallo Peter,
wenn Dich weiteres über die Mosel und meinen Umbau interessiert, kannst Du unter zwei alten Beiträgen von mir nachschauen.
26.12.2012 "Sehr große Eichenschale"
9.1.2013 "große Naturrandschalen"

Frohe Weihnachten - schöne Grüße und viel Spaß mit dieser tollen Maschine - Kaspar

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Beitrag von haafuh » 24.12.2017 - 10:15:33

Hey zusammen und frohe Weihnachten!

@Kaspar, deine Bank hätte ich nicht als baugleich zu meiner Bank erkannt :-) Wahnsinn was du da alles modifiziert hast - find ich klasse!

@all:
Ich habe mal meine dazugehörigen Backen (3- und 4-Backenfutter mit verschiedenen Backen) dokumentiert.
Kann mir jemand von euch sagen, ob es für die Futter passende Grundbacken, mit Gewinden zum befestigen von selbst gebauten Spannbacken, gibt?

Mit freundlichen Grüßen

Peter

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fassi
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Beitrag von fassi » 24.12.2017 - 13:38:00

Hallo.
wahrscheinlich trifft meine Antwort nicht den geschmack anderer Nutzer dieser Plattform .

Ich meine es ist schwierig für diese Futter grundbacken mit gewinde zu finden .
ich habe das problem mit Weichbacken gelöst und diese direkt im Futter passend gedreht .
dann auf Maß gebohrt und gewinde reingeschnitten .
meine spannbacken mach ich auch selbst .
ausschlaggebend dafür war das vorhandensein von einer größeren Menge an Weichbacken und mehrerer Futter mit 130mm Durchmesser in die alle die weichbacken passen.
außerdem hab ich kein M33 an der Spindel sondern M48 ,und dazu passende Flansche .


für die wmw futter sollte man noch hier und da Weichbacken bekommen .
Im notfall ist es auch möglich duch ausglühen die Hartbacken weich zu machen und dann diese zu bearbeiten .
je nachdem in welchen Umfang du die bearbeitungsmöglichkeiten hast .

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Beitrag von haafuh » 24.12.2017 - 13:47:17

Hallo und danke für deine Nachricht.

Dann werde ich jetzt mal versuchen mir solche Weichbacken zu besorgen - vorher muss ich mich aber erstmal mit der ganzen Futter-Sache mehr beschäftigen. Ich weis noch nicht richtig für was die Beschreibung TGL 30 2332 beispielsweise steht etc :D

bin in dieser Sache etwas unerfahren..
Im diesem Forum hatte ich bereits einige Beiträge zu selbstgebauten Spannbacken gesehen - ich denke in die Richtung gehe ich auch immerhin habe ich M60 :D. Ich denke die vorhandenen Maschinen sollten dafür auch reichen.

Nun gut - ich recherchiere mal :D

bis dahin

Peter

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Beitrag von fassi » 24.12.2017 - 15:41:49

TGL bedeutet nichts anderes als Technische Normen,Gütevorschriften und Lieferbedingungen.
eigentlich das selbe wie heutzutage die DIN .
in der DDR neu erfunden und TGL genannt , die zahlen dahinter ist die Nummer der TGL.

allerdings wären mir die futter zu groß zur Drechsellei .aber das muss jeder für sich selbst entscheiden .

M60 spricht für eine ordentlich dicke welle ,
sollte es schwierig sein weiche Backen aufzutreiben so schau dich doch mal nach einen kleineren Futter um ,oftmals werden welche auch gebraucht angeboten auf den bekannten internet seiten .
dann halt einfach einen passenden Flansch drehen und gut .

Und nicht von den Hohen Preisen abschrecken lassen wenn du versehentlich auf einer Internetseite diverser Drechselfutteranbieter landest ;-)

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Hannes
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Mosel - Umbau Spindelstock

Beitrag von Hannes » 24.12.2017 - 15:53:18

Hallo Peter

Ich habe meine ein wenig umgebaut, siehe PN, dort findest du alle Zeichnungen.

Schöne Weichnachten!

Hannes

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Beitrag von haafuh » 04.01.2018 - 19:34:52

Hallo zusammen,

die Mosel fühlt sich nun so langsam heimisch in der Werkstatt.
Die bestellten Teile trudeln langsam alle ein und am Montag legt dann auch der Schmied mit meiner Handauflage los.
Ich habe für den ersten Versuch einen MK3 auf M33 Adapter besorgt, um die Standardfutter nutzen zu können.
Der MK3 Adapter hat auf der Rückseite ein M12 Gewinde, somit kann der mir auch nicht während des Betriebs abfliegen.

In der Zwischenzeit habe ich mit dem Bau der Werkzeugwand im Hintergrund angefangen - jedoch will ich erst einmal auf Ideensuche gehen, wie man am besten die Drechseleisen platziert/aufhängt.

Weiteres sobald die letzten Teile eingetroffen sind :mrgreen:

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Beste Grüße

Peter

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Beitrag von Joschone » 04.01.2018 - 20:12:59

Hallo Peter
die Idee mit den Drechseleisen hinter der Bank, ist nicht so gut!
Zumindest wenn du Nassholz drechsen möchtest!

Gruß Josef

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Beitrag von haafuh » 04.01.2018 - 20:14:51

Hey Josef,

danke für den Tip - das wird berücksichtigt :danke:

Mit freundlichen Grüßen

Peter

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