Neues Forumsmitglied, altes Werkzeug - Radmaschine

Eure Fragen, Hilfestellung zur Kaufentscheidung, Tipps & Tricks zu Drechselmaschinen.

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Kochi
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Neues Forumsmitglied, altes Werkzeug - Radmaschine

Beitrag von Kochi » 02.10.2018 - 11:55:42

Hallo.
Zuerst möchte ich mich hier vorstellen. Mein Name ist Olaf, ich bin Tischler und lebe in Hameln.
Das allein ist ja noch nicht so schlimm, aber jetzt habe ich mir (weil mich das Drechseln schon länger interessiert) eine alte Radmaschine angeschafft.
Warum gleich so ein alter Trümmer für den Anfang mag sich mancher nun fragen.
Punkt 1. Ich kaufe Werkzeuge und Maschinen lieber gleich ausreichend dimensioniert um Ruhe zu haben wenn die Ansprüche höher werden.
Und Punkt 2. Sie stand nicht sehr weit entfernt und war relativ günstig.
Leider hat sie kein Herstellerschild mehr, so dass ich nicht weiß wann und wo sie gebaut wurde. Schade :heul
Vielleicht erkennt jemand den Hersteller. Einige Teile (Reitstock,Spindelstock) finde ich sehr speziell und nicht gerade Standard in der Gestaltung.
Geholt habe ich sie aus Thüringen, aber das "DRP" auf dem einen Lager lässt auf eine Vorkriegsmaschine schließen. Also nicht DDR Speziell.
Zwecks Transport und Überarbeitung ist sie noch demontiert, aber ich denke man sieht schon genug zum rätseln. Vielleicht bekomme ich so wenigstens eine Idee zum recherchieren.

Danke.

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*Bilder untereinander gesetzt von Holzpeter
*edit by Raupenzwerg

Glasholz
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Beitrag von Glasholz » 02.10.2018 - 12:16:04

Hallo Olaf,

Du und deine Maschine erst mal Willkommen hier im Forum und Danke für deine Vorstellung!

Das Teil sieht ja riesig aus. Hoffentlich ist es auch nachher als "normale" Drechselbank zu gebrauchen. Ich hoffe es sehr. Als "Wiedererweckter" in Sachen Modellbau möchte ich dich um einen großen Gefallen bitten: Schneide einen Kreis aus Pappe in DM 100mm, weiß oder gelb oder rot und knipse jedes Teil schon mal vor dem Zusammenbau möglichst von vorne, hinten Seite. So kann ich mir die Maße an Hand des Kreises ermitteln, den kannst du per Magnet immer an das Knipsobjekt heften. Wenn du das machst bekommst du von mir zwei LED-Beleuchtungen angepasst an deine Handauflage(n) inkl. Netzteil. Ich bin dabei interessane Maschinen nachzubauen, im Moment eine richtig alte aus Holz. Hoffentlich kommen wir "ins Geschäft" :danke:

Viel Erfolg beim Zusammenbau und frage bloß in die Runde bevor was schief geht. Hier hats für alles einen Fachmann.

Freue mich über Bilder und erste Werkstücke: KD

PS: Falls ich mich wegen der Bilder noch irgendwe einschleimen kann sag Bescheid :-L
. . . na klar komme ich in die Hölle! Aber durch den Personaleingang!

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Jurriaan
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Beitrag von Jurriaan » 02.10.2018 - 13:55:38

Das dritte Bild deutet für mich auf ein Wagnerbank hin. Diese unterschiedet sich von eine normale Drechselbank: der Spindel lasst sich verschieben (weil die früher damit gebohrt haben in den Naben).

Zum Drechseln ist eine verschiebbare Spindel allerdings nicht das genau richtige, deswegen wirst du wohl noch einiges an Arbeit bei der Lagerung haben...
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Kochi
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Beitrag von Kochi » 02.10.2018 - 14:27:20

Ja, das ist eine Radmaschine. Mit allem Zubehör. Und die Spindel kann mit dem großen Hebel mit Gegengewicht auf dem einen Bild zum Naben bohren benutzt werden.
Genau eine solche Maschine wollte ich ja haben :mrgreen:

Warum gibt es damit Probleme beim Drechseln? Neue Lager sind schon bestellt.

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Jurriaan
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Beitrag von Jurriaan » 02.10.2018 - 14:44:12

Kochi hat geschrieben:Warum gibt es damit Probleme beim Drechseln?
Weil man beim Drechseln die Welle auch axial absolut fixiert haben will.
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Beitrag von Martin99 » 02.10.2018 - 14:58:39

Deine Bilder kann ich so leider nicht zuordnen. Bei Radmaschinen ist das auch recht anspruchsvoll, weil meist nicht so viele Stücke erhalten sind und ich denke auch weniger herstellerspezifische Charakteristika vorliegen.
Interessant wäre noch ein Foto vom Bankbett. Aber ich befürchte auch das hilt nicht weiter, wenn nicht jemand zufällig genau diese Maschine mit Typenschild hat.
Neben den "westdeutschen" Standorten und Herstellern kommen bei den Vorkriegsmaschinen auch noch das DDR-Gebiet (z.B. war damals Leipzig-Plagwitz ein gr. Standort des Maschinenbaus/für Holzbearbeitungsmaschinen) und das schlesische Gebiet (Breslau usw.) in Frage.
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Grüße
Martin

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Beitrag von oldy-2913 » 02.10.2018 - 15:55:24

Moin Kochi
Man kann Bilder machen, die mehr sagen als viele Worte,
so eines würde zB. die kpl. Maschine VOR dem Zerlegen zeigen ... :-S

Du hast leider Bilder für ein Ratespiel gemacht ... :mrgreen:

Gruß oldy

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Beitrag von Kochi » 02.10.2018 - 16:32:01

Ja, ich weiss. Leider habe ich das vor dem Zerlegen nicht getan.
Hatte halt nur die Hoffnung, dass es jemanden gibt der sagt: diesen Reitstock? Den hatte doch damals der Hersteller XY.
Ich werde die Teile neu lackieren und wieder zusammenbauen. Dann sieht man mehr.

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Beitrag von oldy-2913 » 02.10.2018 - 17:27:03

Moin Kochi
Ich hatte hier mal eine Anfrage zu einer alten Drechselbank, leider auch ohne Ergebnis:

viewtopic.php?t=15807

Damals bekam ich die Info, daß man das Alter der Maschine zeitlich dadurch eingrenzen kann,
ob der Hersteller seinen Firmennamen angeschraubt hat, oder dieser im Guß enthalten ist.
Leider habe ich vergessen, was älter ist ... :re:

Gruß oldy

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Beitrag von Kochi » 03.10.2018 - 19:16:18

Na, das ist ja schon mal eine Richtung. Der Hersteller wäre mir auch wichtiger als das Baujahr.
Na ja, vielleicht bekommt man etwas heraus wenn sie wieder zusammen ist.

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