Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

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fidelis
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Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von fidelis » 16.01.2019 - 16:11:52

Eigentlich wollte ich es erst herzeigen, wenn es fertig poliert ist, aber jetzt ist es doch über mich gekommen. :)
Habe solche Teile immer auf Pinterest gesehen und wollte so etwas auch schon immer mal machen.
Holz ist Esche mit starkem Krebsbefall. Die wurde rund gemacht und mit weißem Epoxy aufgegossen.
Das ganze habe ich mit dem Woodcut Flexi Kopf ohne Begrenzer ausgehöhlt, was erstaunlich gut ging.
Geschliffen habe ich bis 240 und dann mit Leinölfirnis geölt.
Am Ende soll alles noch mit einer Schelllack Politur veredelt werden nachdem das Öl polymersisiert ist.

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Liebe Grüße
Fid
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drmariod
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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von drmariod » 16.01.2019 - 17:33:59

Gefällt mir sehr gut! Sieht aus wie ein Globus :-D Bin gespannt auf die fertigen Fotos!

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siloko
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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von siloko » 16.01.2019 - 17:59:57

Hallo Fid,

also mir ist der Kontrast vom Holz zu dem sehr weißen Epoxi zu hart.

Außerdem stört mich der Begriff "Krebs-Esche". Da gibt es vielleicht einen etwas moderateren Ausdruck.

Gruß

Sigi
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SteffenM
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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von SteffenM » 16.01.2019 - 18:23:42

Hey Fid,

mit einem bläulichen Epoxy hättest einen Komplementärkontrast und eine noch größere Ähnlichkeit zu einem Globus.
Aber mir gefällt dein Werk auch mit weiß! Ich freue mich auf die Abschlussbilder.

Schöne Grüße!
Steffen

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Erick
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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von Erick » 16.01.2019 - 19:52:37

Hallo Fidelis
Das ist ja eine sehr interessante Geschichte ! Schön das Du das Stück Holz auch in seinem Rohzustand fotografiert hast.
Der Weißkontrast stört mich nicht. Nur ob dieses Objekt dann gut wirkt wenn es durch den Schellack hochglänzend ist ?
Bin mal gespannt.
Erick
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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von leoanton » 16.01.2019 - 20:13:25

Hey Fid,
wie entsorgst du die Späne ?
es sind doch Plastikspäne und Holzspäne ist das Restmüll Ich habe auch schon mit Epoxi gearbeitet und wußte nicht wie ich das alles Entsorgen soll .
Habe es erstmal in Säcke gepackt oder ist es Sondermüll?
Gruß Leo

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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von Holzteife » 16.01.2019 - 20:42:39

Servus Fidelis,

Ich sag nur wow :klatsch:
Erfrischende Kombination mit dem weißen Epoxidharz.
Objekt zeigt mir, es muss nicht immer blaues Epoxy sein.

Gruß Robert
... die Welt ist rund!

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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von leoanton » 16.01.2019 - 20:55:15

Hey,
das Hohlgefäß gefällt mir sehr gut der Farbton ist der Hammer und auch die Form ein sehr schönes Teil
Gruß aus Schale Leo

rosenholz
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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von rosenholz » 16.01.2019 - 21:09:03

Hallo Fid
ich finde die Idee und die Umsetzung klasse
von Shellack als Überzug würde ich dir jedoch abraten, dein Weiß wird mit der Zeit
vergilben. Gebleichter Shellack ist zwar farbneutral wird aber Spannungsrisse durch die
harte Harzoberfläche bekommen.Was währe wenn du Carnaubawachs benutzt,das kannst du
gut aufpolieren.

Persöhnlich würde ich die Oberfläche leicht beitzen/colorieren damit das Weiß nicht so hart wirkt
Gruß Klaus

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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von Peter Gwiasda » 16.01.2019 - 21:44:44

Hallo Fidelis,

deine Schale aus Hybrid-Material ist spannend, ich hätte als Hobbydrechsler mit mehrjähriger Erfahrung dieses Experiment nicht gewagt. Umso mehr schätze ich deinen Mut als Drechselanfänger. Komposit-Konstruktionen sind nach meiner Bewertung oft fragwürdig.
Ich möchte dir ungebeten den Rat geben, auf ein weiteres Material bei der Vollendung deines Werkes zu verzichten. Also bitte keine Schellackpolitur und auch kein Öl! Die unterschiedliche Haptik von Holz und Epoxidharz sollte man fühlen können.

Grüße von Peter Gwiasda
Wie tröstlich, dass auch unsere Erde nicht wirklich rund ist.

fidelis
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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von fidelis » 17.01.2019 - 19:21:38

Danke für euer Lob und eure Kritik. Es hat mir auf jeden Fall geholfen!
Sehr interessant finde ich, wie sich die Meinungen bzgl. des weißen Epoxys spalten. Einige sind davon total begeistert, einige finden es schrecklich. Das ist halt die Sache bei künstlerischer Freiheit.^^ Ich persönlich mag sogar den harten Kontrast bei dem Stück besonders gerne.^^
Gefällt mir sehr gut! Sieht aus wie ein Globus :-D Bin gespannt auf die fertigen Fotos!
Das war auch mein Gedanke. Dankeschön. :)
Außerdem stört mich der Begriff "Krebs-Esche". Da gibt es vielleicht einen etwas moderateren Ausdruck.
Den Einwurf kann ich leider nicht ganz nachvollziehen.^^ So weit ich in Erfahrung bringen konnte entsteht dieses Holz durch eine Krebs-Krankheit, daher fand ich es recht passend. Vielleicht kannst du einen besseren Begriff vorschlagen?^^
wie entsorgst du die Späne ?
es sind doch Plastikspäne und Holzspäne ist das Restmüll Ich habe auch schon mit Epoxi gearbeitet und wußte nicht wie ich das alles Entsorgen soll .
Habe es erstmal in Säcke gepackt oder ist es Sondermüll?
Um ehrlich zu sein hätte ich sie schlicht in den gelben Sack getan. Ich hätte sie jetzt Epoxy als ein Polymer eingeschätzt. ^^

@Peter Gwiasda @rosenholz @Erick Vielen Dank für das positive Feedback. :)
Ihr habt mich auch bzgl. des Schelllack nachdenklich gemacht. Nachdem ich mir dadurch noch einmal Gedanken gemacht habe bin ich zu dem Entschluss gekommen das Teil abschließend nur noch mit Wachs zu bearbeiten. Mit Hochglanz wäre es vermutlich doch zu viel. Vielen Dank!
Besonders gefreut hat mich dein Lob Peter. Dankeschön. :)
Liebe Grüße
Fid
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SteffenM
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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von SteffenM » 17.01.2019 - 19:44:29

fidelis hat geschrieben:
17.01.2019 - 19:21:38
Vielleicht kannst du einen besseren Begriff vorschlagen?^^
[...]
Um ehrlich zu sein hätte ich sie schlicht in den gelben Sack getan. Ich hätte sie jetzt Epoxy als ein Polymer eingeschätzt. ^^
Hallo Fid,

ich hätte es als "Knolle" bezeichnet und weder Holzspäne, noch Epoxidharz kommen in den gelben Sack. Das ist einfacher Hausmüll.

Schöne Grüße!
Steffen

PS: Meinst du nicht, dass eine geölte Oberfläche völlig ausreicht? Mit Wachs glänzt es wieder mehr - wobei das natürlich auch edel aussehen kann.

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MichlK
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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von MichlK » 17.01.2019 - 20:32:27

Hallo Fidelis,
eine Bitte hätte ich vorab. Vielleicht wäre es Dir möglich ein Bild von Dir einzustellen (Avatar). Ich wüsste gerne wem ich schreibe. Danke!

Zu Deinem Projekt:
Im ersten Moment etwas ungewohnt, leicht erschrocken. Dann fand ich es doch sehr gelungen.
Den Kontrast der Farbe finde ich gut, ungewöhnlich, gelungen, schön.
Vermutlich hättest Du die Holzstücke ohne Eboxit im Ofen versenken können.
Jetzt hast Du im das Leben gerettet, neu belebt. Sehr schön.
Gruss Michael
--------------------------
Macht weiterhin schöne Späne.

Grissianer
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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von Grissianer » 17.01.2019 - 20:48:32

Hallo Fid
An sich finde ich deine Arbeit sehr gelungen. Das Weiß rein von der Farbe her finde ich auch gut.
Besonders die Verarbeitung sehe ich absolut profimäsig.
Was die Kombination Holz und Epoxy an geht, mit der kann ich persönlich gar nichts anfangen.
Ich bin der Meinung das es bessere Materjalien gibt mit denen man sich künstlerisch ausdrücken kann.
Holz, Stein, Beton, Alabaster, Elfenbein wobei das ist vorbei, Mammut, Horn, Eis, Zucker und auch noch allerlei Metalle.
Gruß
Anselm
Was ich mir nicht zutraue werde ich niemals lernen!!

fidelis
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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von fidelis » 17.01.2019 - 21:03:28

ich hätte es als "Knolle" bezeichnet und weder Holzspäne, noch Epoxidharz kommen in den gelben Sack. Das ist einfacher Hausmüll.
Aber eine Knolle ist es nicht. Knollen sind ja die "Wucherungen" eines Baumes wenn er zu viele Triebe bildet und das hat er in dem Fall nicht gemacht.
Gut zu wissen, dass man es schlicht im Restmüll entsorgen kann. Danke. :)
eine Bitte hätte ich vorab. Vielleicht wäre es Dir möglich ein Bild von Dir einzustellen (Avatar). Ich wüsste gerne wem ich schreibe. Danke!
Jetzt weiß schon jeder wo ich wohne, da soll ich auch noch ein Bild einstellen, dass jeder weiß wie ich aussehe... Spaß ;) werd ich beizeiten machen.;)

Vielen Dank Anselm. Freut mich sowas von dir zu hören. Das dir andere Materialien besser gefallen wundert mich eigentlich gar nicht so. ;) Das passt zu dir.
Liebe Grüße
Fid
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lowolds98
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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von lowolds98 » 17.01.2019 - 21:31:23

Hi Fidelis,

also ich bin der Letzte, der was gegen HybridWood hat, hab die letzten Jahre X Kilo Harz gefärbt, vergossen, verpresst, vervakuumiert und verschmaddert :mrgreen:

Meine Meinung zu der Sache bzgl. der Oberfläche:
Holz und Harz bekommen nie die gleiche Oberfläche bzw. Glanzgrad sofern man nicht alles unter einer gemeinsamen Schicht vereinigt. Ob das nun Klarlack, CA, Schellack oder..... ist.

Man kann es natürlich auch roh lassen, ölen, waxen oder sonstwas - ABER - und das mag ich persönlich halt nicht, ist Geschmackssache(!) - Harz und Holz sehen dann nicht "wie aus einem Guß" aus. Sprich das Harz wird immer mehr glänzen als das Holz und das finde ICH optisch doof. Alles unter einer Schicht (Schell)Lack bietet wie ich finde mehr fürs Auge und ist in dem Zusammenhang auch nicht zuviel, da es ja bereits eh ein künstliches Objekt mit "Plastikanteil" ist, da kann man kaum "zuviel" machen - im Gegenteil, das unterstreicht m.M.n. das Kunstobjekt (bzw. künstliche Objekt) was ja so oder so gar nicht mehr dem Anspruch der reinen Holzlehre entspricht.

Ich glaube ich habe grad ein Formulierungstief, hoffe trotzdem du verstehst was ich meine :-L

Gruß
Andreas

P.S.: @MichlK
Hallo Fidelis,
eine Bitte hätte ich vorab. Vielleicht wäre es Dir möglich ein Bild von Dir einzustellen (Avatar). Ich wüsste gerne wem ich schreibe. Danke!
Echt jetzt??? Geht jetzt nach dem totreiten des Pferdes Namens "ixe im Profil" das Avatarbashing los??? Unglaublich... Dann schreib doch nix!?!?
Genießt die Zeit zwischen den Windeln!

Schon mal was von Leinöl gehört? Leinöl Richie?

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drechselbert
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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von drechselbert » 17.01.2019 - 22:43:28

Wow, ich habe mich einfach von diesem Objekt einnehmen lassen - es wirkt auf mich...fantastisch ! Und handwerklich gekonnt umgesetzt.

LG Bert
Der Weg ist das Ziel - das Ziel ist Lebensfreude
...hier meine kleine "Homepage": www.bert-woodart.jimdo.com/

fidelis
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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von fidelis » 19.01.2019 - 10:54:48

@lowolds98
Vielen Dank für deine ausführliche Erklärung Andreas.
Ich habe auf jeden Fall alles verstanden und sehr gut nachvollziehen können. ;)
Deine Meinung geht ja im Grunde in die ganz andere Richtung.
"jetzt hauds mich durchanand" ^^, da alles zu mit/ohne Lack gut nachvollziehbar war.
Ich setz mich nun einfach jeden Abend vor die Schale und werde darüber grübeln. ;)

@rosenholz
Zu deiner Antwort sind mir noch Fragen gekommen:
Denkst du das weiß aufgrund des Epoxys mit der Zeit vergilbt, wie klar Epoxy auch? Mein Gedanke war eigentlich, dass es durch die Färbung auch weiß bleibt. Vergilben wäre natürlich nicht so gut.
Gebleichten Schellack kenne ich leider nicht. Ist das der bei der einfach klar ist und ist gebleichter Schellack härter als der normale? Du hast von Spannungsrissen aufgrund der harten Oberfläche gesprochen. Das wäre ja grundsätzlich bei jeder Schellack-Lackierung das Problem. :??

@drechselbert
Dankeschön! :)
Liebe Grüße
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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von rosenholz » 19.01.2019 - 12:12:51

Hallo Fidelis
Da dieses Thema eventuell auch andere interessiert hier etwas Ausführlicher.

Schellack, Tafellack ist eine harzige Substanz, die aus den Ausscheidungen der Lackschildlaus nach ihrem Saugen an bestimmten Pflanzen gewonnen wird.
Schellack wurde bereits vor 3000 Jahren erstmals erwähnt.
Ernte der von der Lackschildlaus abgesonderten Exkrementen in der Hauptsache Südasien
Indien und Thailand.
Aufbereitet kommt dieses Harz in Plättchen oder in Flockenform auf den Markt.
Die Farben reichen hier von Bernsteingelb bis tiefrot. (Naturschellack)
Alles was du in Dosen und Flaschen kaufen kannst und als klare Flüssigkeit erscheint ist
Von der Industrie raffiniert, aufbereitet und gebleicht. (hohe Wachsanteile)
Bereits in der Barockzeit wurden Einlegearbeiten / Intarsien / mit Silber und Perlmutt
ausgeführt. Wurden diese Überpoliert bilden sich Nahtrisse und Bruchkanten in der
Oberfläche den der Lack verliert mit den Jahren an Elastizität und wird Glashart und vergilbt
Schellack ist zudem nicht resistent gegen Feuchtigkeit. Was bedeutet das Massivholz welches nicht
Durchgetrocknet ist von innen heraus vergraut.
Was uns die Industrie heute unter dem Namen Schellack anbietet erkennst du, wenn du
ein Gebinde öffnest. Beißende und stechende Gerüche haben nichts gemein mit diesem Lack.

Ich hoffe Dier einen kleinen Einblick in die faszinierende Welt historischer Lacke verschafft zu haben.
Gruß Klaus
.

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Matthias S
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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von Matthias S » 20.01.2019 - 17:41:59

Hallo Fid,

mir gefällt Dein Gefäß. Auch das Weiß finde ich gut.

Wenn ich richtig verstanden habe, hast Du den Rohling vorgerundet und dann im Eimer vergossen; wieviel Epoxi hast Du dafür benötigt ?
Waren da nicht viele Lufteinschlüsse ?

Danke, Matthias

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Re: Hohlgefäß aus Hybrid-Material (Krebs-Esche+weißes Epoxy)

Beitrag von fidelis » 23.01.2019 - 21:48:13

@ rosenholz
Danke für deine ausführliche Antwort und Hiflestellung!
Um ehrlich zu sein, habe ich den Großteil schon gewusst.
Mir war im Grunde der Unterschied zwischen farblosen,raffinierten und normalen Lacken nicht so klar.
Zu den Rissen: So weit ich bisher in Erfahrung bringen konnte, hält Schellack doch mehrere Jahrzehnte ohne Rissbildung und du Risse kennt man primär von den antiken Möbeln.
Wenn ich jetzt aber mein Gefäß so behandeln will muss ich mir ja kurzfristig keine Gedanken machen oder siehst du das anders?

@ Matthias S
Ich hab dafür etwa 1,5 Liter benötigt. Blasen gab es auch einige. Diese stellen habe ich aber einfach gespachtelt. Hierzu habe ich mir wieder weißes Epoxy gemischt und dieses mit Mehl eingedickt. Funktioniert super. Der Farbunterschied ist minimal und fast nur zu erkennen, wenn man es weiß und sehr genau hinsieht.
Liebe Grüße
Fid
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