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Autor
Mc_Diver

Verfasste Beiträge
130
Im Forum seit:
25.07.2017
Wohnort :
94099 Ruhstorf
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ID: 350428 BeitragVerfasst am: 13.04.2018 - 12:48:39   Titel:
ich gebe jetzt auch mal meinen Senf dazu,

Bin auch recht neu in der Materie.
Habe erst im September letztes Jahr angefangen und es stimmt schon, Drechseln ist nicht so günstig wie man meint.
ABER wenn ein wenig Grundausstattung beisammen ist dann kann auch recht viel selbst gebaut werden.
Gerade für Dich als Schlosser müsste es ein leichtes sein sich Werkzeuge und Hilfsmittel selbst herzustellen.

Zu Deinem Problem mit den fliegenden Teilen:
Ne Drechselbank ist eine Drehbank. Da fehlt schon ein wenig die Statische Belastbarkeit die Du gewohnt bist.
Auch ist der Schnittwinkel natürlich deutlich spitzer beim Drechseln.
Hier kommt es viel auf den richtigen Anstellwinkel und einen "ziehenden" Schnitt an.

Generell gilt: solange das Teil noch eine Unwucht hat, unterstütze ich dass Spannfutter (auch die Planscheibe) mit dem Reitstock und halte die Geschwindigkeit möglichst niedrig.

Die Drehzahlen beim drechseln sind im vergleich zum drehen auch eher geringer.
Eine gute Oberfläche kommt hier nicht von der hohen Drehzahl sondern von einer vernüftigen schärfe am Werkzeug und einem Ziehenden Schnitt.

Davon sich Werkzeugsetz zu kaufen halte ich wenig,
unterm Strich brauchst Du am Anfang nur eine 13er Röhre mit einem Fingernagelanschliff (hoffe für diese Aussage werde ich jetzt nicht gelüncht).
Abstechstahl, Schaber... kann auch selbst vom Schlosser gebaut werden.
(hier gibt es auch HSS Wendeplatten zu kaufen)

Aber an ner vernünftigen Röhre kommst Du nicht vorbei.
Ein Fingernagelanschliff ist zudem besonders vielseitig (erfordert aber auch etwas Übung)

Wenn ich es jetzt überschlage dann habe ich ungefähr folgendes Ausgegeben

Bank: 300€
Futter: 150€
erster Werkzeugsatz: 160€
Wachse,Öle,Kleber:100€
Sonderwerkzeuge (aushöhlen...): 300€
-------------------------------------
macht nen guten 1000er

Selbst gebaut hab ich
-Schärfvorrichtung
-Beleuchtung
-mehrere Werkzeuge
-Lünette
-Kugelfutter
-Handauflagen
-Fräsadapter
-Wandstärkenfühler
-Zentrierscheibe
-...

Vielleicht noch ein Tipp:
Wenn Du nicht auf einen Kurs gehen willst dann wirst Du durch zusehen lernen müssen.
Hier gibt es dann doch ein paar Profis auf YouTube wo man sich was abschauen kann.

Wenn Du spezielle Fragen hast dann schreib einfach ne PN.

Gruß!

Matthias
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Autor
GentleTurn

Verfasste Beiträge
735
Im Forum seit:
14.04.2016
Wohnort :
29525 Landkreis Uelzen
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ID: 350622 BeitragVerfasst am: 16.04.2018 - 10:23:12   Titel:
Mc_Diver hat folgendes geschrieben:
Hier gibt es dann doch ein paar Profis auf YouTube wo man sich was abschauen kann.

Moin,

hier gibt es 33 Filme deutschsprachiger Profis.
Holger Graf, Martin Adomat, Firma Dictum und K. Schulte.

Zum Zapfen und der Einspannproblematik gibt es Meister Adomat, der das ganz ausführlich zeigt. Der zweite Film ist noch genauer und zeigt das, worauf es beim Zapfen drehen ankommt und wovon hier schon einige ganz richtig geschrieben haben. Dabei hat nicht jedes Futter einen Schwalbenschwanz nötig. Also den Zapfen genau an das vorhandene Futter anarbeiten. Das gilt auch für den umgekehrten Fall, wenn nicht mit einem Zapfen gearbeitet wird, also mit dem Spannen von innen nach aussen. Auch hier die Backenformvorgabe beachten. Teil 3 des Filmes.

Ich fange Schalen in der Regel bei der Schalengröße auch mit dem Schraubenfutter an.
_________________
Liebe Grüße, Martin.

Ich bin verantwortlich für das, was ich sage, aber nicht für das, was daraus verstanden wird.

~  Meine Filme auf YouTube || Bilder auf Instagram || Facebook || Twitter  ~
 
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